Heute war so ein Tag, wo ich schon früh mit Fotos anfangen musste und dann ewig für den Heimweg gebraucht hab, weil ich das Licht so schön fand. Und weil ich noch in den Fluss springen musste. (Das war kalt. Hätte man irgendwie ahnen können...)
Misplaced Lens Cap
ojovivo
almost home
🪼
Stranger Things
"I'm Dorothy Gale from Kansas"

Origami Around
Sweet Seals For You, Always
NASA
YOU ARE THE REASON

ellievsbear

if i look back, i am lost
Sade Olutola

No title available
🩵 avery cochrane 🩵
tumblr dot com
he wasn't even looking at me and he found me
macklin celebrini has autism
let's talk about Bridgerton tea, my ask is open
we're not kids anymore.

seen from Singapore
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@dahierdadort
Heute war so ein Tag, wo ich schon früh mit Fotos anfangen musste und dann ewig für den Heimweg gebraucht hab, weil ich das Licht so schön fand. Und weil ich noch in den Fluss springen musste. (Das war kalt. Hätte man irgendwie ahnen können...)
Falkengleichnis und so
Also ich dachte irgendwie die ganze Zeit an diese eine Lovecraft-Story, wo sie diese komischen Viecher in der Antarktis finden und sie mitnehmen und dann tauen sie auf und alle werden verrückt. Normaler Lovecraft-Move. Und ähnliches habe ich schon von Musikern zum Thema „lange auf Tour sein“ gehört. Deswegen: Grobe Storyline: Mehrere Bands auf Clubtour durch Japan und wir sind eine davon, wahrscheinlich die zweite, also so als Support. Sängerin der ersten Band sieht ständig irgendwas komisches im Moshpit, was sie als „Tentakelmonster“ beschreibt. Die Geschichte steigt da ein, wo sie das erste Mal davon erzählt und alle halten sie zunächst für verrückt, weil wir schon etwas länger auf Tour sind. Dann passieren komische Dinge, sie kriegt Emails und/oder seltsame Nachrichten auf ihrer fb-Seite, so Zeugs halt. Dann wird sie angegriffen und zum Schluss entführt – und es stellt sich raus, dass das alles ein verrückter Fan veranstaltet hat, der im normalen Leben Sushiverkäufer ist. Warum er das macht – möchte was Reenacten, da bin ich noch unschlüssig, aber da bietet sicher der eine oder andere Anime Material. Falkengleichnis: ist gleichzeitig ein Song von irgendeiner der Bands, weswegen wir dann auf die Lösung von dem Fall kommen Bauern töten: wird ständig von dem einen Schlagzeuger vorm Auftritt gemurmelt und lockt zunächst auf die falsche Fährte, aber am Ende ist es nur so ne Eselsbrücke für irgendeinen Rhythmus, so wie Kalbsleberwurst für 2-gegen-3 Rhythmus.
“Du Nerdin!”
... sagte ein Kumpel zu mir, als ich ihm erzählte, was ich in der Zeit zwischen Weihnachten gemacht habe. Aber von vorne: mit der Anwesenheit beim Chaos Communication Congress liebäugele ich ja schon seit 2 Jahren und dank Advi bekam ich glücklicherweise noch ein Ticket für den 33c3. Mein Resturlaub 2016 ließ zwar meine Anwesenheit nur für 2,5 Tage davon zu, aber da ich die Kinder im Schlepptau haben würde, dachte ich, dass mir das dann auch reicht. Am Dienstag stand ich also halb 6 auf, um von 6 bis 10 zu arbeiten, dann zu Hause die Kinder einzusammeln und mir den Zug nach Hamburg zu schnappen. Am CCH trafen wir etwa 16:30 ein. Da war es schon dunkel, aber die Außenbeleuchtung und die Rakete (nicht im Bild) wirkten direkt wie ein Magnet auf die Kinder. Da wusste ich, dass wir hier viel Freude haben würden.
∗Bild nachliefer∗ pic.twitter.com/doZ8JuhVwV
— moepern (@Moepern) December 30, 2016
Es dauerte allerdings, bis wir zum KidSpace vordrangen, denn der Weg wurde durch mehrere Einhörner erschwert. Dafür war die Freude dort umso größer, denn das riesige Duploangebot (danke u.a. auch an Herrn Beckedahl, den ich eine volle Kiste davon hinschütten sah) und das Bällebad waren natürlich eine tolle Abwechslung zu 4 Stunden Zugfahrt.
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— moepern (@Moepern) January 13, 2017
Für die Illumination größerer Kinder gab es auch Angebote im KidSpace.
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— moepern (@Moepern) January 13, 2017
Der Weg nach draußen wurde uns nur leicht durch bunt beleuchtet Plastikwannen erschwert, die natürlich genauer untersucht werden mussten.
pic.twitter.com/3kcpUGWjJq
— moepern (@Moepern) January 13, 2017
Am Mittwoch abend konnte ich mir dank @drehumdiebolzen und @zusehrverkuerzt eine Stunde freischaufeln, um mich an den Podcasttisch zu setzen, wobei dieses Kleinod entstand. Am Donnerstag trafen wir ausnahmsweise mal schon vor eins im CCH ein und ich dachte, wir könnten uns ja mal etwas anderes anschauen, denn auch außerhalb des KidSpace gibt es natürlich geeignete Anlaufpunkte (der Abstand von Kindern zu Geeks ist ja doch eher klein :)). Gleich zu beginn fanden wir diese Sandbox, in der eine Messapparatur und ein Projektor dafür sorgten, dass Sand verschiedener Höhenlagen unterschiedlich eingefärbt war. Die Kinder wussten das auch ein bisschen zu schätzen, trotzdem blieb leider nicht aller Sand in der Vorrichtung.
