Der nächste Morgen hat uns beim Frühstück am Panoramafenster mit diesem Blick belohnt:
Hier das Häuschen zu sehen, wir hatten praktisch die gesamte untere Etage für uns drei 😃. Auch die Stube sehr schön, genauso wie der Ausblick und das Grundstück selbst. Ja daran könnte man sich gewöhnen...
Zum Glück habe ich damals schon bei der Reise auf dem Handy die Strecke mitgeschrieben... So wie wir sie gefahren sind, geht es jetzt scheinbar gar nicht mehr, jedenfalls kann ich die Strecke auf GoogleMaps jetzt nicht mehr so anzeigen lassen. Wahrscheinlich liegt es am Schnee, aber dazu mehr in den nächsten Bildern. Dieser reisende Strom auf dem linken Bild war der Fluss der in Hellesylt in den Geiranger Fjord mündet. Ja, richtig gelesen: Wir überqueren im folgenden den weitbekannten Geiranger Fjord.
Dabei handelt es sich um einen Fjord, der so groß ist, dass dieser sogar mit AIDA/Hurtigruten-Kreuzfahrtschiffen befahrbar ist. Wir wollten ihn mit einem kleinen Fährschiff durchqueren, wie wir es gestern schon getan haben und rechneten wieder mit einem preis im erträglichen Niveau (um die 80 bis 150 NOK, da wir wussten, dass die Fahrt über eine Stunde geht). Ja weit gefehlt. Die Karte war schon ans Lesegerät gehalten, als rund 1300 NOK abgebucht waren 😅😵. Es handelt sich bei der Hellesylt-Geiranger-Fähre nämlich um eine szenische Überfahrt mit Bla-bla im Hintergrund und Musik hier und Geschichte da... das muss schließlich bezahlt werden 🙈.
Auf den Bildern zu sehen, zum einen die mir persönlich sehr gefallende norwegische Flagge in ihrer gezackten Form, in der Mitte ein Wasserfall, der "Freierwasserfall" (nor.: Brudesløret zu deut.: Brautschleier). Er hält eine Geometrie in Form einer Flasche frei, aber "Freier" kommt in dem Falle eher davon, dass ihm gegenüber die Wasserfälle der sieben Schwestern liegen 😄. Leider war es recht diesig an dem Tag.
Wir kommen Geiranger immer näher, da sehen wir doch tatsächlich einen Kreuzer im "Hafen". Hier eher eine Wasserbrücke, die zum Schiff reicht, da es zu Tief im Wasser liegt, um an den Ort Geiranger tatsächlich herabzureichen.
Das ganze von Oben ist auch ein schöner Anblick. Noch weiter oben haben wir dann plötzlich schon Anfang Oktober Schnee gehabt. Da mussten erstmal die dicken Sachen herausgeholt werden, mit der wir an der Stelle noch nicht ganz gerechnet hatten...
Punkt C auf der Karte war nochmal ein schöner Ausblick, der es Wert war anzuhalten. Genauso, wie die Berge links und rechts der Straße... Durch die Nässe, vermute ich, hatten die ein ganz unwirkliches aussehen, fast wie Graphit oder so ähnlich. Die Kamera kann das leider gar nicht so auffangen.
Einmal um den Nationalpark Jostedalsbreen herumgefahren und dann eine Stunde einfach in ihn hinein ^^ Zuerst machten wir uns noch etwas lustig darüber, dass auf AirBnB so eine detaillierte Beschreibung war, wo man das Auto abstellen solle. Nachdem uns vor Ort bewusst wurde, dass Norwegen keine Dörfer besitzt, sondern nur Häuser, die etwas weniger weiter auseinander stehen als andere, war es besser so. :D
Irgendwann hatten wir es dann gefunden und konnten unser Auto in einem umzäunten bauernhofartigen Grundstück abstellen. Allerdings dauerte es nicht lange, da bekamen wir Besuch der dritten Art 😂
Kaum haben wir uns aufgemacht den Berg zur Hütte zu erklimmen, kippt zum einen das Wetter völlig um, es meinte einfach regnen zu müssen. Und zum anderen haben wir auch recht lange geraucht, um den Ort zu erreichen, d.h. die Sonne ging dann auch noch unter. Und wir hatten faktisch nur eine vage Beschreibung, wo genau die Hütte jetzt sei, aber keinerlei Wegbeschreibung dafür. Das fehlende Licht hat die Erfolgsstimmung dann nicht gerade angehoben ^^.
Irgendwann waren wir dann schon oberhalb der Baumgrenze und der Regen schlug in Schneeregen um. Und da war sie:
Ein netter kleiner Brief hat uns empfangen, leider mit der Nachricht, dass der Ofen nicht mehr in bester Form sei (Riss in der Ofenwand) und wir die ersten Gäste seit einiger Zeit und die letzten des Jahres sein. Die Hütte hatte entsprechend einstellige Temperaturen im Inneren. Wir machten das beste drauß, obwohl nur Rinde zum heizen zur Verfügung stand, was es nicht gerade erleichterte. Ich hab mein bestes gegeben. Einen tollen flair hatte die Hütte aber so mit ihrer Öllampe und allem drum und dran. Währenddessen wurde in der Sterneküche ein traditionelles deutsches Gericht kreiert: Dosenravioli, die waren halt noch übrig. Und wir fanden doch nicht tatsächlich noch ein paar Bier von Vorgängern vor!