Der Calliope mini kann unser Schulsystem revolutionieren. Helft uns, damit es wirklich passiert. http://thndr.me/mgiWNL
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@janlauer
Der Calliope mini kann unser Schulsystem revolutionieren. Helft uns, damit es wirklich passiert. http://thndr.me/mgiWNL
Sie sind laut, wir sind zu leise
Wir können noch lange über die Ergebnisse jammern. Die Zeitungen können mehr oder weniger kluge Analysen drucken, das Fernsehen auch. Wir können uns noch lange in Pressestatements und Pressemitteilungen über die braune Soße aus NPD, AfD und Co. aufregen und wundern. Es wird nur leider nicht helfen.
Wir müssen endlich begreifen, das wir die sozialen Medien zurückgewinnen müssen. Zumindest wenn wir wollen,dass diese Medien einigermaßen sozial bleiben. Den Hass und die Falschmeldungen können wir nicht durch Kampagnen eindämmen. Das kann auch die Politik und die dort handelnden Personen nicht leisten. Da müssen wir alle ran, die normalen Parteimitglieder, die sogenannte Basis und natürlich jeder politische Mensch.
Denn die braune Soße ist laut und es gibt immer mehr Menschen die der Versuchung hinterherlaufen. Wir müssen auf diese Posts antworten, wir müssen eigene Beiträge zu unseren Themen bringen. Wer sich das nicht traut, weil er Angst vor dem Hass der Rechten hat, der kann zumindest durch einen Like die Gegenrede von anderen belohnen und so zeigen: Hey, du bist nicht alleine.
Die Rechten tragen ihre (meist wirren) Themen in die sozialen Netzwerke und wir sitzen davor, wie das Kaninchen vor der Schlange. Wieso trauen sich diese Menschen diese Beiträge zu schreiben und wieso trauen wir uns nicht einen Beitrag zum Beispiel zum Mindestlohn zu schreiben oder darüber, dass der Kommunalpolitiker doch einen guten Job gemacht hat.
Nein, wir regen uns über Investitionen auf, weil dann eine Straße gesperrt werden muss oder die Baustelle Lärm verursacht. Dann sind wieder die unfähigen Politiker Schuld. Wenn die Straße aber nicht saniert wird, dann sind die Politiker aber auch Schuld. Irgendwas ist immer.
Wieso regen wir uns auf, wenn Politiker neben vielen sachlichen Beiträgen auch mal deutlich werden? Sei es durch Worte oder Gesten? Ja, auch das gehört dazu, manchmal muss man auch im gleichen Ton zurückfeuern. Nur mit freundlichen Worten wird es nicht klappen.
Es ist noch keine Mehrheit, sondern eher eine Minderheit, die in den sozialen Netzwerken schreit. Diese Gruppe wirkt aber wie die Mehrheit, weil sie ein irrsinnigen Lärm macht. Mit jedem Tag, den wir weiter staunend davor sitzen, werden es aber mehr. Also los jetzt: Machen wir alle den Mund auf!
Gedanken zum Kommentar von Anja Reschke
Wir schaffen das! Und wie wir das schaffen!
Und ja, dann bin ich eben ein linker (von mir aus auch linksversifft) Gutmensch und Willkommensklatscher! Danke, ich bin es gerne! Danke, darauf bin ich stolz! Nicht das ich in Deutschland geboren bin, dafür kann ich relativ wenig, das war Glück!
Achja, und ich bin auch stolz auf unsere Demokratie und unsere demokratischen Parteien. Denn bei allen Fehlern, die es sicher gibt, uns geht es in Deutschland gut. Lasst uns gemeinsam dafür arbeiten (in Parteien, Vereinen oder auch auf Facebook), dass es allen noch besser geht, das die die wenig haben in Zukunft mehr haben. Dafür braucht es sicher keine Alternative für Deutschland, das bekommen wir viel besser ohne diese rechtsdrehenden Kulturen hin.
Danke für den Kommentar und die Haltung, liebe Anja Reschke, liebes Panorama-Team!
Kleb das mal auf die #AfD und anderen rechten Vollpfosten. Bei Zigaretten wird ja auch gewarnt.
Einkaufen... Eingang fast barrierefrei! #rückblick #spar (hier: Las Playitas, Fuerteventura)
Fußballabend, Terror und nun?
