Happy New Year 2015

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Happy New Year 2015
Statement: In Jena geht´s bergab.
Letztes Wochenende war ich mal wieder in Jena.
Eigentlich war alles wie immer. Das Wetter, die Leute, die Stimmung im Para – schön.
Bis auf den Moment, als ich auf ein paar gar nicht so nette Nationalsozialisten traf. Man sah es ihnen auf den ersten Blick gar nicht an. Aber auf einmal pöbelten diese netten Mitbürger mich aus heiterem Himmel an.
Worte wie „Scheiß Zecke“, „Drecks-Punk“ usw. flogen mir entgegen.
Gut, ich bin ein wenig bunt, aber das ist meine Sache. Ich bin halt ich!
Sie wollten mir einfach mal so die Nase brechen, da hatte ich natürlich was dagegen. Und nur weil ich gegen Rassismus bin wurden Worte wie "Deutschland den Deutschen" ausgekotzt.
Ich war einfach enttäuscht, was aus meinem Jena geworden ist. Der eine schubste seine Freundin weg, die sich vermittelnd zwischen uns stellen wollte.
In mir kocht immer noch eine Wut, in der ich mich frage, was in den letzten drei Monaten passiert ist. Letztes Jahr waren die Straßen um die Goethe Galerie noch Nazifrei.
Soll das so weitergehen? Wollen wir das wirklich zulassen, dass es soweit kommt und Jena als ausländerfeindliche Stadt verschrien ist?
Frau Merkel, die unserem Freistaat einen Besuch abgestattet hat, sei mitgegeben: „in diesem Land ist Ausländerfeindlichkeit kein Randthema!“
Es wäre daher wichtig, dass wir in den Winterferien uns mit dem Thema „Möchtegern-Nazis“ in Jena beschäftigen und den Anfängen wieder einmal wehren, bevor diese Menschen weiter gegen Menschen mit ausländischen Wurzeln hetzen.
Der Rassismus in dieser Welt ist mit dem Jenaer Beispiel nur skizziert. Doch wo soll dieser Hass gegen Menschen, die Anders sind noch hinführen?
Sagt es euren Freunden, diskutiert in eurem Umkreis, dass jeder erfahren soll, wir setzen Zeichen! Damit es nicht nur in Jena wieder bergauf geht. (ay)
09.02.2014 Foto: Anonymus
Anonymus (mehr Infos) Der Name ist der Redaktion bekannt. > Mail schreiben
Staudamm - Interviews zum Film
Nach der Vorpremiere am 24.01.2014 im Erfurter CineStar.
> Artikel zum Video
29.01.2014
Staudamm
Eine Vor-Filmpremiere.
Der Film Staudamm ist ein nachdenklich machender Film, der einen Amoklauf an einer fiktiven bayrischen Schule aufarbeitet. Das ECHO.MAG Team wurde von dem Thüringer Lehrerverband (TLV) eingeladen, diesen total emotionalen Film exklusiv als Vorab-Premiere im Erfurter CineStar an zu schauen. Als besonderes Highlight konnte das ECHO.MAG Team im Anschluss einige spannende Interviews mit dem Filmteam führen.
Die Interviews können hier als YouTube Video angeschaut werden. Doch zunächst zu unserer Filmbetrachtung.
Roman lernt Laura kennen, die den Amoklauf überlebte und bereitwillig Auskunft gibt. Mit ihr begibt er sich in das nunmehr verlassene Schulgebäude und erfährt, dass Laura gut mit dem Täter befreundet war und im Besitz dessen Tagebuches ist, welches Aufschluss über seine Motive geben könnte.
Am Anfang zeigt der Film in intensiven Nahaufnahmen den jungen Roman, gespielt von Friedrich Mücke, der zwischen Laptop und Playstation einfach so in den Tag hineinlebt. Die Handlung erschließt sich erst auf den zweiten Blick und wird gegen Ende richtig spannend.
Aus dem alltäglichen Einerlei von Prozessakten sowie deren Digitalisierung reist Roman im Auftrag seines Chefs Staatsanwalt Dr. Schadt, gespielt von Dominic Raacke, von München in ein Dorf nach Bayern. Beim Warten auf die Übergabe wichtiger Akten eines dort stattgefundenen Amoklaufes trifft er die Schülerin Laura, gespielt von Liv Lisa Fries.
