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@mrorlok
Selbsthass
Gefangen in einem Raum mit Spiegel und eigenen Ego. Die Seele in Splittern; Körper nur als Deko. Auge in Auge, blickst du zu deinem eigenen Selbst. Nur du siehst mit was du alles rumschleppst. Gesicht, Arme, Beine, es gibt nichts, was dir gefällt. Kratzen, kaputtreißen, bis es entstellt. Das Verlangen, es zu beenden, ist groß und führt zu nix. Körperlich im Raum, mental im Styx.
Es gibt Zeiten, da habe ich das Verlangen vom Verscheiden. Meine natürlichen Gedanken müssen sich verkleiden. "Bist du betrunken?" Ich bin ein Poet, ich bin ein Träumer, taumelnd durch Bäume und Wiese, wie ein Streuner. Die vielen Stimmen sagen, ich sei verwirrt. Im großen Bühnenlicht werde ich dargestellt, wie ein gedankenloser Landwirt. Ein Landwirt, der auf der Bühne seelenlos und herzlos herumirrt. Wann hört es auf? Mein Kopf ist, wie ein Amoklauf.
Das Semikolon
Ein Satz, der lebt; verfällt langsam in Stille, Nicht ganz zu Ende; stark bleibt sein Wille. Es steht dazwischen; ein Kopf mit Haken, Wörter hier, Wörter da; Gedanken, die ihn plagen.
Die Last, die ihn beschwert; Der Punkt, der das Gute verwehrt. Das Leben ist ein Text; es ist voller Lücken, Das Kapitel ist schwer; unvollständig und in Stücken.
Das Ende fühlt sich nah; die Dunkelheit, so klar, Zerstreut und gottverlassen; alleine und keiner da. Doch das Semikolon, sanft und wunderbar; Zeigt kein Scheitern, wie unschlagbar.
Die Bürde wird größer; Die Kraft schwindet und fällt, Noch kein Ende; der Punkt wird zum Anker, der die Reihe hält. Das Semikolon zeigt dir das Gute; weitergehen, weiterleben, Schwer, aber möglich; weiterleben und dir selbst vergeben.
Weißer Schwan
In einer Welt der Dämonen wächst ein Engel empor, so unschuldig und doch so klein. Wie kann etwas so Schönes doch so schrecklich sein? In den Armen deines Ursprungs und doch komplett allein. Wie ein weißer Schwan auf düsterem See, gleitet leise, kalt und weiß wie Schnee. Im Dunkeln tanzt er, verletzt und voller Leid, doch bleibt der Schwan in Einsamkeit. Im stillen Nest, weit verborgen, liegt oft der Schmerz, der bleibt verborgen. Die Narben sind unsichtbar und versteckt, durch die wunderschönen weißen Federn bedeckt. Ein kleines Herz, das schmerzt und Hilfe schreit, doch niemand hört, niemand bereit. Das Vertrauen, zerbrochen wie Glas, die einzigen Gefühle, die du verspürst, Angst und Hass. Wo Liebe fehlt, wächst nur Schmerz, zerbricht alles im tiefen Herz. Nicht jede Hand, die hält, ist nah, nicht jede Hand ist für dich da. Gefangen in der eigenen Haut, fühlt sich das Herz so oft zu laut. Und dennoch kämpft das kleine Licht, sucht Hoffnung im Dunkeln schlicht.
Gaia
Aus dem Ursprung, aus der tiefsten Nacht, wahrt Gaia, die das Leben macht. In jedem Tier, in jedem Baum, lebt ihre Seele, Traum für Traum. Gaia, meine wunderschöne Gaia, du bist mein Anfang, oh Gaia… Das Licht ist so nah, doch so fern, du bist das, was viele begehren. Oh Gaia, du strahlst, du strahlst zu hell und grell. Die Menschen erblinden zu schnell. Bei dir liegt auch das Leid, ein Schatten, der sich nährt von Einsamkeit.
Himmel (oder Hölle?)
In der weiten Höhe, voller Licht und Glanz, fliegen sie, wie in einem schönen Tanz.
Rhythmus für Rhythmus, keine Spur von Humanismus, fliegen sie alle im Kreise, wie gesteuert und leise.
