Rot, Gelb und ein bisschen Blau dazu noch viel Rot, sehr viel Rot. Ich male eine Frau und ihr Fleisch. Ich bin allein, allein in meiner Kammer. Nur ein kleines vergittertes Fenster mit einem Fensterbrett aus Carraramarmor lässt den abwendenden Bilck ins Freie gelangen. Dunkelrot wie der Wein den ich trinke um zu leben, ist die angemischte Farbe, manchmal schön, manchmal ekelhaft. Fleisch. Wie gern würde ich ein mal wieder Fleisch, medium, durchgebraten, essen und trinken. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg. Der Terpentingeruch vermischt sich allmählich mit dem Geruch der Sprühfarbe und des Rauches, der schwebend auf dem Bild und im Raum liegt. Mir hämmert in der modernen jetzigen Zeit das Geräusch einer Schreibmaschiene im Kopf und ich sehne mich dannach. Es ist ein täglicher Kampf für mich, dem modernen Proletariat zu entrinnen, die angestrebte Weisheit zu finden und zu leben. Doch die Selbstlüge entpuppt sich als Schlange und manchmal als hilfloser Hund der den braven Wegbegleiter miemt. Je leerer die Flasche Wein, desto voller bin ich. Wir haben das bedürfnis zu entfliehen, der Normalität zu trotzen und dennoch werden die meisten von uns aufgehalten und bleiben für immer Gefangene. Sie sind ihre eigenen Sklaven. Meine beigefarbene Hose trieft voller Fett, dennoch trage ich sie. Die letzte Tättoowierung im betrunkenen Zustand musste jeden Tag eingefettet werden. Ich male eine Frau, nicht nur irgendeine Frau, meine Frau. Ihre Brust gelingt mir am besten, da ich sie beim malen fühlen kann und das vorher Erlebte mir es einfach macht. Meine Frau kommt und wir reden schmal mit liebe suchenden Blicken. Sie ist da, die Liebe, doch zeigt Sie sich nicht, nicht auf die schnelle. Denn die Liebe oh ja, dass wissen wir, Sie ist nicht die schnellste. Es ist unser gemeinsames Kind, dass uns zusammenhält. Die Neutrale zwischen Hass und Liebe, zwischen Gewalt und Frieden. Man denkt oft an solche Sachen, wenn man Schöpfer spielt. Ich frage mich wann wir wieder alle zu dritt im Bett die Träume jagen, ja wann nur vermag das Dornrösschen aus dem Sofaschlaf erwecken. Werde ich Sie wachküssen? Nein, dazu muss ich noch mehr kitschige Bildnisse weben. Jetzt ist sie da und keines ihrer vielen Worte mächtig. Ich gehe schlafen ins Bett und zu meinem großen Glück sind wir jetzt zu dritt im Betttuch die gewickelt werden. Danke Sohn, ich danke dir!