Ein intensives Erlebnis
Roman und Laura kommen sich im Laufe des Films immer näher und Roman erfährt, dass Laura nicht nur den Täter gut gekannt hatte, sie war auch Zeugin des Amoklaufes. Laura zeigt Roman nicht nur das verlassene Haus des Amokläufers, sie streift auch mit ihm nachts durch die verlassene Schule und zeigt ihm den Ort, wo der Amoklauf sein Ende gefunden hatte. Ein in der trüben Winterlandschaft liegender Staudamm.
Am spannenden Ende gibt ein Tagebuch Aufschluss und ungewohnte Einblicke in die Motive des Amokläufers. Nach einer gelungenen Diskussion der gesamten Filmcrew im Kino konnten wir im Anschluss noch Interviews mit dem Autor, dem Produzenten und dem Hauptdarsteller machen.
Der Vergleich mit einer Atombombe in einem der Interviews, machte spürbar, welche emotional tiefen Spuren auch bei den Mitwirkenden der Film rund um das Thema Amoklauf hinterlassen hat.
Nachdenklich verließen wir am späten Abend das CineStar. Wir sind sehr zuversichtlich, dass eine Menge Schülerinnen und Schüler diesen eindrucksvollen Film anschauen und ebenfalls über dieses Thema nachdenken werden. (hs)
> zum Interview-Video
Allgemeine Informationen zum Film: Kinostart: 30. Januar 2014 > Webseite > Facebook-Seite zum Film > @ Twitter
29.01.2014
Hans Scholz (mehr Infos) Leiter AK-Medien > Mail schreiben
On the road again
Die meisten Leute denken, dass ein Berufskraftfahrer den ganzen Tag auf „dem Bock“ sitzt und Straßenstaub schluckt, das ist aber nur die halbe Wahrheit. Lok- oder LKW-Fahrer ist der Traum vieler kleiner Jungs und sogar einiger Mädchen!
Oft wird ihnen dieser Traum von Eltern, Freunden und Bekannten schnell wieder „ausgetrieben“. Viele möchten nicht, dass ihre Kinder irgendwo zwischen Hamburg und Istanbul ihr Leben auf der Straße verbringen. Termindruck, keine festen Arbeitszeiten und vor allem nicht wissen, wann man sich wieder sehen wird, begründen das schlechte Image dieser verantwortungsvollen und spannenden Arbeit. Aufgrund des schlechten Images werden immer weniger Berufskraftfahrer ausgebildet.
„Solange man Stahlträger und Lebensmittel nicht per E-Mail versenden kann, brauchen wir das Transportgewerbe“ hing schon bei meinem Vater auf dem Bock hinter der Windschutzscheibe.
Heute mehr denn je, handelt es sich also um eine Arbeit mit Zukunft. Darüber hinaus sind knapp ein Drittel der deutschen LKW-Fahrer über 50 und gehen innerhalb der nächsten 10 Jahre in Rente, aus diesen Gründen besteht aktuell ein großer Nachwuchsmangel. Die Verantwortung als Berufskraftfahrer kann man an dem täglichen Wahnsinn abmessen, den man im Kontakt mit PKW-Fahrern besonders an Steigungen erleben kann. Gewagte Überholmanöver und gefährliches Ausbremsen führen zwangsläufig zu einer Verringerung der Geschwindigkeit auf Autobahnen und Fernstraßen.
Zur vielfältigen Kompetenz eines Berufskraftfahrers gehört nicht nur das Fahren, sondern auch die Routenplanung in Absprache mit dem Chef bzw. der Disposition. Vor der Abfahrt gehört ebenso eine umfangreiche Kontrolle der Funktionen und Fahrtbereitschaft des Fahrzeuges sowie nötigenfalls kleinere Reparaturen, die ein Berufskraftfahrer selbst erledigen können sollte. Selbstredend ist die Ladungssicherung nach gesetzlichen Vorschriften ein weiterer wichtiger Bestandteil der Arbeit eines Berufskraftfahrers. Schließlich möchte man ja auch die komplette Ladung an den Bestimmungsort bringen – und nicht wie der Weihnachtsmann auf der A4 komplett verstreuen.
