kurzer Einblick in Vietnam
Froehliche Weihnachten an euch alle lieben Menschen dort draussen! :)
Wir sind gerade in Siem Reap, Kambodscha und nehmen heute Nachte den Bus nach Bangkok, um am 27.12 morgens unseren Flug zu erwischen.Ein grosser Teil unserer Reise ist bereits abgeschlossen. Es ist echt verrueckt wie schnell die Zeit vergeht. Gleichzeitig hab ich mich aber auch schon so an Asien gewoehnt, dass es sich anfuehlt als waere ich schon ewig hier. So und nun mal etwas zu Vietnam.
Nach einem genialen Start (Marias Visum wurde am Flughafen, ohne Gebuehren, einfach um 10 Tage verlaengert) gings erstmal wieder bergab. Maria ist leider richtig krank geworden, weshalb ich mir die Ha-Long Bay und Hanoi alleine anschauen musste :( In Hanoi ist so viel Verkehr und Trubel. Es wird nur gehupt, es ist stickig und an jeder Ecke wird man fast platt gefahren. Ein friedlicherer Ort ist der See direkt im Zentrum. Dort gibt es ein kleine Cafe (Pho Co heisst es glaube ich), von welchem man einen total schoenen Blick ueber den See hat und einen leckeren Iced Egg Milk Kaffe trinken kann. Es hoert sich eklig an, ist aber wirklich extrem lecker. Ich habe in Hanoi das ehemalige Gefaengnis Hoa Lo besucht, welches sowohl von den franzoesischen Kolonialisten um Vietnamnesen einzubuchten, als auch von Vietnamnesen um amerikanische Piloten im Vietnam Krieg gefangen zu halten, genutzt wurde. Das Museum ist meiner Ansicht nach sehr (!!!) einseitig gestalten. Es gibt Fotos, wo die gefangen US Piloten verarztet bzw. gefuettert werden und wo sie mit den Waertern etwas basteln oder Volleyball spielen. Genau gegenteilg wird natuerlich dargestellt, wie die Franzosen Jahre zuvor die vietnamnesichen Gefangenen behandelt haben. (also sehr schlecht, Fussketten, Dunkelkammern, Folter etc...) Ich bin jetzt kein Experte in dem Gebiet, kann mir aber kaum vorstellen, dass das so war.
Ha Long Bay ist sehr schoen, aber zu jetziger Zeit ist die Sicht sehr schlecht, weil es irgendwie nebelig ist. Ausserdem ist es natuerlich extrem touristisch und dementsprechend auch verdreckt. Wer sich mal die Zeit nimmt, sollte definitv 3 Tage machen, da sieht man mehr und der Tourismus wird weniger, denke ich.
Maria war dann zum Glueck wieder fit und wir sind gemeinsam ueber Hue, Hoi An und Nha Thrang nach Saigon gereist, mit einem Open Tour Bus (meist Schlafbus). Das war eigentlich ganz witzig. Statt Sitzen gibt es eher so Liegen, auf denen man gar nicht mal sooo schlecht schlafen kann. Hoi An hat uns wieder mal total gut gefallen. Nachts am Fluss waren ueberall Lichter und es sah echt wunderschoen aus. Wir haben uns dort unsere persoenlichen Sandalen und Kleider anfertigen lassen. Total cool. Ausserdem hat uns ein Essen krass begeistert, welches es nur in Hoi An gibt. Es heisst Cao Lao und besteht eigenlich nur aus Nudeln, frischen Kraeutern, einer deftigen Bruehe, Croutons und feinen Schweinefleischstreifen. Irgendwie eine Mischung aus Suppe und Pasta. SO LECKER! Keine Ahnung, wie die das wuerzen, aber es ist echt gut.
Nha Thrang war ein wenig enttaeuschend. Wetter war schlecht und ueberall wimmelt es von Russen, von denen viele wirklich undfreundlich waren. Wir haben aber das Beste draus gemacht uns mit netten Israelis einen Spa Tag mit Schlammbaedern gegoennt.
Vietnam ist generell gesehen irgendwie anders, vorallem mehr entwickelt. Laos, Kambodscha und Thailand kann man irgendwie in einen Topf stecken, aber Vietnam passt nicht richtig rein. Ich kann, aber auch nicht genau erklaeren, woran es liegt. Die Menschen sind jedenfalls extrem bemueht haben wird festgestellt und auch immer freundlich. Von anderen Travelern haben wir gehoert, dass Vietnamnesen gerade mit dieser Freundlichkeit die Touris uebern Tisch ziehen. Diese Erfahrung hatten wir jetzt persoenlich nicht. Kommt eben immer drauf an.
Was ich euch gerne noch erzaehlen moechte, ist wie nachts in Saigon (es glitzert ueberall, fast schon wie Vegas) sich die Leute extra huebsch angezogen haben, um mit der Weihnachtsdeko zu posieren. Maria und Ich haben uns mit unseren Schlabberhosen echt wie kleine Penner gefuehlt. Sogar die Kinder hatten Weihnachtskostueme angezogen bekommen, um ein Foto zu machen. Richtig krank irgendwie haha :D
Ins Mekong Delta haben wir von Saigon aus einen Ausfluge gemacht. Es war eine komplette Touri Tour. (Bootsfahrt mit traditionellem Hut, Herstellung von Kokosnuss Candy etc...) trotzdem war es ein schoener Ausflug. Wer aber das richtige Delta sehen will (auch die Armut), der muss denke ich es irgendwie privat organisieren und eventuell mehr Zeit und Geld investieren.
Soviel zu Vietnam. Ich habe das Gefuehl uns ist landschaftlich gerade im Norden vielleicht etwas entgangen, aber wir haben einen guten Einblick erhalten und schliesslich ist das nicht unser letztes Mal in Vietnam. Wir sind ja noch jung.
Guten Rutsch wuensche ich euch!! Carla
PS: Bald schreibt auch mal Maria wieder! Vielleicht ueber Kambodscha