Sehr kindertaugliche Sandbox vom @cccfr #33c3 pic.twitter.com/yPIt6bzdLX
— moepern (@Moepern) December 29, 2016
Die Buddelei wirkte wohl leicht magnetisch, denn es fand sich ein sehr netter Mensch ein, der die Kinder mit jeweils einem nach Wunsch gefalteten Origamitier beschenkte. Normalerweise setzt er sie in seiner Heimat zur Freude der dort wohnenden Menschen aus. (Ich weiß nicht, ob er meine Idee, damit ein Spiel zu machen, dass mehr oder weniger eine Mischung aus PokemonGo und Geocaching wäre, gut fand.)
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— moepern (@Moepern) January 13, 2017
Was wir außerdem an diesem Tag noch ausprobierten waren: Lockpicking (ein gewisses Talent des Nachwuchses kann nicht verleugnet werden) und die Trickfilmwerkstatt. Außerdem wurden wir Zeuge der Shitty Robot Competition (die ihrem Namen alle Ehre machte).
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— moepern (@Moepern) January 13, 2017
Schlussendlich kann ich nur sagen: ich habe mich da sehr wohl gefühlt. Ich weiß nicht, ob es am Teppich lag und der Tatsache, dass ich größtenteils wie die Kinder auf Strümpfen rumlief oder einfach an der generellen Stimmung, dass ich mich sehr zu Hause fühlte. Wenn ich noch einmal die Chance bekomme, würde ich mich freuen wieder teilnehmen zu können.
Leider arbeitet er nicht für mich. #33c3 pic.twitter.com/xbFspoilz6
— moepern (@Moepern) December 30, 2016
Point Chev Das war wohl der letzte Ausflug, den ich in Auckland gemacht habe, bevor mir das Fahrrad geklaut wurde. (Aus der Unterkunft. Die Polizei war seltsam desinteressiert. Der Verleiher hat auch nur "kenn ich schon"-Bewegungen gemacht. Danach wurde der Türcode geändert.) Das Ziel nannte sich Point Chev, aber ich nahm auf dem Weg auch noch den einen oder anderen Park mit, der da so war. Eigentlich war ich zeitlich zuerst in Jaggers Bush, hab dann eine Runde durch das Meola Reef Reserve gedreht und zum Schluss dann Point Chev (und das war auch gut so), aber die Bilder hab ich jetzt in umgekehrter Reihenfolge hochgeladen. Jaggers Bush war eher klein und mehr Zeit habe ich tatsächlich in diesem Reef Reserve verbracht, das war wirklich schön und scheint allerdings auch so eine Ecke zu sein, in der eher reichere Leute leben (die mit den Jachten). Das Reef ist so eine typische Formation mit Mangroven und Salzmarschen, allerdings sieht man das bei Ebbe besser. Die Klippen unter Point Chev haben mich dann ein wenig Blut gekostet, weil ich dachte man kann da schön barfuß drüber klettern. Spoiler: kann man nicht, irgendwelche scharfkantigen Muscheln schlitzen dir die Füße auf. Ansonsten ist es ein ganz netter Aussichtspunkt für die Bucht, die da ist.
Desafinado Diesmal ausnahmsweise keine Bilder von Auckland oder seiner Umgebung, da ich doch tatsächlich einen (soon to be nicht mehr) Mitbewohner aus der Unterkunft auf seinem Weg nach Süden teilweise begleitet habe. Nur bin ich zurück nach Auckland gefahren und er hat zur Südinsel übergesetzt. Damals schrieb ich: Hey, die längst vergessene Person meldet sich mal wieder aus ihrem Exil. Diesmal: Auckland-Taupo-Wellington-Auckland. Relativ spontan hab ich mich doch glatt auf eine dieser Kurzreisen begeben, die mich zu den oben erwähnten Städten geführt hat. Da ich Sonntag gestartet bin und erst Mittwoch wieder in Auckland war, hat sich meine Arbeitswoche etwas verschoben, und zwar ungünstigerweise ins Wochenende, so dass ich mich grad slightly out of tune fühle... Okay, zum Trip: im Gegensatz zu anderen Orten, durch die ich unterwegs gekommen bin, liegen in Taupo nur etwa 10 Hunde begraben. Das heißt, als Teenager belustigt man sich damit, sich mit heruntergelassener Hose an nichtsahnenden Touristen heranzuschleichen und diese dann anzuspringen (ich war nicht selber betroffen und konnte ein bisschen drüber lachen). Urlaub in dieser Region ist entweder sehr entspannend (am See liegen oder Segeln, rudern, whatever und es gibt irgendwo auch heiße Quellen) oder sehr adrenalinhaltig, wenn man auf Bungy jumping und Wildwasser Rafting steht. Im See schwimmen würde ich spontan nicht empfehlen, da das Wasser doch sehr kalt ist (Selbstversuch: 5 min, d.h. wahrscheinlich 1 min für nicht Juni-Ostsee-trainierte Personen). Der See entstand beim einem der wahrscheinlich größten Vulkanausbrüche der südlichen Hemisphäre und hat den ganzen Berg gleich mit eliminiert. Von Taupo aus gings dann weiter nach Wellington. Die Stadt hat etwa 200.000 Einwohner, ist also doppelt so gross wie Jena, und somit logischerweise Hauptstadt von Neuseeland. Auckland ist ja schon "Hauptstadt von Polynesien" und mit etwa 1,4 Mio Einwohner völlig ungeeignet... Ja, Wellington lässt Heimatgefühle aufkommen. Nach 1 Tag findet ich mich schon ohne Probleme in der Stadt zurecht und habe alles Sehenswerte gesehen (mit dem Cable Car aufn Berg, ne Runde durch den Botanischen Garten, den Hafen lang und alle älteren Gebäude, die der Reiseführer empfohlen hat) bis auf das Nationalmuseum Te Papa (das wäre die Schlechtwettervariante gewesen). So, das wars. grüße moepern