Der Verantwortung bewusst
Neben dem verantwortungsvollen und total abwechslungsreichen Transportgewerbe ist auch die Personenbeförderung in Bus, Bahn oder Taxi zu erwähnen. Eine spannende, wenn auch nervenaufreibende Variante in unserer Berufssparte. Besonders einsame Nachtfahrten oder Deeskalationen in Streitfällen fordern nicht nur auf der Straße volle Aufmerksamkeit. Psychologische Kompetenzen und pädagogisches Geschick sind besonders in der Schülerbeförderung heute mehr denn je gefragt.
Die Zeit, in der man nicht Zuhause ist, wenn man im Fernverkehr fährt, schreckt zwar viele zunächst ab, diesen spannenden Beruf zu wählen, aber bei näherer Betrachtung kommt man nicht nur in andere Länder, erlebt fremde Kulturen und lernt neue Menschen kennen und man wird auch noch dafür bezahlt.
Am schönsten finde ich persönlich Skandinavien im Winter. Ab und zu hat man dort auch mal das Glück, Fahrzeuge - sogenannte Erlkönige -, die noch nicht offiziell vorgestellt worden sind in ihrem „Tarnkostüm“ sehen zu dürfen.
Es ist und bleibt für mich ein absoluter Traumberuf! Falls dieser Artikel bei euch Interesse geweckt haben sollte, fragt doch einmal bei einer Speditionen in eurer Nähe nach, ob ihr mal einen oder zwei Tage in den Ferien mitfahren dürft. Die Wahl eurer Ausbildung hängt von sehr vielen Faktoren ab. Nicht alleine Schule, Freunde und Eltern entscheiden, auch deine Freude etwas Verantwortungsvolles und Ungewöhnliches zu tun sind wichtige Faktoren – und du allein entscheidest, ob die Straßen dieser Welt ein wenig sicherer werden. (kgz)
29.01.2014 Fotos: Karl Georg Zinn, Seggy
Karl Georg Zinn (mehr Infos) AK-Medien > Mail schreiben
Lebe ohne Hindernisse!
Und voller Überraschung schau ich auf eine ganz besondere Sportkarriere zurück. Eisenach, rund um den Thüringentag steppt der Bär. Auf einmal steht er da. Sitzt in einem Rollstuhl und wirft mir, gerade 5 oder 6 Jahre alt und noch weit entfernt Torwart des Jahres zu werden, seinen Ball zu. Völlig unvermittelt. Ich reagiere und passe den Ball mit einer flachen rechten wieder in Richtung des Werfers zurück.
Geschickt kontert der aus seinem wendigen Rolli und punktet mit einem Hechtwurf über die Schulter. Noch völlig verdutzt schiebt er mir einen leeren Rolli entgegen und schon lerne ich gleichzeitig das wendige Geschoss mit nur einer Hand zu lenken und mit der anderen den Ball geschickt über die unebene Fläche zu lotsen. Ein heißer Kampf entbrennt.
Dagegen sind manche Ligamannschaftsspiele der reine Sonntagsnachmittagsspaziergang. Mitten im Kampf kommt ein Tross gut gekleideter Schlipsträger und Trägerinnen. Einer von ihnen setzt sich spontan mit in den Rollstuhl und beginnt einen erbitterten Fight. Die Reifen quietschen, die Sicherheitsbügel schlagen Funken und eine Frau ruft „Dieter, dein Jackett“! Kameras klicken, das Fernsehen macht ein paar nette Bilder. Feierabend. Die, ohne körperliche Behinderung stehen aus ihren Rollis auf. Einer bleibt sitzen.
Sport verbindet
An diesem Tag habe ich einen neuen Freund gefunden. Wir haben noch eine Menge an diesen drei unvergesslichen Tagen mit einander und vor allem mit den Rollis unternommen. Gaffende Blicke und Mitleid wurden uns entgegengebracht. Gleichgültigkeit, als ich mit meinem Rolli mitten auf dem Markt in Eisenach beim Zeitungskiosk umfiel. Irritierte Blicke, als ich wieder aufstand, den Rolli richtete und über das holperige Pflaster davon fuhr.
