Wer sein Baby zum ersten mal im Arm hÀlt, denkt an alles Mögliche - an Erziehung vermutlich nicht. Es ist einfach nur niedlich, deshalb sind hingerissen und versuchen, ihm jeden Wunsch von dene Augen abzulesen.
Ein Kind beschĂŒtzen und |
wie die Welt funktioniert.
: ââMach mal, ich bin sicher das
kannst du schon alleine.ââ
Erziehung fĂŒr EInsteiger
Das brauchen Babys in ersten 6 Monaten
Im Gitterbett schlummern, auf Mamas Arm die Welt entdecken und die Gewissheit haben, dass immer jemand fĂŒr Milch Nachschub sorgt: Der Aktionsradius eines Neugeborenen ist klitzeklein. Haben Babys Hunger, mĂŒssen sie darauf verlassen können, dass sie gefĂŒttert werden. Immer und sofort. Dann speichern bereits die Allerkleinsten ab: Meine Eltern sind fĂŒr mich da, wenn ich sie brauche. Ich muss keine Angst haben. Zum GlĂŒck hat sich das inzwischen rumgesprochen: Man kann ein Kind im ersten halben Jahr nicht verwöhnen. Es ist herzlos Babys schreien zu lassen. Und dĂ€mlich
Denn nur wenn ein Baby die Gewissheit hat, dass ihm seine Eltern jederzeit zur Seite stehen, wird es langsam Stresstoleranz entwickeln.
Und auch mal ein paar Minuten auf die Mama warten. ââAm Anfang der Erziehung steht die Beziehungââ
Denn nur in gut versorgten Baby reift Urvertrauen. Diese innere Sicherheit bietet die besten Voraussetzungen fĂŒr ein gesundes SelbstwertgefĂŒhl und die weitere Entwicklung des Kindes.
Die Welt wird groĂ und spannend
Erziehung vom 7. bis zu 12. Monat
Sie rutschen und robben, sie greifen und krabbeln: Der Lebensraum von Babys wird gröĂer. Jeden Tag erobern sie Neuland, erforschen ihr Spielzeug, erkunden Schubladen, inspizieren BĂŒcherstapel. Immer mehr können die Kleinen jetzt selbst machen.
Wenn die Mama nicht kommen will, schaffen sie den Weg quer durchs Wohnzimmer auch alleine
Wenn sie sich anstrengen - und dĂŒrfen. Genau das ist der Clou, Kinder probieren aus und sammeln ihre Lernerfahrungen. Je mehr Gelegenheit sie dazu haben, desto gröĂer wird ihr Erfahrungsschatz. Kinder, die viele FreirĂ€ume genieĂen, haben hĂ€ufig einen Wissensvorsprung. Also bitte die Kleinen machen lassen.
Und was heiĂt das fĂŒr die GrĂŒnpflanzen, Mamas Handy und Papas DVD-Sammlung? Besser schnell verrĂ€umen. Zwar verstehen Kinder rund um den ersten Geburtstag, was Nein bedeutet. Aber sie halten sich nicht dran. Weil sie den Sinn von Verboten nicht verstehen. Sie haben keine Ahnung, dass es gefĂ€hrlich wird, wenn sie am Kabel der Stehlampe ziehen. Nach einer paar Minuten haben Babys das Nein ohnehin vergessen, vergessen. Weil viele neue EindrĂŒcke einen kleinen Kopf manchmal ganz schön ĂŒberfordern.
Was heiĂt das konkret? NatĂŒrlich brauchen KInder jetzt Grenzen. Sie mĂŒssen wissen dass die Stereoanlage tabu ist. Und sie werden ausgetestet, ob die Ansage von gestern auch heute gilt. Ein verlĂ€ssliches Nein sorgt dafĂŒr, dass der kindliche Feldversuch irgendwann mit der Erkenntnis endet:
Deshalb dĂŒrfen Verbote nicht willkĂŒrlich sein, sondern nachvollziehbar, verstĂ€ndlich und begrĂŒndet.
Nachverhandeln kann man schlieĂlich immer. Wenn die Zwerge gröĂer werden.
Sie krabbeln, sie laufen sie sprechen. Aus hilflosen Babys werden selbstÀndige Kleinkinder auf der Suche nach Abenteuern. SIe erforschen das Prinzip von Ursache und Wirkung:
Was passiert, wenn ich den Lichtschalter an- und ausknipse? Was, wenn ich die Fernbedienung gegen die Wand werfe? Es handelt sich hierbei, wohlgemerkt, nicht um Unfug; die Kleinen Wollen das tatsĂ€chlich wissen. Trotzdem muss man sie natĂŒrlich ausbremsen. Indem wir Grenzen setzen, schaffen wir FreirĂ€umen, in den sich Kinder austoben und ihre FĂ€higkeiten immer besser kennenzulernen können. Klar darfst pritschen -
Im Bad. Malen mit Fingerfarben ist toll, aber auch auf dem Papier - nicht an den WĂ€nden.
Wie die Grenzen aussehen , dĂŒrfen die Eltern entscheiden.
Die Eltern sollten sich klarmachen, was in Ihrem Kind vorgeht, warum sie sich so verhalten. Dann ist es meist gar nicht so schwer, einen individuellen Erziehungs Weg zu finden.