Mir fällt die Decke auf den Kopf. Ja, ich gebe zu von außen betrachtet mache ich einen normalen Eindruck. Stark, durchhaltend, nicht unterzukriegen oder aus der Ruhe zu bekommen. Aber tatsächlich sieht es in mir ganz anders aus. Jetzt zum Beispiel. Ich sitze hier, mit Tränen im Gesicht, irgendwie verzweifelt. Ich bin überfordert mit allem, mit mir selbst, meinem zuhause, dass sich noch nie so richtig danach anfühlte. Ich will hier raus, oder alles verändern, doch wenn ich alles verändere, holt mich doch alles wieder ein, vielleicht. Alle Mühe umsonst, doch nicht, wenn kein Anfang zu finden ist. Wer hilft mir, wer gibt mir die Kraft für all das. Die Zeit verstreicht, jeden Tag, immer schneller. Ihr werdet älter und schwächer, wo ihr sonst immer viel stärker wart als ich. Kann ich euch zumuten, mir zu helfen? Wohl kaum, auch wenn zumindest du es mir anbietest. Doch für mich scheint der Anfang eine unüberwindbare Hürde, dabei wäre es doch nur ein Anruf, ein kleines bisschen Geld, ein bisschen Zeit und viel Anstrengung. Aber wofür? Was ist eigentlich mein Ziel? Alles neu, in der Hoffnung sich wohler zu fühlen? Hier raus, und es "neues Zuhause" nennen? Und wo sollte dieses neue Zuhause überhaupt sein? Hier oder dort? Und was ist mit der Arbeit? Ich bin einfach nur noch überfragt, in einem Loch sitzend, was sich mein angebliches zuhause nennt. Doch ich bin dort nicht mehr gerne. Ehrlich gesagt, war ich es noch nie..