Jetzt weiß ich, was es heißt „Willkommen im Freistaat Thüringen“, jetzt weiß ich was es heißt das Projekt „ILOH“ („Ich Lebe Ohne Hindernisse“ am evangelischen Schulzentrum Mühlhausen) willkommen in der ECHO.MAG zu heißen. (nsf)
29.01.2014 Fotos: Christoph Werz
Nino Schrumpf (mehr Infos) AK-Medien > Mail schreiben
KAT-Schutz
Ohne das ehrenamtliche Engagement könnte der Katastrophenschutz in Deutschland nicht effektiv arbeiten. Zu dem Verbund der Hilfsorganisationen gehören neben den Berufsfeuerwehren und freiwilligen Feuerwehren auch das Technische Hilfswerk (THW), die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), die Bereitschaften der Hilfsorganisationen, der Johanniter Unfall Hilfe, des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und des Malteser Hilfsdienstes sowie viele weitere. Menschen zu helfen, ist meiner Meinung nach eine der sinnvollsten, spannendsten und schönsten Freizeitbeschäftigungen überhaupt.
Neben sportlichen Aktivitäten und tollen Feiern, ist es die Zusammengehörigkeit, die in unserer immer komplexer werdenden Welt einem irgendwie Halt und Geborgenheit gibt. Was macht man eigentlich beim Katastrophenschutz? Wir helfen, wenn es „brenzlig“ wird. Wir sichern die Versorgung von PKW- und LKW-Fahrern mit Lebensmitteln bei langen Staus oder wir übernehmen die medizinische Versorgung vor Ort, die die Rettungsdienste bei umfangreichen Unfällen mit vielen Beteiligten alleine nicht abdecken können. Wir klettern in Gebirgen herum und unterstützten die Gebirgsrettung, die von Hubschraubern und Pistenraupen aus, gerade in Skigebieten im Winter ihre Einsätze fahren muss. Evakuierungen bei Bombendrohungen oder -entschärfungen übernehmen wir nicht selten. Sperren die betroffenen Gebiete weiträumig ab und unterstützen somit auch die örtlichen Sicherheitsorgane.
Im Hochwasser-Einsatz
Wer gleichzeitig Sport treiben und nebenbei noch einen Kochkurs besuchen möchte, der kommt am besten gleich zum Katastrophenschutz. Brandbekämpfung, die von der Feuerwehr durchgeführt wird, wird ebenso von uns unterstützt, wie das Befüllen von Sandsäcken bei Hochwasser.
2013 konnte ich persönlich an drei Hochwassereinsätzen teilnehmen. Dort erlebt man was Teamarbeit wirklich heißt. Jeden Tag neue Menschen, die uns mit Essen, Kaffee und trockner Kleidung geholfen haben unseren Dienst zu tun. Entlang der Saale und der Elbe konnten wir in zahlreichen wunderschönen Dörfern und Städten wichtige Gebäude und Straßen sichern. Damit konnte ich nicht nur meine Heimat wieder mal ein Stückchen mehr kennenlernen, ich durfte auch zahlreiche Menschen kennenlernen und neue Freundschaften schließen.
Zurück zum Hochwasser 2013, als erstes waren wir in Altenburg. Wir sind um 1 Uhr früh losgefahren, waren gegen 4.30 Uhr vor Ort und haben auf Aufgaben gewartet. Von der zuständigen Rettungsleitstelle kam der Befehl 400 Feldbetten abzuholen und in einer Mehrzweckhalle eine Notunterkunft zu errichten. Gegen 15.00 Uhr war diese Aufgabe erledigt. An Ausruhen oder gar in den Feldbetten zu schlafen, war nicht zu denken. Dabei habe ich mir pro Feldbett 3-4 mal die Finger eingeklemmt. Hat aber trotzdem Spaß gemacht – denn hier sollten ja die Menschen unterkommen, die gar nichts mehr hatten – kein Haus, kein Bett, nichts. Unfassbar. Dann ging es los mit dem eingangs schon beschriebenen Kochen. Es gab typisches Feldküchenessen. Eine deftige Erbsensuppe mit knackiger Bockwurst und frischen Brötchen (Frühstück und Mittag in einem – was die Dauer der Essenaufnahme auf das Wesentliche reduzierte) Im Anschluss haben wir dann das Essen für die Feuerwehrleute an den Einsatzorten ausgefahren.