wat nen Wochenende Zu der Mail brauche ich eigentlich nicht mehr sehr viel sagen. Okay, 3-5 Anmerkungen sind mir dann doch noch eingefallen. Date: Wed 29th Nov 2006 23:24:07 Subject: wat nen Wochenende Moin, wie gehts? Hier ist langsam wieder alles beim alten. Da letzte Woche hier U2-Konzert war, ist die Stadt völlig ausgetickt. Alles war nur noch U2 und eine der Deutschen, mit der ich zusammenwohne hat sich gleich 2 Autogramme geholt: "Da war ne riesige Schlange vor dem Hotel und als ehemaliges DDR-Mitglied hab ich mich natürlich sofort angestellt. 1,5h später kam Bono dann raus. Bono ist Gott. Ich will ein Kind von ihm..." (ich dachte eigentlich mit 34 ist man über sowas hinweg) Anmerkung heute: Jetzt bin ich selber 34 und kann es immer noch nicht verstehen. Ich hatte am selben Tag ne crazy "ich brauch neue Musik" Attacke, was dazu geführt hat, dass ich jetzt 20-30 neue CDs hab. Anmerkung: ja, so war das damals mit der Musik. Nein, man konnte sie auf keinen Fall irgendwo illegal runterladen... Der Musikladen hier verkauft auch Second Hand, d.h. man kriegt CDs ab 6 dollar (2 dollar = 1 euro). LPs sind da ab 1 dollar zu haben. (Das ist jetzt der Zeitpunkt für "die wollte ich schon immer, kannst du für mich...?") Auf jeden bin ich dann Samstag abend von paar Studis in meiner Arbeitsgruppe mit in den Studiclub "Shadows" hier geschleift worden. Es war ungefähr so viel los, wie in der Rose im Sommer (was wahrscheinlich daran liegt, dass hier grad Semesterferien sind und fast Sommer ist...) Sie denken jetzt übrigens, dass Deutsche tatsächlich Humor haben können... :) (wenn man Babywitze unter Humor zählt, und ich kann halt auch über jeden Blödsinn lachen...) Das wird sich wohl auch nicht mehr ändern. Auf jeden Fall hab ich mich hinterher noch mit den üblichen Verdächtigen getroffen, nur das wir diesmal noch 2 Saudis dabeihatten. War ganz praktisch, sie haben für den ganzen Alk bezahlt... Allerdings kamen wir wegen ihnen nach 3 Uhr nicht mehr an den "leicht" rassistischen Türstehern in Auckland vorbei. Unglücklicherweise kam Polizei vorbei und C. ist erstmal hin, um sie zu fragen, ob sie uns mit diesem Problem helfen können. Sie haben ihn ans Konsulat verwiesen. Leider konnte sich C. nach dieser Abfuhr nicht verkneifen, zu sagen, dass das Polizeiauto nicht verkehrsgemäß an der Ampel gehalten hat. Naja, man sollte halt einen leicht angepissten Polizisten nicht ärgern, also wurde er festgenommen für "Disorderly behaviour" (oder wie C. es ausgedrückt hat "for being a pain in the ass"). Ich hab dann angefangen mit dem Polizisten zu diskutieren, aber nach mehr als 2L Bier ist das nicht so ne gute Idee, deswegen hat mich R. dann auch vorsichtig weggezogen, bevor mich dasselbe Schicksal ereilt hätte. Das Ende vom Lied ist, dass C. gestern zum Gericht musste, seine gestellte Anwältin erstmal kräftig ueber die Story gelacht hat. Die Polizei hatte sich auch nen netten Grund ausgedacht... Er kommt aber ohne Eintrag und wahrscheinlich mit ein paar Sozialstunden davon. Da das ganze wirklich sonst kein Nachspiel hatte und er Holländer ist, kann ich ja jetzt sagen: Immer diese kriminellen Ausländer! Schlimm. Das war aber nicht der erste Fall von offensichtlichem Rassismus hier, den ich miterlebe. Einer der beiden Simbabwer, die hier mit wohnen wurde neulich festgenommen, als er nach der Arbeit abends noch draußen eine geraucht hat. Er wurde erst des Trinkens in der Öffentlichkeit beschuldigt (ist hier verboten), aber das tat er ganz offensichtlich - im Gegensatz zu der Gruppe weißer Jugendlicher auf der anderen Strassenseite - nicht. Leider hatte er seinen Pass nicht bei sich, so dass sie ihn nach Hause eskortiert haben. Er macht übrigens auch Musik, ich hab mal nen Lied von ihm angehängt.Finde ich leider nicht mehr, war irgendwas Rap. Falls jemand von euch nen Plattenproduzenten kennt ^^ Übrigens wurde ich die Woche schon 2mal von meinem Chef hier gefragt, ob ich meinen Aufenthalt hier nicht verlängern möchte... ;) Gute Idee, dachte ich (aber nicht im Labor), also bin ich bei Qantas vorbeigeschneit und hab mein Rückflugdatum um 3 Wochen nach hinten verschoben, so dass ich jetzt erst Mitte Februar wieder in Jena sein werde. Sorry I., du musst den Seminarplan doch ändern. Bis denne moepern
West Auckland - Living on the edge Ich habe das Glück eines deutschen Arbeitskollegen, dem ein Auto zur Verfügung steht und der mich für einen Tagesausflug am Wochenende nach West Auckland einlädt.
