In Göttingen hat heute Nachmittag ein bemerkenswerter Einsatz der Polizei statt gefunden. Am Wohnprojekt Rote Straße übersprühten gepanzerte BFE-Einheiten Plakate, die eine Aufhebung des PKK-Verbots fordern.
Koordiniert ging man ans Werk, die Plakate wurden fachmännisch in Wasser getränkt und dann versucht ab zu kratzen. Die „geschulten Beamten der Göttinger Bereitschaftspolizeit“ (PM der Polizei Göttingen) scheiterten am zähen Widerstand des Kleisters. Etwas entmutigt griff man zu jugendlicheren Methoden, um der Schwerstkriminalität in Göttingens Innenstadt Einhalt zu gebieten: zur verhassten Sprühdose. Mit gelber Lackfarbe wurden die Plakate gecrossed. Dumm nur, dass die Farbe auf den aufgeweichten Plakten nicht hält. Das muss eindeutig geübt werden.
Aber im Ernst: Die Polizei ist sich nicht zu schade einen Großeinsatz gegen Plakate zu starten, die unserer Interpretation nach auf den effektiven Widerstand gegen den IS hinweisen. Während gleichzeitig in Deutschland im Wochentakt Asylsuchendenunterkünfte abgefackelt werden. Die Prioritäten sind klar. Das ist schlimm. Es muss aber nicht verwundern, dass die deutsche Polizei auch nur den Hauch von handlungsfähigem Antikapitalismus als größere Bedrohung einstuft, als den rassistischen, deutschen Mob.
https://linksunten.indymedia.org/de/node/152426
Ohne Worte