Eigentlich war der Plan für gestern Abend ganz einfach: Erst ein bisschen entspannt Fußball schauen und danach noch ein paar Sachen wegarbeiten. Dann kam alles anders. Erst hörte man zu Beginn des Spiels im Stadion mehre laute Knaller. Ich dachte, das waren aber laute Böller. Dann kommt der Gedanke an die Bombendrohung in Paris. Aber gut, ein paar Idioten zünden ja immer mal wieder Böller im Stadion. Einfach weiter auf der Couch liegen und dieses langweilige Spiel schauen.
Kurz nach der Pause lese ich parallel auf Twitter die ersten Meldungen von Schüssen in Paris und dann war der Abend gelaufen. Immer mehr Meldungen kommen rein und es zeigt sich, da passiert etwas ganz schlimmes in Paris. Das Spiel läuft unterdessen "normal" weiter, die Stimmung im Stadion ist aber merklich anders und auch der Kommentar wird anders. Man merkt Tom Bartels an, wie er zunächst hilflos und später immer fassungsloser wird. Er bringt das Spiel irgendwie zu Ende.
Dann kommen Matthias Opdenhövel und Mehmet Scholl ins Bild. Auch Opdenhövel ist hilflos und versucht das alles irgendwie einzuordnen. Mehmet Scholl steht mit versteinerter, fassungsloser Miene daneben und wenn er doch mal etwas sagen muss, dann merkt man, wie er eigentlich das Mikrofon auf den Tisch knallen möchte und einfach nur weglaufen will. Immer wieder werden Bilder von anderen Sportereignisse des Abends gezeigt. Eigentlich ziemlich bizarr, aber es scheint auch dafür zu dienen dem Team der SPORTreporter die Möglichkeit zu geben kurz durchzuschnaufen und die Informationen etwas zu ordnen. Ich finde das Team im Stadion hat das sehr gut gemacht!
Dann war (endlich) die Nachrichtenredaktion soweit die Berichterstattung zu übernehmen. Die nächsten 4 Stunden sitze ich vor dem TV oder PC und versuche einfach zu begreifen was da passiert ist. Als ich um kurz nach drei Uhr ins Bett gehe, ist es mir immer noch nicht wirklich gelungen. Nach ein paar Stunden Schlaf geht der erste Griff zum Handy. Was gibt es neues? Ist das mittlerweile unter Kontrolle in Paris? So langsam begreift man was passiert ist, die Fassungslosigkeit bleibt.
Und wie geht es jetzt weiter?
Eine gute Frage. Wir sollten es aber mit den Worten von Jens Stoltenberg versuchen: Unsere Antwort lautet: Mehr Demokratie, mehr Offenheit, mehr Menschlichkeit!
Wie zu befürchten geht die Debatte um Sicherheit nun schon los. Eine irrationale Debatte. Es wird keine Sicherheit geben. Frankreich hat schon lange eine Vorratsdatenspeicherung. Geholfen hat sie wenig, bis nichts. Wir können auch die Grenzen nicht dicht machen! Diese Terroristen werden es immer schaffen! Wir müssen die Islamisten (nicht die Moslems oder den Islam) bekämpfen und die Fluchtursachen endlich wirksam bekämpfen. Dann haben wir vielleicht etwas mehr Sicherheit. Aber auch das ist zweifelhaft, denn ein irrer Rechtsradikaler (wie in Norwegen) kann auch bei uns jederzeit um die Ecke kommen.
Wir können noch 1000 Gesetze machen, wir können die Grenzen dicht machen, wir können alle Flüchtlinge abschieben, es werden aber immer nur Placebos für die Angst sein. Wirklich helfen werden sie nicht!
Nachtrag:
Während ich an diesem Beitrag geschrieben habe, hat Volker König einen lesenswerten Artikel mit seinen Gedanken veröffentlicht: Terror
Ich lese unglaubliche viele Beiträge denen ich zustimmen kann und die ich wichtig finde. Ein paar werde ich in diesem Storify sammeln: https://storify.com/JanLauer/gedanken-tweet-zum-terror-in-paris
Zugegeben, sie machen es uns nicht immer leicht sie zu mögen - unsere lieben Politikerinnen und Politiker. Auf der anderen Seite opfern über 2 Mio. Menschen durchschnittlich 5 Stunden in der Woche für die Politik vor der Haustüre, ohne auch nur einen einzigen Cent dafür zu erhalten. Dabei darf gerne kontrovers diskutiert werden, sei es mit dem Nachbarn oder Vertreterinnen anderer Parteien. Diese Menschen verdienen keine Gewaltandrohungen, sondern Schutz!
Schutz vor einem rechten Mob, angetrieben von den Steigbügelhaltern von AfD und Pegida.