Search the Kiwi Wenn man in NZ einen Kiwi sehen will, geht man einfach raus. Da laufen sie rum. Nein, Scherz, ganz so simpel ist es nicht. Da die guten Vögel nachtaktiv sind, hätte ich zB auf Tiritiri Matangi übernachten müssen, um mit Glück dort einen zu sehen. Oder man macht es sich wie ich sehr einfach und geht in den Zoo. Dort gibt es auch das Tuatara, was ich aber nicht fotografiert habe. Stattdessen jede Menge Tiere, die den wirklich sehr warmen Tag nutzen, um mal zu entspannen. Eine Raubtier -äh-, Kea-Fütterung durfte ich auch miterleben. (Ohne Mist, diese Papageien sind echt extrem intelligent. Die treiben auch schon mal ein Schaf in den Abgrund und fressen es dann. Aber sonst klappt die Zusammenarbeit zwischen ihnen nicht so gut, es sind eher egoistische Vögel.) Zur Abwechslung gab es Nüsse und keine Scheibenwischergummis, Schnürsenkel oder was auch immer sie gerade aus deinem Rucksack geklaut haben. Dazu später mehr, wenn ich mehr in NZ rumkomme. (Fühlte mich leicht an "vom Hausmeistern abgeleckt" erinnert - "vom Kea angeschnabelt").
mission bay and long bay Am Wochenende und unter der Woche nach der Arbeit, wenn der Auskaterungszustand bzw das Wetter und diverse sportliche Aktivitäten es zulassen, schaue ich mir gern Auckland und seine Umgebung an. Einen Ausflug habe ich mit dem Fahrrad zur mission bay gemacht (Foto 1). Dorthin fahren jugendliche Kiwis um am Strand abzuhängen und ältere reichere haben dort ein Domizil. Da ich unterwegs einen typischen radfahrende-moepern-vs-Radfahrer-ungewohnter-Kiwi öffnet furchtlos Autotür-Inzident hatte, kam ich nicht direkt in bester Stimmung an, langweilte mich ein bisschen und fuhr dann wieder nach Hause. Anmerkung: In NZ hatten sie damals noch ein bisschen Nachholbedarf im monetär von Menschen, die Autofahren lernen wollen, zu profitieren. Das heißt es gibt eine Theorieprüfung und dann lernt man Autofahren von willigen Familienmitgliedern, d.h. Neuerungen in der Straßenverkehrsordnung setzen sich relativ langsam durch und Achtsamkeit gegenüber Fahrradfahrenden wird gern als sowieso überflüssig betrachtet. Sind ja selber schuld, wenn sie nicht Auto fahren. Eventuell ist es mittlerweile etwas besser geworden. Einen weiteren Ausflug machte ich mit einer der Hausmitbewohnerinnen, der Berlinerin. Sie wollte demnächst NZ auf eigene Faust erkunden, hatte sich dafür ein Auto gekauft und wollte sich ein bisschen daran gewöhnen. Mit ihr fuhr ich also zur long bay und weil ich ein Mensch bin, der in jedes Wasser mal reinspringt (na gut, fast jedes. Beim Gletschersee war ich nicht in Stimmung.), was ihr über den Weg läuft, nahm ich da mein erstes Bad im Pazifik...
Mt Eden Was echt doof ist, ist im Ausland krank werden., auch wenn man in einem Mehrpersonenhaus wohnt. Und trotz des Wetters (Spätfrühling/Frühsommer) oder vielleicht auch gerade deswegen, streckte mich die übliche fette Novembererkältung nieder. Als ich nach ein paar Tagen mein Bett nicht mehr sehen konnte, macht ich auf mein Fahrrad gestützt einen kleinen Ausflug zu einem der näheren Vulkane: Mt Eden. Was ich mir in meinem rotzverklebten Hirn vorher nicht so sehr überlegt hatte war, wie steil selbst so ein kleiner Vulkan sein kann und irgendwann musste ich absteigen und weiter schieben. Dafür war oben ein schöner Krater, nur leider für das Loswerden verfluchter Schmuckstücke gänzlich ungeeignet. Und zurück konnte ich mich bis fast vor die Haustür rollen lassen, das war schön. Und hinterher ging es mir auch schon wieder viel besser.