Gegen 20 Uhr war auch diese Aufgabe beendet und wir konnten zu unserer Unterkunft zurückkehren. Und wieder wurde gekocht. Inzwischen waren einige Leute aus einem benachbarten Behindertenwohnheim in unsere Notunterkunft gekommen. Eine muntere Truppe, trotz des ganzen Stress konnten wir alle entsprechend versorgen und konnten nach fast 30 Stunden ohne Schlaf endlich unter die provisorisch aufgestellten Duschen. Luxus pur! Was dann folgte, war der Wahnsinn: Eine Stunde ausruhen! An Schlaf war nicht zu denken. Trotzdem tat das unseren müden Knochen gut.
Im Anschluss, es ging auf Mitternacht zu, war es mit unserer Ruhe wieder vorbei. Allein in Altenburg kämpften wir 4 Tage gegen die Wassermassen. Nach einer kurzen Ruhephase ging es weiter nach Magdeburg und Stendal. Hier wurden wir an vorderster „Front“ eingesetzt. Deiche sichern, Sandsäcke schleppen, Lastwagen, Traktoren und Bagger koordinieren und „Schiffe versenken“ - zur Sicherung der Deiche - haben so ihre Spuren hinterlassen.
Blasen an Händen und Füssen, keine trockene Kleidung mehr am Leib und mit knurrendem Magen, aber gemeinsam mit vielen Helfern, konnten wir den Menschen ihr Zuhause, ihre Heimat retten oder zumindest ein Stück davon sichern. Bis zum nächsten Hochwasser.
Bleibt mir schlussendlich noch zu bemerken, dass es leider viel zu wenig Jugendliche gibt, die Lust haben in ihrer Freizeit sich ähnlich spannenden Prozessen zu widmen und sich zu engagieren. Man muss es einmal so sehen, dass in einer großen Organisation wie dem THW nichts selbst besorgt werden muss. Was man für die professionelle Hilfe braucht, ist durch die Hilfsorganisationen vorhanden. Bis zu 4 Mal im Monat an Samstagvormittagen übt man gemeinsam oder fährt auf Einsätze. Bei einigen Verbänden kann man sich auch zu Auslandseinsätzen verpflichten.
Wer Spaß an der Arbeit mit Menschen hat und etwas Sinnvolles tun möchte, ist auf alle Fälle hier richtig. (kgz)
29.01.2014 Fotos: Karl Georg Zinn
Karl Georg Zinn (mehr Infos) AK-Medien > Mail schreiben
Der Rudi - der neue Nachhaltigkeitssong!
Der Rudi, oh Rudi Fährt niemals Fahrrad, er fährt PKW Mit breiten Reifen & Turboantrieb. Der Rudi, oh Rudi
Nimmt gern ein Vollbad mit Whirlpoolfunktion Schaut dabei Fernsehen, wen stört das denn schon? Der Rudi, oh Rudi
Er lebt nur im heute, das Morgen ist egal, das Leiden and‘rer Leute, für ihn doch keine Qual! Wenn du genau wie Rudi handelst, änder` was daran, die Zukunft liegt in uns‘rer Hand, komm` packen wir es an. Der Rudi, oh Rudi
In seinem Ofen brennt Plastik und Müll, im See bei Oma entsorgt er sein Öl. Der Rudi, oh Rudi
Schiebt sich zum Mittag nur schnell Pizza rein. Warum denn BIO? Das braucht doch kein Schwein! Der Rudi, oh Rudi
Er lebt nur im heute, das Morgen ist egal, das Leiden and‘rer Leute, für ihn doch keine Qual! Wenn du genau wie Rudi handelst, änder` was daran, die Zukunft liegt in uns‘rer Hand, komm` packen wir es an. Der Rudi, oh Rudi
29.01.2014 Video: Seggy
Mein unerwartetes Jahr
Als das alles anfing, dachte ich so bei mir: „Wieder einmal so eines von den üblichen Schulprojekten“. Wie sich herausstellte, war es richtig superspannend und hat mein Leben ganz schön verändert. Diesen Tag werde ich wohl nie mehr vergessen.
