Eine heruntergekommene Gemeinschaftsküche, der Strom ist wieder einmal ausgefallen, die Abendsonne scheint Hoda und Hajir, beide 29 Jahre alt, ins Gesicht. D...
Die Möglichkeit, jederzeit in ein Land abgeschoben zu werden, in dem einem die Todesstrafe droht. Die Einsamkeit und die Ungewissheit darüber, ob man seine eigene Familie jemals wiedersehen wird. Ich glaube nicht, dass auch nur einer der Menschen, die Hasstiraden gegen Flüchtlinge aussprechen, mit eben diesen Menschen tauschen möchte, die in den Gemeinschaftsunterkünften leben, und ich verstehe auch diesen Neid gegenüber der Flüchtlinge nicht, der in der deutschen Bevölkerung herrscht. Anbei ein Link zu einem schönen NDR-Bericht, der auf realistische Weise den Alltag in einer Flüchtlingsunterkunft in Deutschland zeigt (ich habe selbst schon eine solche Gemeinschaftsunterkunft besucht). Leider kann man intoleranten, fremdenfeindlichen Pegida-Sympathisanten so etwas nicht zeigen, da diese dann gleich wieder "Lügenpresse" skandieren. Sie machen es sich so verdammt einfach. Vielleicht sollten sie einfach mal einige Wochen in solch einem Heim verbringen und dann darüber nachdenken, ob ihr Neid und Hass gerechtfertigt ist.
Und zu den Leuten, die versuchen, die Anschläge in Paris für ihre Fremdenfeindlichkeit zu instrumentalisieren bleibt eigentlich nicht viel mehr zu sagen als "Schämt euch". Hier sind Leute auf qualvolle Weise ums Leben gekommen und es ist ein unglaublich grausamer Akt, der von grausamen Menschen verübt wurde. Der Hass und die Trauer der Menschen ist mehr als verständlich. Dass aufgrund der Umstände eine Diskussion über Religionen zustande kommt, ist ebenfalls durchaus zu verstehen. Trotzdem rechtfertigt es keineswegs die "Auge um Auge"-Justiz, die mancherorts Einzug gehalten hat. Noch weniger ist zu verstehen, dass Rassisten die Ereignisse selbst in Deutschland für ihre eigene Propaganda nutzen. Ihr seid nicht Charlie! Manchmal frage ich mich, wie diese Leute nachts ruhig schlafen können. Entwicklungen wie diese zeigen: Das Böse wohnt nicht in Asylbewerberheimen, sondern ganz woanders.















