Three of a kind
Beim Spiel des Lebens hatte ich alles auf den Herzbuben gesetzt. Des Sieges sicher, baute ich meine komplette Strategie auf den jungen Herren auf. Ich war all in und all about him. Ohne Joker im Ärmel oder zweites Blatt in der Hinterhand stieg ich ein und ohne Herz und Verstand stieg ich aus.
Nachdem ich alles gesetzt und alles verloren hatte, so dachte ich, folgten die klassischen Phasen des Verlustes: Verleugnung, Wut, Verhandlung, Depression und schließlich die Akzeptanz. Wieder auf den Beinen wagte ich mich wieder an den Spieltisch und stellte fest, dass mir bereits ein neues Deck ausgelegt wurde. Ich brauchte die Karten nicht einmal umdrehen um zu wissen, was ich nun auf der Hand hatte. Ich hätte sie durch den ganzen Raum gespürt. Ich fühlte die Wärme ihrer Herzen, als würde direkt vor mir die Sonne aufgehen.
Die Herren um mich herum setzten sich und das neue Spiel begann. Ich nahm mein Blatt in die Hand und die drei wunderschönen Damen vor mir lächelten mich verschmitzt an. Ich war wieder all in und all about them. Doch dieses mal verlor ich nicht. Ganz im Gegenteil, dieses mal gewann ich. Ich gewann endlich die vierte Dame, die mir so lange im Deck gefehlt hatte.
Als ich mich das nächste mal an den Spieltisch wagte und mein Blatt drehte, lagen dort keine Damen mehr. Vor mir standen nun vier Königinnen.