Birds, birds, birds Also, ich wollte ja noch was zum Thema "Bird Sanctuary" und Vögel ganz allgemein sagen. Neuseeland lag ja lange sehr abgeschottet von allem anderen im pazifischen Ozean und konnte hauptsächlich auf dem Wasser- und Luftweg erreicht werden und das nicht mal allzu einfach. D.h. dass sich keine kleinen Kamele an Treibholz festklammern und dort angespült werden konnten. Und natürlich auch keine Eierräuber und Vogeljäger. Viele der Vögel verloren dadurch im Laufe der Zeit ihre Fähigkeit zu fliegen und auch die, die es noch können, bevorzugen es, vor dir wegzulaufen. Als nun die Europäer anfingen, regelmäßig Neuseeland anzulaufen, brachten sie auch Katzen, Hunde und Vögel mit, sowie Pflanzen. Viele der Mitbringlinge richteten verheerende Schäden an, weswegen man jetzt sogenannte Sanctuaries anlegt, in denen man versucht den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen. Für einen Besuch auf Tiritiri Matangi gilt: vorher Schuhe putzen, damit man keine fremden Pflanzensamen einschleppt und mitgebrachtes Essen möglichst direkt vor der Anreise anfertigen und verpacken, damit sich so keine Mäuse und Ratten einschmuggeln. Für das Kakapo-Sanctuary an der Spitze der Südinsel gelten meines Wissens nach noch strengere Regeln. Zum Thema Kakapo möchte ich dem, was Douglas Adams und Mark Cawardine schon schrieben eigentlich nichts mehr hinzufügen, außer: es geht aufwärts! Yay! Die Kiwis, die sich auf der Insel herumtreiben habe ich leider weder gesehen und gehört, dafür durfte ein schwarzes Rotkehlchen (Bild 3 und 4) beim Baden beobachten (das hatte vielleicht Spaß :)). Andere Vögel, die ich auch sah und teilweise auch sogar fotografierte: Bellbird (Bild 2), Hihi (Bild 5, ja, der heißt wirklich so), Takahe (Bild 6), Pukeko (Bild 7) und Tui (Bild 8). Die zwei letzteren laufen bzw fliegen aber auch auf dem "Festland" herum und sind eher von der gewitzteren Sorte. Der Tui kann jede Menge Geräusche nachmachen und hat schon Menschen in den Wahnsinn getrieben, die auf seine nachgemachtes Telefonklingeln hereinfielen. (Außerdem heißt so auch eine Biersorte in NZ). Der Takahe ist noch so ein Sorgenkind mit relativ geringem Bestand. Es gibt noch weitere Kolonien in anderen Bereichen Neuseelands, allerdings besteht da das Problem, dass die Vögel von dort einen anderen "Dialekt" sprechen, wie ich im Besucherzentrum lernte. Das heißt: Kreuzungen um Inzucht zu vermeiden sind zwar möglich, aber der eingeführte Vogel wird von den anderen ausgegrenzt, weil er sich nicht richtig mit ihnen unterhalten kann. Ob die Vogelkinder dann mehrsprachig aufwachsen, ist nicht überliefert. Insgesamt ist es ganz schön zu sehen, dass sich da jemand Mühe gibt, Arten zu erhalten und für Vogelliebhaber gibt es auch noch die Möglichkeit mehr als nur einen halben Tag auf der Insel zu verbringen.
Tiritiri Matangi Tiritiri Matangi ist eine kleine Insel im Hauraki Gulf, also etwas nördlich von Auckland und mit der Fähre auch nicht so schwer zu erreichen. Auf den Tipp eines Arbeitskollegen hin wollte ich mir sie mal genauer anschauen, denn sie ist zu einem sogenannten "Bird Sanctuary" ausgebaut worden. Zu den Vögeln muss ich dann gleich nochmal einen extra Post machen, denn leider gibt es hier eine Fotoanzahlbegrenzung. Als ich also zum Fähranleger radelte, überschüttete mich der Himmel über Auckland vorfreudig mit Wasser, wie er es gerne tut. Ich dachte noch, dass ich mir ja super Wetter für den Ausflug ausgesucht hätte, aber ich hatte nun schon auf der Arbeitsstelle gesagt, dass ich heute nicht da sei. Und dann wollte ich es halt einfach drauf ankommen lassen, immerhin hatte ich wetterfeste Kleidung an. Und als wir den Hafen verließen, wurde das Wetter auch schon besser (Bild 3), blieb allerdings den ganzen Tag eher trüb, bis auf einmal kurz nachmittags (Bild 8 und 9). Die Fähre macht dann übrigens morgens die Tour hin und am Nachmittag geht es wieder zurück. Der Anleger auf der Insel ist dann auf der Karte unten links und von dort aus wurden wir alle per Führung zum Besucherzentrum (unten rechts) geleitet und unterwegs erhielten wir dann gleich alle wichtigen Informationen zur Flora und vor allem zur Fauna der Insel. Die Wege sind sehr besucherfreundlich gut ausgebaut. Das Besucherzentrum liegt meiner Meinung nach am höchsten Punkt der Insel. Von dort aus führen verschiedene Wanderwege über die Insel und ich habe dann auch die meisten Punkte abgelaufen (Fishermans Bay, Pohutukawa Cove etc.) Zurück führte der Weg dann ein Stück über den Strand, wo Blue Penguins brüten. Man konnte in die Gelege von oben reinschauen, den für neugierige Menschen war dort eine KLappe angebracht (und eine Plexiglasplatte zum Schutz der Vögel vor ZU neugierigen Menschen). Fotos habe ich da keine gemacht, weil ich fand die Pinguine schon genug gestört zu haben. Dann war die Zeit auf der Insel auch schon wieder vorbei und die Fähre trat die Rückfahrt an.