Als der schwarze VW-Bus von Doppel-U auf unseren verschneiten Schulhof fuhr, merkte ich, da kommt was ganz Besonderes auf uns zu. Zuerst rappte und rockte der super coole Doppel-U, Christian Weirich mit „Rap macht Schule“ unser Atrium. Ein Dankeschön der Thüringer Ehrenamtsstiftung für die vielen Schülerfreiwilligentage, bei denen wir schon mitgemacht haben. Neben Doppel-U stand sein Begleiter und wie sich bald danach herausstellte, auch so ein cooler Typ. Er hat uns da hingebracht, wo wir jetzt sind und uns engagieren – ins ECHO.MAG.
Am Anfang schrieben wir mit Doppel-U unseren eigenen Song. Wir entschieden uns für das Thema „Werte“. Das hatten die Erwachsenen echt nicht gedacht! Die waren ganz schön baff …
Was andere in zehn Jahren nicht erleben, haben meine Kumpels und ich in nur zehn Monaten auf die Beine gestellt!
Eines von insgesamt sechs Liedern zum Thema „ehrenamtliches Engagement“. Diese Songs wurden auf einem total abenteuerlichen Camp in einem richtigen Tonstudio aufgenommen. Was ich nie gedacht hätte, wir hatten danach so viele Live-Auftritte, wie richtige Rockstars!
Zum großen Abschlusskonzert des 6. Schülerfreiwilligentages in Erfurt, wo wir anfangs noch richtig aufgeregt und unerfahren waren, wurden wir vom Applaus und von richtigen Politikern aus dem Land- und dem Bundestag total überrascht!
Ich hatte die ganze Zeit Angst, dass ich bei dem ganzen Bühnennebel niesen müsste. Aber als dann am Ende alle 70 Kids miteinander den Abschluss-Song feierten, war alle Angst auf einmal weg. Schade, dass es da schon vorbei sein sollte … War es aber nicht!
Ich wurde noch an diesem Tag vom Beirat für nachhaltige Entwicklung im Freistaat Thüringen in das Jugendforum berufen. So richtig mit Urkunde und Wappen: ein toller Tag. Eltern, Freunde und Lehrer konnten im Stadtgarten in Erfurt noch Erinnerungsbilder machen, und ich? Ich durfte meine ersten Autogramme geben. Coole Sache!
Gemeinsam sind wir stark
Wir wünschten uns insgeheim, dass das noch nicht das Ende sein sollte. Und so kam es dann auch. Wir standen seit diesem großen Konzert in Erfurt noch auf vielen großen Bühnen in ganz Deutschland und haben unsere und die anderen Lieder noch oft gerockt! Mir war zu der Zeit gar nicht klar, dass das noch größer werden könnte.
Meine Zeit im Jugendforum begann direkt nach dem Konzert mit einer mehrtägigen „Ideenkonferenz“ in einem Camp. Dort konnte ich nicht nur viele Freundschaften schließen, wir gründeten auch den Arbeitskreis „Medien“, der unter anderem hier das ECHO.MAG begleitet. Es war bis jetzt der coolste Sommer in meinem jungen Leben. So ging es auch weiter!
Total verdutzt stand ich an einem Dienstagmorgen im Plenarsaal des Thüringer Landtages und konnte mit vielen anderen Jugendlichen wie ein richtiger Politiker arbeiten. Das Schülerparlament anlässlich „20 Jahre Thüringer Verfassung“ war nur einer der vielen Höhepunkte, die nun Schlag auf Schlag folgten!
Anfang Oktober kam mein bislang größter Auftritt zur Zentralveranstaltung zum „Tag der Deutschen Einheit“ in Stuttgart. Man war das cool! Da waren nicht nur ein paar 100 Leute, die uns zuschauten oder nur applaudierten, wenn wir gerappt hatten. Nein, diesmal waren es mehr als 3.000 Zuschauer, Ministerpräsidenten, Minister und der SWR. Die waren nicht nur wegen uns total begeistert, gemeinsam mit der Seniorentheatergruppe „Dörrobst“ haben wir etwas total Verrücktes gemacht … Wir haben mit den Omas und Opas einen von uns selbst geschriebenen Rap aufgeführt. Der Saal tobte!
Direkt im Anschluss fuhren wir mit Doppel-U wieder heim, um mit fast 100 Kids auf der Feuerkuppe beim 5. Jugendkongress noch einmal unsere Songs zu singen und den „Rudi-Rocksong“ zu komponieren.