German Angst! Nein: German Chance!
Ich lese immer wieder "Das wird böse für uns enden". Die Befürchtung habe ich auch, aber nicht wegen der Flüchtlinge, egal wieviele da noch kommen werden. Nein, wegen dem ganzen braunen Gedankengut, den besorgten Bürgern und der guten alten German Angst.
Da werden wilde Geschichten über Flüchtlinge in die Welt gesetzt. Mord, Totschlag, Vergewaltigung und was sonst noch alles. Es wird einfach Panik gemacht, ob von Politikern (meist der CSU), Facebook-Usern mit mangelnder Rechtschreibung (meist auch mangelndem Verstand) und natürlich von der ganzen braunen Soße aus NPD, AFD und Pegida. Wobei zwischen den Facebook-Usern zur braunen Soße der Übergang fließend ist.
Da machen sich Menschen Sorgen über ihre Zukunft, weil vielleicht ein paar Steuern erhöht werden könnten, wir ein bisschen zusammen rücken müssen, wir eventuell etwas aus unserer Komfortzone raus müssen. Das kann man natürlich machen, aber hilft es uns weiter? Nö.
Lasst uns diese Herausforderung gemeinsam anpacken und die Chance sehen. Ich möchte lieber irgendwann mal von der German Chance lesen. Das wir diese riesige Herausforderung gemeinsam geschafft haben. Die Flüchtlinge gut integriert sind, hier ihre Steuern zahlen und in die Sozialkassen einzahlen. Das schaffen wir nur durch angstfreies aufeinander zugehen.
Wenn wir das schaffen, dann können wir wirklich sagen: Wir sind stolz auf unser Land!
Familiennachzug und die Christlich-aSoziale Union
Ihr habt doch nicht mehr alle Tassen im Schrank. Ich lese immer wieder "warum kommen da nur (junge) Männer". Die Antwort ist hinlänglich oft beschrieben worden, hier die Kurzform: Flucht ist teuer und gefährlich. Deshalb geht meist erstmal nur eine Person.
Die Antwort warum oft nur eine Person geht, ist aber auch der Familiennachzug. Damit ist es möglich die engsten Familenmitglieder nach Anerkennung nach Deutschland zu holen und zwar auf legalem und sicheren Weg. Jetzt stellen sich die ersten CSU-Politiker hin und wollen diese Möglichkeit aussetzen bzw. stärker begrenzen. Die CSU! Die immer die Familie als Monstranz vor sich her trägt, sei es als Argument gegen Homoehe oder wo sonst noch. Da ist die Familie dann auf einmal nicht mehr soviel Wert. Familie, aber immer nur dann wenn es passt? Tja, liebe CSU dieses Geheuchel solltet ihr euch dann in Zukunft einfach sparen. Genauso wie wir uns alle eure Herdprämie sparen!
Ein Armutszeugnis für die Politik!
Es ist ein Armuzszeugnis für die deutsche Politik. Allen voran natürlich für die CSU, aber gleichermaßen auch für große Teile der Union und der SPD. Da kommen in diesem Jahr 800.000 Menschen nach Deutschland, vielleicht sind es am Ende 1,5 Millionen Menschen und alle schreien wild auf: "Wir sind überfordert!", "Wir dürfen unser Land nicht überfordern" oder "Deutschland braucht eine Begrenzung der Flüchtlinge". Ich finde selbst wenn es 3 Millionen Menschen sind, darf und kann das kein Problem für Deutschland sein. Wenn die Türkei und die Nachbarländer soviele Flüchtlinge aufnehmen können, dann sollen wir das nicht können? Das ist doch lächerlich und ein Armutszeugnis für jeden Politiker in Deutschland!
Natürlich stellt diese Zahl an Menschen uns (und vor allem die Politik) vor Herausforderungen. Natürlich kostet das Geld. Aber wer, wenn nicht wir, haben dieses Geld. Da muss der Schäuble halt die Schatulle aufmachen und dafür sorgen das die Mittel bereit stehen. Und zwar nicht mit Einsparungen an anderer Stelle, sondern im Zweifel mit einer Neuaufnahme von Schulden. Dann muss dieses Geld schnellstmöglich an die benötigten Stellen in den Ländern und vor allem Kommunen fließen. Für die Unterbringung der Menschen die zu uns kommen und für die nötigen Integrationsleistungen.