Das Verlangen mitzumachen ist massiv. Sei auf der Hut; die Regeln sind aggressiv. Augen sind überall, sie sehen dich. Achte auf deinen Fall, Freiheit ist es nicht.
Du siehst nur Sonne und Wolken, doch der Schein trügt; nur Finsternis in Folgen. Siehst du den Schaden, der er dir zufügt?
Anstelle von Tauben, fliegen Raben. Siehst du, was sie dir gaben? Nur Verdamnis und keine Farben.
"Vom Winde verweht"
Eine Giftschlange, getarnt als Würgeschlange, vergiftet mich und schlängelt sich um einen Baum, ich glaube es kaum! Bitte, sei es bloß nur ein Albtraum! Oh, ich wünschte, meine Sorgen würden vom Winde verweht, doch mein "Vom Winde verweht"-Leben ist verdreht. Jetzt schlägt meine schlimmste Stunde, du Ungleichrunde! Du Dummdödelmunde! Wieso muss alles Schöne verderben? Meine rosa Brille zerbricht in vielen Scherben. Wieso muss alles Gute sterben? Oh, ich wünschte, meine Sorgen würden vom Winde verweht, doch "die Freude" ist es, das untergeht! Anstelle von Tränen, weine ich Blut, und anstelle von Mut, habe ich nur Trauer und Wut!
Eine Leiche in der Nacht gleicht einer Silhouette, die lacht. Folgend, schleichend hinterher, immer am selben Ort, trägst du im Herzen stillen Mord. Es sprach hauchend mit Satans Zunge, von innen und außen, in jede feste Wunde. Schleichend durch das Wunderland leise, der rote Herr tanzt wiederholend herum im Kreise. Begierig auf Einklang und Harmonie, zerspringt der Spiegel in einer verzerrten Melodie.
Lasst es doch grün sein!
Wir sind umgeben von Einsamkeit und Radau. Egal wohin man schaut, man sieht nur grau. Bei dem Anblick fühle ich mich schwarz und blau. Oh, lasst es doch grün sein! Es soll voller Leben und Farbe sein. Mein Wunderland nehmt ihr mir nicht weg! Das bleibt bei mir vor euch versteckt.
Innere Stärke
Alles im Leben hat einen Anfang, egal, ob kurz oder wie lang. Ich sitze auf der Wiese, umhaucht von einer Brise. Ich steh wieder auf, es beginnt zu nieseln. Wieso jetzt? Ich habe mich doch gerade erst hingesetzt. Ich habe mein Glück wohl überschätzt. Durch negative Gedanken meint man, man versagt. Man gerät ins Schwanken, von tausend Gedanken geplagt. Ich bin am Fallen, doch das Ziel ist, wieder aufzustehen. All meine Hoffnungen verfallen, ich muss mich zusammenreißen und die negativen Gedanken wegschmeißen. Verstreut ist mein Verstand. Ich bin nicht Alice, doch er liegt im Wunderland.
Gefangen
Es ist sonnig mit Ausschau auf leichte Wolken und Winde. Das Wetter ist zum Träumen schön, doch nicht wie ich es empfinde. Kleine Engel singen, doch der Teufel singt lauter, und seine Stimme klingt mir vertrauter. Das Verlangen fortzusetzen ist unklar. Freiheit, davon kriege ich Hunger, umhüllt von einer sadistischen Burqa. Ich sehne mich nach Sauberkeit und Klarheit, doch meine Existenz ist umhüllt von Dunkelheit.
Su**id
Als Persephone ihr Licht verlor, traten Hades und die Unterwelt hervor. Gebrochen, zwischen Leben und Tod, folgst du taumelnd und halb lebend dem Gebot. Torkelnd stehst du vor dem kaputten Spiegel, die Splitter, die noch bleiben, und wünschst, Persephone würde bei Hades bleiben. „Du zweifelst. Du suchst mich. Hörst du den Klang? Ich bin das Ende und doch bist du mein Anfang.“ „Du trägst zu viel, ich kann es nehmen. Du musst nichts mehr unternehmen. Nur ein Schritt und du wirst frei sein, dort wo du hingehörst: daheim.“