Unverträglichkeiten - Wie es dazu kam -Teil2
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Endlich schwanger! Beim zweiten Mal gehts hoffentlich besser als beim Ersten. Nein, ich rede nicht vom zweiten Kind sondern der zweiten Schwangerschaft. Nachdem der erste Krümel nicht da bleiben wollte hat es nach meiner längeren Vitamineinnahme wenigstens beim zweiten Krümelchen geklappt. Mit diesem Krümelchen allerdings kam auch ein fürchterlich juckender Ausschlag.
Erst war nur ein Finger betroffen, doch langsam juckten auch die Armbeugen, der Hals, die Augenlieder. Mein ganzer rechter Arm war ein einziger Ausschlag und der Linke fing auch an zu jucken. Die typischen Blutabnahmen in der Schwangerschaft wurden regelrecht zur Tortur. Immer in die selbe Stelle, da nur dort die Ader fühlbar war und wegen des Ausschlags durfte ich nochmal doppelt so oft zur Blutabnahme.
Nun, ein Ausschlag, ab zum Dermatologen. Der bestätigte, was ich vermutete, Neurodermitis! Was tun? Eincremen. Aufgrund der Schwangerschaft aber besser nicht mit Cortison. Aber, mit Cremen ging der Ausschlag auch nicht weg. Zugegeben, ich konnte ihn etwas beeinflussen, aber nur insofern, als dass ich den Juckreiz etwas drosseln konnte. Jeder andere hätte jetzt vermutlich doch zu Cortison gegriffen, jedoch war mir von vorne herein klar, dass hier irgendwas im Argen lag.
Lange Recherchen zum Thema Neurodermitis waren angesagt. Ich vermutete eine Histaminintoleranz, da ich das Gefühl hatte auf ganz viele verschiedene Lebensmittel zu reagieren. Vor allem auf Histaminreiche Lebensmittel scheinte ich zu reagieren. Mir war klar, ich brauchte jemand, der sich damit auskennt, vor allem, da mein kleiner Krümel, der zu Beginn schnell wuchs mitlerweile etwas kümmerte und wohl auch verfrüht raus wollte. Ich war froh, dass ich durch Internetrecherche den richtigen Arzt gefunden hatte.
Dummerweise musste ich nach dem ersten Arzttermin einen kleinen Zwischenstop im Krankenhaus einlegen, da ich aufgrund eines verkürzten Gebärmutterhalses ein paar Tage beobachtet werden sollte. Dort versuchte ich verzweifelt mich Histaminarm zu ernähren. Beim Büffet habe ich das geringste Übel gewählt und generell Laktose und Glutenfreie Speißen bestellt. Das Ergebnis war, das mein Ausschlag rasant schlimmer wurde und ich aufgrund des Juckreizes nach wenigen Tagen nur noch ein heulendes Häufchen Elend war. Glücklicherweise haben die Ärzte, Schwestern und Hebammen eingesehen, dass ich zuhause eindeutig besser aufgehoben war und ich konnte den nächsten Termin bei meinem Spezialisten für Nahrungsmittelunverträglichkeiten wahr nehmen.
Eine Blutanalyse bestätigte seine Vermutung und schockierte uns beide. Ich hatte einen immensen Vitamin und Nährstoffmangel und mein Immunsystem reagierte auf ALLES! Nachdem ich die Charts bei den Nahrungsmittelgruppen 1 und 2 sprengte, testeten wir auch 3 und 4. Ich konnte kaum fassen, dass ich sogar auf Kartoffeln reagierte. Ich reagierte auf Milch, Nüsse, Mehle, Bananen, Shokolade, Fleisch, Eier, ALLES! Ich reagierte auf sämtliche “Ersatzprodukte”: Mais, Buchweizen, Ziegenmilch, … ALLES. Nicht nur das, ich sprengte sogar sämtliche Charts. Der Normalbereich ging bis 20, Der ausgewiesene Topwert lag bei 50. In den meisten Fällen war ich darüber. Für Hühnereier hab ichs sogar bis auf 120 geschafft, kein Wunder also, dass es mir nicht allzu gut ging.
Was jetzt? Ernährungsumstellung, Entgiftung, Vitamin- und Mineralstoffsupplementierung und Probiotika! Und das alles in der Schwangerschaft! Probiotika und Nahrungsergänzung nahm ich ja bereits vorher, die wurden jetzt abgestimmt und auf natürliche Produkte umgestellt. Eine richtige Entgiftung wie beim Basenfasten habe ich nicht gemacht, allerdings gabs 4 Wochen oder länger nur gedünstetes Gemüse. Mein Arzt sagte eigentlich ich soll auch etwas Fleisch und Fisch essen, allerdings war meine Reaktion zu dem Zeitpunkt auch darauf so stark, dass ich freiwillig verzichtete.