Verdammte Hacke: Wir retten Banken mit was weiß ich wievielen Milliarden (innerhalb von kurzer Zeit), aber wenn Menschen aus für mich sehr nachvollziehbaren Gründen zu uns kommen, dann ist kein Geld da? Dann schaffen wir das nicht? Weil uns Personal fehlt? Leute, dann stellt das Personal an und tut endlich was!
Parallel sollten wir uns an die Bekämpfung der Fluchtursachen und ein ordentliches Einwanderungsgesetz machen, damit auch Menschen die jetzt aus völlig nachvollziehbaren Gründen nach Deutschland kommen, aber aus einem vermeintlich sicheren Herkunftsland sind, hier eine Chance haben. Aber wir können uns doch jetzt nicht hinstellen und sagen: "Moment, liebe Flüchtlinge, ist ja echt nett, das ihr Deutschland gut findet und zu uns kommen wollt, aber wir können gerade nicht."
Mit 88 darf man gehen! Machs gut und Danke für alles!
Zurück bleiben die Erinnerungen an den besten Opa der Welt.
Ich wollte Schreiner werden. Wie du! Das habe ich zum Glück gelassen, sonst könnte ich heute vermutlich kein Smartphone mehr bedienen. Und eine Tastatur ohne Finger zu bedienen ist auch eher kompliziert. Aber was gab es schöneres als mit Opa gemeinsam Drachen zu bauen und diese dann gemeinsam steigen zu lassen. Oder einfach irgendwelche Dinge rund ums Haus zu reparieren. Du der Meister und ich der Geselle.
Die gemeinsamen Fußballabende. Wir hatten ja nix, also zumindest kein Privatfernsehen, also bin ich die 200m zu dir und Oma gelaufen und wir haben zusammen Fußball geschaut. Es ist zwar nicht politisch korrekt, aber: Oma hat das Knabberzeug bereitgestellt und ist dann nach nebenan. Selbst Spiele die ich auch zuhause sehen könnte, haben wir oft gemeinsam geschaut.
Die riesige Unterstützung beim Handball. Es wurde ein Fahrer gebraucht? Du warst da! Egal ob zu Bezirksauswahl oder zu einem Jugendspiel. Bei jedem Heimspiel auf der Tribüne. Meist lautstark. Einmal habe ich dir fast die Rente geplündert. Aber warum machst du auch so leichtfertige Versprechen. Für jeden Tor 20 EUR. Tja, was soll ich sagen. Es waren 13.
Wir waren sicher nicht immer einer Meinung und haben uns auch mal heftig gezofft. Mein loses Mundwerk konnte dich (keine Sorge da bist du nicht alleine) von jetzt auf gleich auf die Palme bringen. Aber hat auch für herzliches Lachen gesorgt. Ich denke da eine der letzten Situationen im Krankenhaus, wie zum ersten Mal eine Amputation des großen Zeh anstand. Trotz aller Bedenken und Sorgen, musstest du herzlich über mein "Dann verhandelst aber Rabatt bei der Fußpflege." lachen.
Danke Opa!
Was Ihr nicht seht
Liebe Flüchtlingskritiker, Fremdenfeinde und Rassisten. Heute möchte ich das Wort direkt an Euch richten und drei Eurer Sorgen, Ängste und Befürchtungen ansprechen.
Was ihr seht
Ihr seht Menschen in Gruppen durch „eure“ Dörfer oder Städte laufen. Manche davon erkennt Ihr nur durch ihre Hautfarbe, die (nicht immer) dunkler ist, als die Eure. Es verunsichert Euch, dass diese Menschen einfach da sind, obwohl sie gar nicht aussehen, wie Ihr. Es provoziert Euch, dass diese Menschen einfach da sind, obwohl dieses Land doch Deutschland heißt und gar nicht Uganda, Albanien oder Irak.
Was Ihr nicht seht
Geflüchtete nennt man nicht umsonst Geflüchtete, denn sie fliehen vor etwas. Vor was, das könnt Ihr im ersten Augenblick nicht wissen, weil das unsichtbar ist. Eines ist aber sicher: Niemand geht das Risiko ein, mitsamt Familie auf einem Schlauchboot im Mittelmeer zu ersaufen, wenn es nicht unbedingt notwendig ist. Niemand verlässt seine oder ihre Heimat, wenn es anders geht. Es gibt triftige Gründe für eine Flucht, die häufig blutiger, krasser und erniedrigender sind, als wir es uns vorstellen können.