Auckland Nightlife Und hier ist die zweite Oktobermail, die ich noch finden konnte. Nicht enthalten im Bericht sind u.a. Tequila Body Shots, nicht mehr in den Club reingelassen werden, weil der Türsteher findet, dass man zu betrunken ist und andere lustige Dinge - manche Sachen kann man halt einfach nicht in eine Rundmail an Verwandte und Freunde schreiben. Auch nicht erwähnt habe ich aus irgendeinem mir unerfindlichen Grund, dass wir am Ende mancher Abende manchmal im Hysteria (ich bin relativ sicher, dass der so hieß) gelandet sind, dem Metalclub, in meiner Erinnerung ist er in der Etage über dem Rockshop (Bild 3), also mehr oder weniger in der Nähe meiner Wohngelegenheit. Unterwegs war ich aus meistens mit den Leuten von da, wo ich wohnte, d.h. mit einer lustigen Truppe aus Niederländern, Belgiern, Iren, Briten, Deutschen, Südafrikanern und Kiwis, wie die Einheimischen liebevoll genannt werden. Anyway, ich schrieb jedenfalls folgende Mail (leicht verändert): ----------------------------------------------------------------------- Subject: Auckland Nightlife Date: Wed 25 Oct 2006 um 00:14:45 Hey, hier ist mal wieder Post aus der Zukunft. Mir gehts immer noch gut. Hab mich inzwischen mit Auckland angefreundet, obwohl es hier ständig im unpassenden Moment regnet. Dafür kann man hier abends mehr erleben als in der ollen Heimatstadt, aber das ist ja auch kein Wunder... Gewöhnlicherweise startet der Kiwi das Wochenende Freitag abend mit einem Besäufnis in einem der unzähligen Pubs hier. Das sieht dann so aus, dass sich die Mädels extrem auftakeln und sich dann in besoffenen Zustand an alles, was noch gehen kann (nicht viele) ranschmeißen, während die Jungs das mit dem Auftakeln weglassen. Ab 1 am stolpert man regelmäßig über in der Gosse liegende Leute, während irgendwo nen Gitarrespieler vor sich hindaddelt, nen paar extrem besoffene Mädels dazu tanzen, während eine Horde von Jungs drum herum sitzt und auf die Stripteaseeinlage wartet. Anmerkung: Die allerdings nie kommt. Generell wird in vielen Pubs Livemusik gespielt, d.h. irgendeine Coverband spielt von den 80ern bis heute ein Best of, wobei die 80er relativ beliebt sind und man "Down under" von Men At Work mindestens 3mal pro Abend zu hören bekommt... Irgendwo im Hinterzimmer ist dann meistens Karaoke, aber sagen wir es ist aufgrund des Publikums teilweise eine nicht so tolle Erfahrung und ich würde mich da im Nachhinein, wenn ich könnte, eher fernhalten. Ebenfalls anstrengend in Pubs sind Menschen, die sich nicht an persönliche Grenzen halten und partout nicht verstehen wollen, warum man sich NICHT von allen Seiten betatschen und begutachten lassen will... Der Vorteil der hiesigen Pubs: Vor 2 Jahren wurde Rauchen in öffentlichen Gebäuden verboten, d.h. jetzt stehen alle Raucher davor. Das bedeutet u.a., man muss beim tanzen nicht aufpassen, dass man von irgendeinem besoffenen Raucher angekokelt wird. Der Nachteil der hiesigen Pubs: Es gibt kein ordentliches Bier, d.h. die Auswahl besteht meist aus einheimischen Bieren *würg*, Heineken ("Nobody drinks Heineken.") und Guiness bzw Kilkenny, aber nur in den Irish Pubs. Die einzigen 2 Mal, die ich hier vor fünf Uhr morgens nach Hause gekommen bin, waren die, als ich von nem schwulen Kumpel in den Gay Club, der passenderweise "Family" heißt, mitgeschleift wurde. Nachdem die Drag Show (ich werde Britney und Christina nie wieder so sehen wie vorher) vorbei war, wurde es für mich dort schnell langweilig und ich fühlte mich da auch insgesamt irgendwie fehl am Platz. Außerdem sind besoffene Schwule anscheinend extrem geschickt darin, ihre Drinks über andere Leute zu verteilen... Der Samstag geht meist dafür drauf, den Kater vom Abend vorher auszukurieren und die Leuten, die kleine Erinnerungslücken haben zu ärgern. :) Ciao, moepern
One Tree Hill Domain Also known as Maungakiekie. Wie ich schon erwähnte, ist Auckland vulkanbedingt ziemlich hügelig. Viele dieser Vulkane sind aus Gründen eher spärlich bebaut und dienen so der Stadt als Parks. One Tree Hill Domain (wie sich dieser Name ergeben hat, habe ich vergessen) ist einer dieser Parks und erfüllt auch gleich ein typisches NZ-Klischee: Schafe (ok, ja, auch Kühe, aber die hab ich nicht abgelichtet um keine Weltbilder zu zerstören). Obwohl ich sagen muss, dass als ich dort war, sich die Schafquote pro Einwohner schon auf 10 reduziert hatte, weil man mit Wolle auf dem Weltmarkt nicht mehr soviel reißen kann und die Regierung dementsprechend Subventionen gekappt hatte. Mittlerweile werden eher Rinder oder Hirsche gehalten. Die Hirsche hauptsächlich wegen des Geweihs, da der Bast daran irgendwie als Potenzmittel gilt und sich gut nach Japan verkaufen lässt. Bzw holen sich die Japaner das auch selber ab, weil NZ bei ihnen ein beliebtes Flitterwochenziel ist. Und merkte ich schon an, dass der Film der letzte Samurai auch nicht direkt in Japan gedreht - aber egal. Was man den Bildern auch nicht ansieht, ist, dass es einer der höheren Vulkane von Auckland ist und man ne Weile braucht um da hochzukommen. Dafür hat man oben einen tollen Obelisken (warum, weiß ich auch nicht mehr), eine super Aussicht auf "Downtown Auckland" und den Rest von Auckland eigentlich auch. Außerdem kann man bewundern, was Menschen mit viel Zeit und Lavasteinen auf grünen Wiesen so fabrizieren, quasi eine Art Gästebuch... Im vorvorletzten Bild ist auch dargestellt, dass man da nicht wie ich hochlatschen muss, sondern sich auch einfach bequem ins Auto setzen und fast bis ganz hochfahren kann. Das ist super praktisch, weil man dann auch gleich den ganzen BBQ-Kram mit einpacken und den Ausflug mit einem Picknick verbinden kann, was auch wirklich viele größere Gruppen da gemacht haben. Die haben sich aber eher auch in den entsprechenden Bereichen am Fuße des Vulkans ausgebreitet. Überhaupt BBQ - aber zum Glück braucht man ja in NZ keine Shrimps drauflegen. Überhaupt Essen - ich sag nur fish n chips. Und wenn kein Fisch da ist, frittiert man halt einfach anderes Meeresgetier in Teig. Ansonsten gibt es relativ viel temporär oder permanent dort lebende Menschen mit südostasiatischem oder indischem oder chinesischem Hintergrund, d.h. es gibt einfach überall sehr leckeres Essen.
