Nach einigen erfolglosen Versuchen in der Raubfischschonzeit gezielt den Barschen nachzustellen, gab es dann eine Woche vor Schonzeitende dann doch die ersten Barsche. Der lange Winter hat die Fischbrut doch deutlich verzögert und erst nach einer längeren Phase mit Temperaturen um die 20 Grad haben die Barsche dann doch mitgespielt.
Allerdings ging auf kleine Twitchbaits mehr als auf mini Gummis am Texas- oder Carolina-Rig. Twitchen ist nicht ganz meine Lieblingsangelei, aber hin und wieder macht es doch Spaß.
Am 16. Mai hab ich mir wie jedes Jahr Urlaub genommen und wir sind "traditionell" erstmal nach Finkenwerder gefahren. Dort hatte ich dann erstmal einen Fehlbiss auf Sicht von einem mitte-20-Barsch, der nur Spuren auf dem Gummifisch hinterlassen hat aber nicht am Haken hing. Das Wasser war schon wieder am Auflaufen und der Biss kam ca am Fuß der Steinpackung.
Etwa eine halbe Stunde später biss dann ein 29er Barsch, der sich zumindest zu einem Fototermin einladen ließ. Dieser hat auch am Fuß der Steinpackung gebissen - an einer Stelle, an der der Boden sehr interessante Strukturen hat und die ich mir seit Jahren als Hotspot gemerkt habe, da dort immer wieder Zander gebissen haben. :)
Ja, ich weiß, ich muss zum Friseur - dort war ich heute auch. Beweis hoffentlich morgen auf neuen Fangbildern
Das auflaufende Wasser hat uns dann später verscheucht und wir sind erstmal etwas essen gegangen. An dieser Stelle will ich nochmal erwähnen, dass wir wie zu jedem Saisonstart wieder sehr nett auf gültige Papiere kontrolliert worden sind. Die Kontrolleure kennt man ja mittlerweile und die sind auch immer für nen netten Klönschnack zu haben und berichten von den letzten hochgenommenen Fischwilderern. :)
Nach einem Stellenwechsel fing es erstmal zäh an, aber nach ein paar Köder- und Methodenwechseln stieg dann doch der erste Barsch ein. Ich schäzue ihn auf gute 30 cm, aber genau kann ich es nicht sagen, da sich quasi bei der Landung der nur sehr knapp gehakte Haken gelöst hat. - Dennoch gab das einen neuen Motivationsschub und die Stelle wurde gründlicher abgefischt.
Nach ein paar weiteren Würfen wieder ein kräftiger Biss und meine 2-8g Pulse Evo konnte nun mal wieder zeigen, wie viel kraft sie doch hinten raus besitzt und kräftige Kopfstöße gut abfedert. Schnell war klar, dass dies der erste Zander sein sollte, obwohl ich insgeheim auf meinen Traumbarsch gehofft hatte. Mit 41 cm war es auch der erste maßige Zander, aber nach einem Küsschen durfte er dann doch wieder baden. Ich war mir fast sicher, dass ich an diesem Tag noch einen fangen würde und der ein wenig größer sein würde.
Nur ein paar würfe später ein noch kräftigerer Biss und das ultraleicht-Geschirr wurde mal wieder auf die Probe gestellt - und hat diese wieder mit bravur bestanden. Heraus kam ein 48er Zander, den ich dann auch zum Essen eingeladen habe. Einem Freund hatte ich schon das Jahr davor einen Zander versprochen und dieser sollte seiner sein. Nachdem ich 2012 genau einen maßigen Zander gefangen hatte, konnte ich ihm bisher keinen mitbringen und nun hatte ich also am ersten Tag der Saison schon mehr maßige Zander gefangen als die gesamte 2012er Saison.
Anzumerken sei wohl noch, dass alle 4 Fische auf schlanke 9-12cm Köder gebissen haben. Entweder low action shads oder keitech pintails (sexy impact) langsam faulenzend geführt am 5g Texas-Rig. Beide Barsche haben wohl vor dem Biss ein wenig den Köder angestupst, denn ich hab schon vorher gespürt, dass da etwas am anderen Ende passiert. Beide sind nach dem Biss direkt zur Seite weggezogen wie ich es bisher nur beim Aland hatte. Ich denke das Anstupsen sowie das sofortige losschwimmen deuten beide darauf hin, dass die Barsche im Trupp unterwegs waren. Vermutlich wollten sie ihre Beute direkt sichern und das Anstupsen könnte auch von anderen Barschen gekommen sein.
Morgen geht es wieder los und ich habe es weiterhin vor allem auf dei Großbarsche abgesehen, wobei die Zander an denselben Spots stehen und dieselbe Beute jagen. Solange möglich fische ich weiter die Ultraleicht-Kombo mit 2-8g, mit der knapp 50er Zander richtig viel Spaß machen.