Und die Flucht selbst ist in den meisten Fällen zusätzlich so krass, gefährlich und einschüchternd, dass die meisten von uns ein Jahr in der Psychiatrie und unter Dauermedikation wären, weil wir nämlich durchdrehen würden. Flucht ist keine Freizeitunternehmung, sondern das, was Menschen bis zur letzten Minute vor sich herschieben, weil es verdammt unangenehm und stressig ist.
Was Ihr seht
Flüchtlinge mit Smartphones. Ich habe schon zigfach von Euch gelesen, dass Ihr eifersüchtig auf die iPhones (meist sind es keine neuen, sondern kaputte, alte iPhones, aber egal) oder andere Handies seid und es Euch ein Rätsel ist, wie das zu einer Flucht zusammenpasst. Arme Menschen haben doch kein Smartphone??!
Was Ihr nicht seht
Menschen kommen nicht einfach so von Togo nach Deutschland. Eine Reise über mehrere tausend Kilometer (und auch übers Meer) ist ohne Smartphones, die bei der Navigation enorm wichtig sind, gar nicht möglich. Des weiteren halten Geflüchtete über Smartphones den Kontakt in die Heimat. Viele Flüchtlinge nutzen dafür Facebook so selbstverständlich wie ihr atmet. Niemand flieht mit einem Laptop, aber ein mit einem leichten Handy schon.
Und: Geflüchtete können Geldtransfers über Smartphones annehmen oder weiterleiten, wie ein sehr guter Artikel auf der Süddeutschen neulich deutlich machte. Eine fliehende Person kann auf der Flucht nicht weiterfliehen, weil ihre gesamte Identität auf diesem Smartphone ist.
Was Ihr seht
Wirtschaftsflüchtlinge. Dieses Wort wird besonders gerne von den lieben Parteien mit dem C vorne dran benutzt, da muss man nichtmal Nazi sein, um die Philosophie dahinter zu bejahen. Alleine das Wort verrät scheinbar schon, warum diese Menschen nach Deutschland kommen. Natürlich! Aus W.I.R.T.S.C.H.A.F.T.L.I.C.H.E.N Gründen! Ihr seht Menschen, die sich an unserem Staat bereichern wollen und ihm schön gemütlich auf der Tasche zu liegen – schließlich wollen sie nur nicht arbeiten. Klar! Sind ja Wirtschaftsflüchtlinge, also keine „richtigen“ Flüchtlinge.
Was Ihr nicht seht
Da ich erst vor kurzem in Kosovo (dort sind bis heute deutsche Soldaten, warum wohl?) war und mit meinen eigenen Augen gesehen habe, wie die Umstände des Landes sind, das eine Arbeitslosenquote von 50 % hat, kann ich sagen: Diese Menschen flüchten vor Armut und Korruption. Und das bedeutet manchmal Verdursten oder Verhungern.
Einige Menschen verlassen ihr Land, weil sie ohne Arbeit einfach (als ganzer Mensch) keine Zukunft haben. Das bedeutet nicht, dass sie nicht arbeiten WOLLEN, sondern es einfach nicht KÖNNEN. Keine Arbeit, bedeutet kein Geld zu haben. Und kein Geld zu haben bedeutet, nichts zu essen kaufen zu können. Das wiederum bedeutet: Wenn niemand kommt, der Dir etwas zu essen bringt, hast Du nichts.
Und manche fliehen, weil es einfach krass ist, zu sehen, dass Du, weil Du arm bist, Dir ein einfacher Besuch beim Arzt nicht gestattet ist und Dein gebrochenes Bein deshalb einfach nicht behandelt wird.
Und was ihr auch nicht seht: Dass weniger als 1 % dieser Menschen in Deutschland bleiben, da 99 % gnadenlos abgeschoben werden. Was Ihr erst recht nicht seht: Dass es um diese 99 % in ihrer Heimat schlechter bestellt ist, als vorher, weil sie, um die Reise zu bezahlen, ihr Haus verkauft oder ihr gesamtes Erspartes an Fluchthelfer gegeben haben. Viele „Abgeschobene“ sind dann noch ärmer als zuvor.
Wenn Ihr das nächste Mal erneut mit dem Finger auf Leute (egal, welcher Herkunft) zeigt, dann überlegt vielleicht, ob es da vielleicht etwas gibt, was ihr im Augenblick nicht sehen könnt. Denn vom Äußeren auf das Innere eines Menschen zu schließen ist einer der größten Fehler, den wir begehen können.
P.S. Ich werde hier keine rechten Parolen dulden.
P.P.S. Refugees welcome.