Am anderen Ende der Welt ist jetzt Frühling Was an Auckland sehr toll ist, sind die Parks. Und weil gerade Frühling ist, sind sie noch toller. Einmal haben wir normale mitteleuropäische Vegetation, weil relativ viel eingeschleppt wurde und auf der anderen Seite die riesigen Bäume und Farne. Es gibt Grün-, Silber und Schwarzfarne und das lässt sich recht leicht an der Unterseite der "Blätter" (die dann eben grün, silber oder schwarz sind) feststellen, zu welcher Sorte der dann gehört. Eigentlich fast gegenüber meiner Arbeitsstelle befindet sich Auckland Domain. Dieser Park ist sehr beliebt. Am Donnerstag ist hier freies Spiel für Freunde der geworfenen Scheibe (Ultimate Frisbee) - so das Wetter es zulässt - und da werde ich auch durch einen Arbeitskollegen damit angefixt. Am Wochenende wird hier hauptsächlich von Menschen mit indischem Ursprung Cricket gespielt, und das mit ziemlicher Ausdauer. Am Rand fährt sogar eine Eisenbahn oder Straßenbahn? - Egal, auf jeden Fall legt sie ein Tempo vor, dass man selbst mit gemütlichem Joggen leicht hält bzw überholt. Dafür sehen die teilweise recht zugewucherten Strecken sehr schön aus. Ja, Straßenbahn gibt es hier eigentlich nicht wirklich. Irgendwann, Mitte des letzten Jahrhunderts dachte ein kluger Kopf: hey, Straßenbahn (oder Ubahn, halt Öffis auf Schienen), das wärs für Auckland. Und alle so: auf keinen Fall! (Was das kostet!!!) Mittlerweile bereut man das ziemlich, denn die Stadt ist weiter gewachsen, immerhin leben jetzt (2006) 25% der 5 Millionen Neuseeländerinnen und Neuseeländer hier. Anmerkung: jetzt, also 2016 ist diese Zahl auf ein Drittel angestiegen. Und in typischer neuseeländischer Manier baute man dann halt außen an und nicht nach oben. Man hat ja Platz. Nun wollen die Außenbezirke auch eine Verkehrsanbindung. Das wird alles per Auto bewältigt, d.h. die Zufahrten werden ständig ausgebaut und das Stadtautobahnsystem sieht deswegen so aus, als hätte man zufällig über einer Landkarte einen Teller Spaghetti verschüttet (inklusive des 3D-Effekts...). Die Stadt selbst ist aufgrund ihrer Größe recht zersplittert, d.h. in den einzelnen Vierteln ist man ziemlich unter sich. Auckland ist ja bekanntermaßen die größte Stadt Neuseelands und wie das am anderen Ende der Welt halt so ist, kann man so auf keinen Fall Hauptstadt sein, deswegen ist das Wellington - mit etwa 200.000 ungefähr doppelte Kleinstadt und so fühlt es sich auch dort an. Aber dazu später. In Auckland, was eher so als heimliche Hauptstadt Polynesiens gesehen wird, drehen sich die Räder auch etwas schneller als im Rest vom Land, dessen "laid back"-Lage auch jegliches Lebensgefühl bestimmt. Ein sehr schönes Lebensgefühl, selbst im leicht beschleunigten Auckland und noch schöner, weil Frühling ist.
