Wo gestern noch ein Licht war, ist heut kein Licht mehr sichtbar.
Es ist nicht fair. Das alles ist nicht fair. Du warst mein zu Hause, mein Zufluchtsort, meine Heimat, meine Liebe, mein Leben, mein Seelenmensch. Aber du hast entschieden, dies alles nicht mehr zu sein. Du hast entschieden mich alleine zurück zu lassen. Mit all meinen Plänen, meinen Ängsten, mit all meiner Liebe. All meine Liebe für dich. All diese Liebe die ich in mir getragen habe, die ich mir seit Kindheitstagen immer gewünscht habe, konnte ich für dich fühlen. Ich hatte immer das Gefühl, dass sich die wahre, die große, die einzige und letzte Liebe genau so anfühlen muss. Wenn ich dich angesehen habe, warst du das Glück meines Lebens. Nichts hat mein Herz, meine Seele und meinen Kopf so sehr erfüllt wie du es getan hast.
Und jetzt? Jetzt ist da nichts mehr von dir. Mir ist nicht geblieben. Du hast ein uns aufgegeben für etwas neues. Du hast mich aufgegeben für eine andere. Und es ist mir nicht begreifbar, denn ich habe dir alles von mir gegeben was ich nur konnte. Und gewiss weiß ich jetzt, dass das zu viel war. Mehr als du ertragen konntest, mehr als du tragen konntest. Ich erkenne meine Fehler ganz deutlich, auch wenn du meinst, dass ich keine gehabt habe. Doch habe ich:. ich habe auf dich in meinem Leben gebaut und viel mehr habe ich mein Leben um dich herum gebaut. Meinen ganzen Tag habe ich um dich herum gebaut. Und bestimmt hat dir das Angst gemacht. Bestimmt dachtest du, du müsstest das genau so wollen wie ich, aber das ist nicht der Fall. Mein größter Fehler: Ich habe mich aufgegeben für dich! Ich habe mich vergessen, ich war mir nichts Wert, weil du mein alles warst. Und jetzt sitze ich hier alleine und weiß nicht weiter. Ich habe 1.000 Fragen im Kopf und davon betreffen nicht alle dich. Natürlich ist ein Großteil der Fragen an dich gerichtet, aber die würde mir am Ende ja doch niemand beantworten können. Viel mehr stelle ich mir die Frage: Werde ich jemals wieder so lieben können? Werde ich mich jemals wieder so aufgeben können für einen Menschen? Und selbst wenn ich das Gefühl habe ich könnte es, würde ich es tun, oder wäre meine Angst doch viel zu groß wieder verletzt zu werden.
Du hast mir alles genommen, meine Freude, mein Lachen, meine Energie, meine Liebe. Wie oft sitze ich da und verstehe nicht was ich hier noch mache. Was ich hier will. Warst du doch meine Existenz. Und ich gebe mir wirklich alle Mühe, dass ich mir etwas Wert bin. Ich gebe mir alle Mühe mich selbst zu lieben, mir zu sagen, dass du nicht das warst, was mich ausgemacht hat, aber es ist schwer mir das zu glauben. War ich doch so stolz auf dich. So stolz auf uns.
Diese Bilder verschwinden einfach nicht aus meinem Kopf. Dein lächeln, dein Gesicht, dein Körper. Deine bestimmende Hand um meine, wie sie meine umschlossen hat und ich dachte ich könnte alles schaffen, habe ich nur dich. Und gerade jetzt merke ich, dass ich aufgeben will. Weil ich ohne dich nicht ich bin. Aber ich weiß auch, dass es weiter gehen muss, dass ich weiter gehen muss. Auch ohne dich. Und könnte ich letzten Endes irgendwann einmal ehrlich zu mir sein, dann würde ich folgende Worte schreiben:
Du hast mich nicht verdient. Ich war von Grund auf gut zu dir, du aber nicht zu mir. Du hast mich so oft belogen, du wolltest mich betrügen und das nicht zum ersten mal. Du hast es geliebt mit dem Feuer zu spielen, aber es ist unfair, dass ich jetzt diejenige ist, die mit den Verbrennungen leben muss. Und genau deswegen hast du mich nicht verdient und ich dich erst recht nicht. Ich habe es nicht verdient so behandelt zu werden. Und natürlich wusste ich schon immer wie du sein kannst, habe ich dich ja nicht anders kennen gelernt. Du wirst so niemals glücklich werden und das ist auch gewiss nicht mein Problem. DU bist nicht mein Problem und du bist nicht meine Last. Ich kann froh sein jetzt frei zu sein, frei von dir. Frei von dem Zwang zu wissen was du machst, mit wem du was machst, mit wem du sprichst. Frei von der Angst vor den Dingen, die du mir alle angetan hast. Frei von der Angst zu wissen, dass ich am Ende doch nicht die eine bin für dich.
Doch wenn ich jetzt ehrlich zu mir selbst bin, dann bin ich noch nicht so weit es so zu sehen. Ich sehe mich momentan ja nicht mal selbst. Weil ich das WARUM? nicht verstehen kann. In meinem Kopf bleibt diese eine Frage: warum? warum in aller Welt ist das alles so gekommen. Warum musste ich dich kennenlernen und warum muss ich dich so sehr lieben? Was soll ich daraus lernen, was soll mir das bringen. Warum muss ich durch die Hölle gehen währenddessen du einfach so weiter machst und dir gleich nen neues Weib anlachst? Und ich hasse es dich zu vermissen. Ich will das nicht. Ich wollte das alles doch so sehr, aber niemals so...