Handball-WM in Qatar gestartet
So, auf gehts @DHB_Teams! #handball #wm2015 pic.twitter.com/ouzZPw3cgF
— Jan Lauer (@JanLauer)
16. Januar 2015
Heute war also der erste Spieltag einer rundum außergewöhnlichen WM. Vor allem für deutsche TV-Zuschauer ist die WM ungewöhnlich. Erstmals sind die Spiele der deutschen Mannschaft nicht im Free-TV zu sehen.
Deshalb hier ein paar Tipps von mir um die WM zu verfolgen.
Liveticker:
Mir gefällt die Mobilversion des ZDF-Ticker recht gut, die normale Variante bietet natürlich noch mehr Details. Zu den den Spielen des DHB-Teams gibt es wohl jeweils einen ausführlichen Ticker. Einfach mal reinschauen
Handball-WM-Ticker des ZDF
Livestream:
Alle Spiele, die nicht bei Sky Sport1 und Sky Sport2 kommen, sind kostenlos mit englischem Kommentar bei Sky zu sehen.
www.sky.de/handballwm
Für die deutschen Spiele bleibt nur der Besuch einer Sky Sportsbar in der Nähe oder natürlich ein 24-Monats-Abo (was aber für 16 Tage WM vermutlich für die meisten wenig attraktiv ist).
News und Co:
Alles rund um die WM gibt es auf www.handball-world.com
Video:
Auch in Sachen Video gibt es eine Menge interessante Anlaufstellen.
Neben Sky bietet Sport1 viele Videos (Interviews und Hintergründe) an.
Aber auch der DHB ist mittlerweile mit DHB-Timeout auf Youtube unterwegs und bietet ein tägliches Update rund um die Nationalmannschaft.
https://www.youtube.com/user/DHBde
Kretzsches WM-Tagebuch darf natürlich auch nicht fehlen.
https://www.youtube.com/channel/UC5QssYULHaedBWybZggXP9g
Twitter:
Mittlerweile ist rund um den Handball auch auf Twitter einiges los. Folgt einfach meiner Twitterliste oder nutzt diese als Basis für eure eigene Liste.
https://twitter.com/JanLauer/lists/handball
Handball-WM - ARD Reportage Alles anders
Die ARD hat zwar in diesem Jahr keine Übertragungsrechte an der Handball-WM, dafür aber im Vorfeld eine ausführliche Reportage über die Zustände im Handball gemacht.
Ein echt sehenswerter Film über Wildcards, IHF, TV-Rechte und die Situation in Qatar.
http://www.sportschau.de/handballwm2015/videoallesandersdiehandballwminkatar100.html
Wenn ich Lust habe, dann schreibe ich in den kommenden Tagen nochmal ein paar Dinge aus meiner Sicht auf. Die ARD-Reportage ist davon aber nicht soweit entfernt. ;)
#digitalLEBEN - 10 Fragen, meine Antworten
Die SPD möchte etwas wissen, von uns allen! Hier also meine Antworten auf die 10 Fragen in der Blogparade:
In einer digitalen Welt zu leben, bedeutet für mich…
ständig Informationen zu haben, wenn ich sie benötige. Egal ob z.B. Navi, Wikipedia, Google. Ich kann immer darauf zugreifen.
Mein Computer ist für mich… Arbeitsgerät, Lesegerät und TV-Gerät in einem. Gleichzeitig ist der Computer aber auch nicht mehr der klassische PC wie vor 6-7 Jahren sondern ebenso Smartphone und Tablet.
Wirklich gut! Die größte Chance durch die Digitalisierung ist… Der leichtere Zugang zu Bildung für viele Menschen und die einfachere Möglichkeit der Vernetzung. Egal ob im geschäftlichen oder privaten Umfeld.
Bedrohlich! Wir müssen aufpassen, dass…
wir nicht die Technik um der Technik willen einsetzen. Und das Thema Datenschutz nicht vergessen, dabei aber gleichzeitig auch nicht vor lauter Verbraucher- und Datenschutz überreagieren und alles, was neu ist, dämonisieren.
Die Digitalisierung verändert mein Leben durch… die permanente Verfügbarkeit von Informationen. Das ist eine große Erleichterung bei Recherchen und der Möglichkeit an Waren zu kommen, die ich hier vor Ort nicht bekomme (und auch vor der Digitalisierung nicht so einfach bekommen hätte).
Chatten mit den Enkeln, Einkaufen per Mausklick, Arbeiten ohne feste Bürozeiten. Was bringt die Digitalisierung für Familien und Ältere? Sie kann einge große Erleichterung für alle sein.