The Science Some History of the Isle World Leider ist der Text der Email "The Science of the Isle World" im Nirvana der Geschichte untergegangen, aber ich bin mir recht sicher, dass ich über meine Praktikumsstelle geschrieben habe. Das Gebäude von außen sowie den Eingang kann man auf Bild 1 und 2 betrachten. Innen war das Gebäude genauso 70er-80er Jahre, wie man sich das eventuell schon von außen vorstellt. Die Labore befinden (oder befanden, das hat sich möglicherweise in den letzten 10 Jahren geändert) sich im Kern und außen waren die Büros (mit Fenster!) Ansonsten war ich wohl damals ziemlich beeindruckt von der Größe der Zebrafisch-Facility, die im Vergleich halt dann doch mehr Möglichkeiten bot. Mehr möchte ich eigentlich dazu auch gar nicht groß schreiben. Aber nun zu einem anderen Thema: meine Praktikumsstelle war in der Nähe des "Auckland Museum", weshalb ich dann doch irgendwann mal neugierig hineinging um mehr über dieses Land, in dem ich da gelandet war herauszufinden. Über die eigentlichen "Ureinwohner", die wohl den Maoris zum Opfer und teilweise auf den Teller fielen (ja, Kannibalismus), habe ich da nicht viel gefunden, aber dafür viel Interessantes zu den Maori, den sozusagen "zweiten" Ureinwohnern. Tatsächlich kamen die Polynesier, zu denen die Maori gehören in mehreren Wellen per Schiff (Bild 3), was vielleicht auch erklärt, warum sich die einzelnen Stämme recht erbittert bekämpften. Das nutzten z.B die Briten aus, die den Maori Schusswaffen verkauften. Die Dörfer waren richtiggehend befestigte Wehranlagen (Bild 4). Aus europäischer Sicht wurde Neuseeland vom niederländischen Seefahrer Abel Tasman entdeckt (deswegen New Zealand, wegen der Provinz Zeeland in den Niederlanden). Was mir beim Gang durch das Museum auffiel, war, dass die Maori alle Gegenstände recht kunstvoll verzierten und eine Menge Schmuck und ritueller Gegenstände vorhanden waren, die allerdings alle hauptsächlich aus Holz oder Jade bestanden. Sie hatten nicht gelernt Metall zu gewinnen und zu bearbeiten und das stach besonders heraus, weil in den Räumen auch gerade temporär eine Wikingerausstellung war und ich mich fragte, ob sie den Europäern mit dieser Fähigkeit nicht mehr Paroli hätten bieten können. Wahrscheinlich deren Waffen schon, aber deren Infektionskrankheiten trotzdem genauso wenig wie andere. Von der Wikingerausstellung sind übrigens die letzten 2 Bilder, die ich als Pratchett-Fan einfach machen musste, weil Thud und Graue Horde (der Berserker beißt in sein Schild...).
Auckland I Innerhalb der ersten Woche lebte ich mich recht gut ein. Der Übergang Abgabe Diplomarbeit-Flug-Sa ankommen und Montag direkt mit dem Praktikum anfangen war zwar recht abrupt, aber im Prinzip würde ich einfach weiter mit Zebrafischen arbeiten. Und da sollte nicht soviel neues auf mich zukommen, da die Methoden ja im Grunde genommen überall gleich sind, nur halt an die Voraussetzungen des jeweiligen Labors angepasst. Ein Fahrrad habe ich mir auch recht schnell beschafft, weil mir der Tipp des Laborkollegen aus praktischen Gründen überall in Flipflops hinzulaufen nicht so recht zusagte. Auckland verfügte zu diesem Zeitpunkt nicht über eine der Rede werte Kanalisation. Das heißt bei den häufigen Schauern sammelte sich schnell viel Wasser auf der Straße und nahm dann den direkten Weg durch deine Schuhe hügelabwärts (bei Flipflops dann eben schnell rein - schnell raus). Komischerweise gewöhnte ich mich rasend schnell an den Linksverkehr und hab mir diverse Ecken der Stadt angeschaut, nachdem ich mir von oben erstmal einen Überblick verschafft hatte. ------------------------------------------------------------------- Subject: Auckland I Date:Tue, 03 Oct 2006 04:46:03 So Leutz, mir gehts mittlerweile ganz gut hier, denn seit dem Wochenende bin ich nicht mehr saxophonlos und hab die Zweifler unter den Mitbewohnern zu meinen Fans rekrutiert :D Danke, M. Folgendes Zitat widme ich dir: "Nach einem Jahr kann man schon so gut spielen?" Um mal nen Überblick über die tolle Stadt, in der ich jetzt wohne, zu bekommen, hab ich am Wochenende das höchste Gebäude hier erklommen: den Sky Tower. Leider ist der oben rundum verglast,so dass man nur Fotos durchs Fenster machen kann, es sei denn, man steht auf Bungeespringen...(in der Stunde, die ich da verbracht habe, waren mindestens 5-6 Leute so verrückt). Man kann sich auch ein bisschen Nervenkitzel gönnen, indem man sich auf die im Fußboden eingelassenen Plexiglasplatten stellt und den Ausblick nach unten genießt. In Auckland gibt es mehr oder weniger nur 2 Häusertypen: Hochhäuser im Stadtkern (Amerika- und Asien-Style) und Einfamilienhäuser in den Vororten, mit Veranda vorn für den obligatorischen Schaukelstuhl bzw. ein Sofa. Die Stadt selbst ist eher uneben, da sich hier relativ viele (inaktive, hoffentlich) Vulkane befinden. Fortsetzung folgt... moepern ------------------------------------------------------------------- Auf den Fotos sieht man 1. den Skytower, der abendlich bunt angestrahlt wird, passend zur Jahreszeit oder zu irgendwelchen Feiertagen. 2-10. einen Rundumblick von oben bzw einen Blick durch die Plexiglasscheibe nach unten u.a. auf die Auckland vorgelagerten Inseln und die ziemlich prominenten Vulkane, die das Stadtbild prägen, auf Bild 5 z.B. Mt Eden.