Spendenbericht November 2015
“Wir haben den “Überschuss” von 115 Euro über einen Mittelsmann der örtlichen Tafel gespendet. Wir haben uns für eine Tafel und nicht für das Rote Kreuz oder ähnliches entschieden, weil wir dort im Moment den größten Bedarf sehen. Kleidung sollte mittlerweile überall ausreichend ausgeteilt worden sein.“
Über 11.000 Fans haben wir mittlerweile auf Facebook, das Blog aufperlen-aus-freital.tumblr.com verzeichnet seit dem Start mehrere Millionen Seitenaufrufe. Wir haben unser Thema in große deutsche Medien befördert, waren in Print, Radio und TV. Auch das Ausland ist aufmerksam geworden, es gab Berichte im englischen Guardian, im niederländischen Algemeen Dagblad und zuletzt in der Washington Post. Nach einem unserer Blogbeiträgen wurde eine Wohnung in Mainz von Polizei und Staatsanwaltschaft durchsucht.
Kurzum: Wir haben seit Juli 2015 richtig viel erreicht - nicht zuletzt dank eurer Hilfe.
Seit einiger Zeit veröffentlichen wir die Möglichkeit, uns auch mit Spenden zu unterstützen. Wir möchten uns daran nicht bereichern, sondern sehen das als eine Art Crowdfounding. Einer von uns ist selbstständiger Unternehmer, der andere noch Student mit Nebenjob. Um das hier alles zu managen, schrauben wir unsere anderen Tätigkeiten zurück. Wir wenden viel Zeit für die „Perlen aus Freital“ auf und versuchen die entsprechenden Einnahmeausfälle ein wenig zu kompensieren.
Im folgenden möchten wir für euch die Einnahmen und Ausgaben für den Monat November 2015 aufstellen:
Einnahmen
- 265 Euro Paysafe- und Amazon-Gutscheine
Ausgaben
- ca. 20 Euro für zwei neue anonyme SIM-Karten (Monatlicher Wechsel)
- ca. 40 Euro für Prepaid-Aufladungen
- ca. 30 Euro für VPN-Zugänge (Ein zusätzlicher Zugang zum Vormonat)
- ca. 60 Euro für eine externe Festplatte zur Datensicherung
Nach Abzug der Kosten für Telekommunikation und Co bleiben also 115 Euro übrig. Von diesen haben wir versucht, unsere Ausfälle in anderen Jobs, bzw. bei anderen Aufträgen zu kompensieren.
Aufgewendet haben wir für die Perlen täglich mehrere Stunden. Für den Monat Oktober summiert sich das auf insgesamt ca. 130 Stunden. Wenn wir die 115 Euro durch die 130 Arbeitsstunden teilen, kommen wir je Stunde auf 0,88 Euro. Das muss dann genau genommen nochmal durch zwei Personen geteilt werden. Wir wären dann nach der Milchmädchenrechnung bei 0,44 Euro je Stunde, die wir mit dem Projekt verbracht haben. Dagegen stehen die Einnahmen, die wir in normalen Jobs und mit normalen Aufträgen hätten generieren können. Diese wären natürlich wesentlich höher.
Was uns wichtig ist: Aus der oben genannten Rechnung ist ersichtlich, dass es hier nicht um Bereicherung geht, sondern tatsächlich um eine kleine Unterstützung. Die Bereitschaft, ein sinnvolles Projekt zu unterstützen, ist bei weitem nicht so hoch, wie manche von euch vielleicht erwartet hätten.
Weil es beim letzten Mal Diskussionen darüber gegeben hat, ob wir hier Entlohnung für unser Projekt sehen möchten, haben wir nun folgendes gemacht:
Wir haben den “Überschuss” von 115 Euro über einen Mittelsmann der örtlichen Tafel gespendet. Wir haben uns für eine Tafel und nicht für das Rote Kreuz oder ähnliches entschieden, weil wir dort im Moment den größten Bedarf sehen. Kleidung sollte mittlerweile überall ausreichend ausgeteilt worden sein.
Dennoch investieren wir gerne weiterhin unsere Zeit für eine seriöse und nachvollziehbare Aufarbeitung der Hasskommentare im Internet.
Wer uns weiterhin unterstützen möchte, kann das hier tun:
http://perlen-aus-freital.tumblr.com/post/128765295620/wir-ben%C3%B6tigen-eure-hilfe-mittlerweile-wenden-wir