Familien können über Skype und Co. besser kommunizieren, z.B. wenn Eltern oder Kinder im Ausland sind. Das ist in meinen Augen schon was anderes als nur zu telefonieren, gerade wenn es um längere Zeiten der Abwesenheit geht. Das gilt natürlich gleichermaßen für Oma und Opa.
Flexible Arbeitszeiten und vor allem ortunabhängiges Arbeiten kann das Leben enorm vereinfachen. Wichtig ist dafür natürlich eine gute Breitbandverbindung.
Die Digitalisierung kann gerade auch für ältere Menschen viele Erleichterungen bringen. E-Books mit einstellbaren Schriftgrößen sind ein kleines Beispiel dafür. Probieren sie das mal mit einem Buch! :)
Programmieren in der Grundschule, das gesamte Faktenwissen der Welt in der Suchmaschine. Wie sollte Bildung der Zukunft aussehen?
Die Forderung nach Programmieren als 2. Fremdsprache in der Schule ist genau richtig. Ob es schon in der Grundschule sinnvoll ist, kann ich nicht sagen. Aber grundsätzlich ist der Reformbedarf gerade im Zuge der Digitalisierung im Bildungsbereich nochmal enorm gestiegen und gehört endlich angepackt. Gleichzeitig ist Bildung aber mehr als nur Schulbildung. Lebenlanges Lernen ist wichtig und auch hier müssen die Angebote verbessert werden.
Wichtig bei dem ganzen Thema wäre mir, das wir von der oft angstgetriebenen Diskussion wegkommen und mehr auf die positiven Aspekte schauen. Ein Smartphone in der Schule ist kein Teufelszeug. Der richtige Umgang damit ist wichtig. Da fehlt es vielen Lehrern, Politikern, Eltern noch am richtigen Umgang. Das wird sich aber hoffentlich in den nächsten Jahren legen.
An jedem Ort arbeiten können und ständig erreichbar sein. Was bedeutet das für Arbeit im Digitalen Zeitalter? Zunächst einmal bedeutet es Freiheit. Wir sind nicht mehr an einen Ort zum Arbeiten gebunden. Die ständige Erreichbarkeit kann zu einem Problem werden. Hier müssen wir den Umgang zum Teil noch lernen. Sich bewusst Auszeiten zu nehmen ist wichtig.
Was müssen wir im digitalen Zeitalter tun, damit unsere Wirtschaft erfolgreich bleibt?
Wir müssen vor allem in Bildung investieren. Gleichzeitig gilt es aber die Netzneutralität zu sichern um allen die Möglichkeit zu geben vom Internet zu profitieren. Das gilt sowohl im Privaten, als auch in der Wirtschaft.
Die Digitalisierung schafft Chancen und birgt Risiken. Von der SPD erwarte ich, dass…
sie den jetzt begonnen weg #DIGITALLEBEN konsequent weitergeht und nachdem guten Start das Thema weiter vorran bringt, auch über den Parteitag Ende 2015. Außerdem wäre es schön, wenn einige "komische" Beschlüsse aus der Vergangenheit nochmal überdacht werden. Was ja auch schon geschieht, denn der Parteitag in NRW hat am Wochenende die Ablehnung der VDS beschlossen.
Ich denke die SPD ist auf dem richtigen Weg und hoffe, dass es gelingt, möglichst viele Menschen mit zu nehmen. Auch wenn im "Netz" gerne über die Postkarten zu #DIGITALLEBEN gelacht wird. Es ist in meinen Augen notwendig um möglichst alle zu erreichen und auf vielfältige Art Feedback zu bekommen.
Die Handball-Championsleague bei Sky. Na denn.
Die #ehfcl läuft ab sofort bei Sky und heute wurde das erste Spiel gezeigt. Was ich so auf Twitter lese, war die Übertragung gut und es gab einen ordentlichen Vorlauf vor dem Spiel. Obwohl Sky nur einen Vorlauf von 14 Tagen hatte. Toll!
Aber 1: Halle nur zu einem Viertel gefüllt!
In der Halle bei den Rhein-Neckar Löwen waren nur ca. 3200 Zuschauer (in einer Halle mit einem Fassungsvermögen von 14.500 beim Handball). Warum so wenige Zuschauer? Anwurf war um 21 Uhr. Der Grund dafür sind die TV-Verträge!
@JanLauer Liegt an den TV Zeiten, da war wohl nur um 21 Uhr Platz für uns!