Der “Rudi” soll Erwachsenen zeigen, was wir Kinder vom unverantwortlichen Umgang mit unserer Umwelt halten … ein richtiges Ost-West Rocklied, gemeinsam mit der Grenzlandband „Schiffersgrund“ aus Sontra in Hessen an der thüringisch-hessischen Landesgrenze. Nach zwei wirklich spannenden Auftritten in Gera und Erfurt ging leider das für mich so spannende Jahr zu Ende. Leider.
Doch mit dem ECHO.MAG, unserem Online ECHO.RADIO und einigen Überraschungen bin ich total gespannt auf das, was alles noch kommen wird - in einem neuen, spannenden Jahr! (mw)
29.01.2014 Fotos, Videos: Christoph Werz
Marius Wolter (mehr Infos) AK-Medien > Mail schreiben
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29.01.2014
Zur Sache!
Wie ein Jahr ein Leben verändern kann.
Weimar, Neue Weimar Halle, Januar 2013 auf dem Interkulturellen Neujahrsfest wurde unser 2012 produzierter Nachhaltigkeits-Song vor 1.300 „kunterbunten“ Menschen aus Politik, Kultur sowie Vereinen und Verbänden zum ersten Mal präsentiert.
26 Kids, begeistert und engagiert aus ganz Thüringen, waren die Grundlage und das „Sprungbrett“ für die Gründung unseres „Arbeitskreises Medien“. Kritischer Umgang und moderative Gestaltung von Medien ist seit jeher ein kreativer Prozess innerhalb verschiedener landesweiter Jugendgremien. Schnell bemerkte ich, dass durch die Musik „das Eis“ bei Kindern und Jugendlichen zu schmelzen begann. Eines meiner Hobbys, die Musik konnte letztendlich für die Vermittlung wichtiger Themen kreativ eingesetzt werden.
Engagier dich für eine bessere Welt
Im Sommer 2013 setzten sich 4 Jungs und ich in einem schönen Saalegarten, moderiert von unserem Betreuer Christoph Werz zusammen. Die Idee einen AK-Medien zu gründen war geboren. Mit dem großen Schülerparlament anlässlich „20 Jahre Thüringer Verfassung“ stießen Marius Wolter und Nino Schrumpf durch ihren omnipräsenten Einsatz bei „EMS-Engagement macht Schule“ zu unserem Team hinzu.
Aus der richtig guten Freundschaft rückte dann im Rap-Camp des Jugendforums der Traum immer näher: Die Gewinner der „EMS-Dankeschön Workshops“ nahmen ihre insgesamt sechs Songs auf und übten eine tolle Bühnenshow anlässlich des 6. Schülerfreiwilligentages der Thüringer Ehrenamtsstiftung ein. Nach einem emotionalen Konzert und der Berufung in das Jugendforum des Thüringer Nachhaltigkeitsbeirates gab's den AK Medien nun endlich offiziell.
Nach zahlreichen Arbeitstreffen, einem intensiven Sommercamp und zahlreichen Auftritten kam unser traditioneller „Jugendkongress“. Ein neuer Song entstand. Der „Rudi“, ein klassischer Rocksong mit Rap-Elementen (> Songtext) wurde durch den AK-Medien geleitet und schlussendlich erfolgreich präsentiert.
Weitere positive Effekte ließen nicht lange auf sich warten. Der AK-Öffentlichkeitsarbeit konnte mit dem Journalisten und Weltenbummler Dirk „Seggy“ Welter einen tollen und verlässlichen Partner gewinnen. Es entstand das WE DO! MAG, der „kleine Bruder“ unseres ECHO.MAG Formates.
Das ECHO.MAG beinhaltet langfristige Projekte und einen kritischen Umgang mit den Medien – ob online, print, akustisch oder optisch – wir investieren seit der Entscheidung, uns im ECHO.MAG zu engagieren sehr viel Mut, Zeit und Kraft.
Nichts passiert einfach so, man sollte für seine Träume kämpfen und an sich und seine Freunde glauben.
Ich glaube an das ECHO.MAG Konzept – da es auf einer klaren Grundlage, dem kritischen Journalismus gegründet ist. Jedoch ist das ECHO.MAG flexibel genug, via Radio-Stream und den Online-vor-Ort-Zuarbeiten und aufgrund seiner Basiskonzeption allen externen Projekten ein Zuhause zu bieten.
