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@kafkaseinvater
Am Ende wird alles gut. Man muss das Ende nur akzeptieren.
Zunehmend drängt sich wieder die Frage auf: Warum es nicht einfach jetzt machen?
0110
Angst.
Ich bin ziemlich gefickt und alleine. Habe heute die Dosis verdoppelt. Müsste es morgen wieder tun. Die Wirkung lässt spürbar nach. Kopfschmerzen, Schlafmangel, Konzentrationsprobleme.
Mein Kreislauf spielt auch nicht mit. Und Angst. Immer Angst und immer öfter.
Vielleicht in einem anderen Leben. Vielleicht wird dann alles gut.
Was das für ein Gefühl sein muss... erschossen zu werden. Abgeführt, von technokratischen Klonen. Seiner eigenen finalen Lösung zugeführt.
Fallen lassen würde ich mich in dies Schicksal. Gewiss mit einer perversen Mischung aus Vorfreude, dem Danach entdecken und Furcht, dem Weg dorthin. Es soll nicht Schmerzen, zielen sie gut. Er soll nicht zögern, sonst verlässt mich der Mut.
Wie wohltuend es sein muss, keine Wahl zu haben. Nur noch Zuhörer fremder Gedichte sein.
Eine unfassbar wertvolle und doch seltene Eigenschaft ist, die Fresse zu halten zu können.
Am Ende wird alles gut. Was daran liegt, das es das Ende ist.
Er war am Gleis und wartete auf den Zug. Schon auf dem Weg dorthin breitete sich ein unruhiges, unangenehmes Gefühl in ihm aus, welches mit zähem Charakter versuchte seine Entscheidungen zu beeinflussen. Träge Müdigkeit mischte sich in jeden Gedanken und jede Bewegung. Der Zug fuhr in den Bahnhof ein, während er am Bahnsteig stand. Danach der nächste Zug und zehn Minuten später wieder einer.
Was soll das? Fragte er sich müde, traurig und genervt.
Wut stieg in ihm auf. Der Termin war fest gesetzt. Es fehlte eine Zutat. Und er wusste nicht ob er dies soeben entdeckt, oder beschlossen hat.
Wie auch immer - es fehlte eine Zutat.
Nun würde sich alles um eine Woche verschieben. Um 5 Tage, um genau zu sein. 5 Tage... wie lästige.