— Rhein-Neckar Löwen (@RNLoewen)
27. September 2014
Gut auch sonst waren in der Vorrunde die Hallen oft nicht voll, allerdings ist Montpellier auch keine NoName und sollte deutlich mehr Zuschauer in die Halle ziehen. Aber um 21 Uhr können Familien mit Kindern einfach nicht mehr in die Halle und auch für Fans mit einer weiteren Anreise ist so eine Anwurfzeit eine Zumutung. Also verlieren die Vereine auch noch zusätzlich Zuschauer und damit Einnahmen. Ich kann mir nicht vorstellen, das die Rhein-Neckar Löwen mit 3200 Zuschauern einen Gewinn machen können.
Ungewohnte #SAPArena ... Unterrangspiel ... Aber egal! Hauptsache #loewenlive pic.twitter.com/dll2s4PDWq
— RedGoldLion (@antscd)
27. September 2014
Aber 2: Kaum jemand kann es gucken.
Eurosport hat in den vergangenen Jahren die Spiele übertragen und ist dabei oft erst zu Spielbeginn (oder sogar manchmal später) auf Sendung gewesen. Aber da konnte zumindest jeder die Spiele sehen. Jetzt muss man mindestens 24,90 EUR zahlen und hat dann noch nicht mal HD (kostet einen 10er extra). Dafür bekommt man dann die Fußball-CL, den DFB-Pokal, Golf und Formel 1 noch mit dazu. Schön, aber wenn das (wie bei mir) uninteressant ist, dann ist es zuviel Geld für die Handball-CL alleine. Außerdem sind natürlich, gerade in der Vorrunde viele Spiele nur mäßig interessant, weil die Gegner einfach zu schwach sind. Damit wird die Zahl der Spiele die man für mindestens 24,90 EUR sieht nochmal reduziert.
Also findet die Handball-CL bei Sky unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt. Da hilft dann auch "das neue Level" bei den Übertragungen nicht wirklich.
Hoffentlich profitiert Sport1 und erreicht mehr Zuschauer, weil ingesamt weniger Spiele zu sehen sind.
Aber 3: Webstream ohne deutsche Beteiligung? Gibt es nicht mehr.
Seit dieser Saison sind auch im Internet keine Spiele mehr zu sehen. Der Zusammenhang mit dem neuen Sky-Vertrag wurde zwar nicht bestätigt, aber dies scheint der Grund für den kompletten Wegfall der Streams von EHF-TV zu sein.
Fazit:
Handball scheint deutlich besser im TV präsentiert zu werden, aber kaum einer kann es sehen.
Arbeitgeber, ihr habt doch nicht alle Tassen im Schrank
Gerade bin ich bei Twitter über diesen Artikel von t3n gestolpert: "Bewerbung: Diese Facebook-Profil-Fehler bringen dich um deinen neuen Job" "Die Gründe, warum Arbeitgeber einen potenziellen neuen Mitarbeiter ablehnen, sind vielfältig. Einige sind offensichtlich. So waren unangemessene, provokative Fotos oder Infos für 46 Prozent der Befragten nicht hinnehmbar. Für 41 Prozent waren Hinweise darauf, dass die Bewerber Alkohol trinken oder Drogen nehmen nicht akzeptabel." Liebe Menschen mit Personalverantwortung, was wollt ihr eigentlich? Wollt ihr Engel? Wollt ihr nur brave Sklaven Arbeitnehmer, die keine Kritik üben? Habt ihr nie über die Stränge geschlagen? Feiert ihr nie? Ihr trinkt immer nur brav Apfelsaft?
Nur weil es bei euch früher noch kein Facebook gab, wart ihr doch nicht besser! Ein Facebook- oder sonstiges Social-Media-Profil entscheidet bei euch über einen Job? Und wenn dann dort falsche Bilder oder Kommentare auftauchen, dann sind die Kandidaten raus? Dann viel Erfolg mit den Arschkriechern und Strebern! Dann hört ihr bestimmt oft: "Ja, du bist der beste Chef". Weiterbringen wird es euch nicht. Denn das Leben besteht aus mehr als Arbeit und immer schön mit dem Strom schwimmen! Seht euch die Kandidaten an! Sprecht mit ihnen, auch über eventuelle Fehler in der Vergangenheit. Auf einmal sind die mit den ganzen schlimmen Dingen im Profil vielleicht gar nicht mehr so schlimm. Für alle wegen sowas abgelehnten Kandidaten: Seid froh! Bei so einer Firma kann man nicht glücklich werden!