Willkommen im Freistaat Thüringen, willkommen im ECHO.MAG. (hs)
29.01.2014 Fotos: Christoph Werz, Video: Seggy
Hans Scholz (mehr Infos) Leiter AK-Medien > Mail schreiben
Vorwort
Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Leserin, lieber Leser, Liebe Kinder, liebe Teenies, Liebe neugierige User,
das ECHO.MAG ist Zukunft, ist Vergangenheit, ist für dich ist für mich, ist für Menschen, die auf ihre Welt neugierig sind. In dem ECHO.MAG, einem umfangreichen und bundesweit einmaligen Medienprojekt arbeiten, schreiben und leben vor allem Thüringer Kinder und Jugendliche. Das Alltagserleben junger, neugieriger und innovativer Thüringer dient der Anregung zur kreativen und verantwortungsbewussten Gestaltung des eigenen Alltages.
Mit dem ECHO.MAG ist ein Magazin mit ganz unterschiedlichen Sparten entstanden, das von Journalisten, Technikern und Pädagogen begleitet und koordiniert wird. Das Besondere an dem ECHO.MAG ist die Verfügbarkeit auf unterschiedlichen Onlineportalen und in ausgewählten sozialen Netzwerken. Rubriken, Blogs und Projekte werden im ECHO.MAG zentral zusammengeführt und spiegeln die Vielfalt der Möglichkeiten im Freistaat Thüringen, den Bundesländern und Europa wieder.
Zukünftige regionale Magazine wie ECHO.MAG Eisenach über ECHO.MAG Erfurt bis ECHO.MAG Gotha befassen sich mit Spannendem und Interessantem aus der näheren und weiteren Umgebung.
Mit klarem und neugierigem Blick ist ebenfalls das ECHO.RADIO an den Start gegangen. Kindlicher Charme fragt in den nächsten Wochen im GO! Thüringen Magazin, was es zum Beispiel mit den vor uns liegenden Wahlen 2014 auf sich hat. Im ECHO.FUTURE Magazin - unserer Zukunftswerkstatt - wird nach klaren Berufsperspektiven in der Region Ausschau gehalten.
Ganz neu in der ECHO.MAG Familie ist ECHO.SPORT mit dem wir alte Hasen ebenso wie neugierige Kids in den Bann verschiedener Sportarten ziehen und ECHO.GAMES, das alles rund um das aktuelle Thema Spiele bzw. 'Gaming' abbildet.
Das Besondere am ECHO.MAG ist, dass Leser zu Reportern und Reporter zu Lesern werden! Berufe treffen auf Freizeit-Interessen und der Alltag trifft jeden Tag einen neuen Tag. Durch mobil eingesetzte Kameras und professionelle Multimediatechnik werden klassische Artikel aus einem ganz neuen Blickwinkel spannend umgesetzt.
Klarer Vorteil von ECHO.MAG ist die zeitnahe Informationsweitergabe und die Vermeidung von unnötigem Verbrauch wichtiger Ressourcen, wie Papier und weiten Transportwegen. Das ist praktisch umgesetzter Umweltschutz. Das ECHO.MAG PocketMag weist als klassisches Printprodukt daher nur noch auf neue Themen oder spezielle Projekte hin - hier werden bewusst Ressourcen geschont. Die postkartengroßen ECHO.MAG PocketMags sind überaus praktisch und können im Hosentaschenformat überall mitgeführt und weitergegeben werden.
Die beteiligten Juniorreporter werden mit einem Honorar für ihren Einsatz belohnt. Keiner der Beteiligten soll leer ausgehen. Finanziert wird die ECHO.MAG durch Partner aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Klassische Werbung werden sie vergeblich suchen. Unsere Partner inserieren durch Berichte in eigener Sache, produziert durch unsere Juniorteams, firmeneigene Lehrlinge und Studenten, die mit und über ihre Einrichtungen professionell berichten.
Unser „Kind“ lernt laufen – begleiten sie es in ein spannendes Leben.
Ihr / Euer ECHO.MAG Team (cw)
29.01.2014 Foto: Photocase
Christoph Werz (mehr Infos) Stellvertretender Chefredakteur > Mail schreiben