Alexâ Bild und der Durchbruch
Meine Wand in Entwicklung
Die WĂ€nde sind wieder kahl und die Bilderrahmen im Koffer verpackt. Und somit ist auch wirklich die allerallerletzte Schauspielhaus-Derniere dieser Spielzeit vorbei.
Unter anderen UmstÀnden hÀtte ich geschrieben, dass das Zeichnen eine recht einsame Aufgabe ist, bei der man hauptsÀchlich mit seinem eigenen Kopf alleine ist, bis man dann im Rahmen einer Ausstellung seine Kopfgeburten tatsÀchlich einem Publikum prÀsentieren kann.
Auf einige Arbeiten trifft das auch in diesem Fall zu, einige Bilder mĂŒssen nach dem Skizzieren zuhause ausgearbeitet werden, aber in dieser Spielzeit war ich beim Zeichnen nicht alleine. Ich saĂ unzĂ€hlige Male im Publikum und habe live TheaterstĂŒcke mitgezeichnet. Ich habe sofortiges Feedback von neugierigen Schauspielern bekommen. Ich war von Requisiteurinnen mit lauter tollen Tipps umgeben. Ich habe auf dem Theatervorplatz gezeichnet, der immer voller Menschen war. Es war immer ein Zeichnen, das einen sehr lebendigen und sehr vergĂ€nglichen Moment eingefangen hat, durch die sich TheaterstĂŒcke auszeichnen mit ihrer Wirkung, die auf die LĂ€nge ihrer Spielzeit begrenzt ist.
âŠMaika hatten was mit Björn
Und dann erst das Publikum der Ausstellung. Es waren Live-Musikantinnen da (Wir hatten was mit Björn), die nicht zuletzt deshalb so wunderbar in die AtmosphĂ€re passten, weil sie teilweise selbst auf unseren Bildern verewigt waren. Ein Land Artist, der seinerseits in der Ausstellung gezeichnet hat, zusammen mit einem 12jĂ€hrigen Zeichner, der mich in zwei Jahren ĂŒberholt haben wird. Eine weiĂhaarige Dame verlieĂ die Ausstellung mit den Worten, dass sie sich jetzt auch trauen will, Menschen im öffentlichen Raum zu zeichnen. Eine Frau, die seit ĂŒber 20 Jahren Schauspielhaus-Abonnentin ist, ging mit den Worten: Hören Sie bloĂ nicht auf damit! Nichts ist schlimmer, als zuhause zu sitzen und nichts zu machen! Das sag ich meinen Freunden auch immer!
Noch mehr tolle Menschen.
Ein toller Mensch, zwei Koffer, eine Zeichnerin.
Und danke allen Familienmitgliedern, Freunden und Schauspielhaus-Kollegen, die da waren und die Ausstellung lebendig gemacht haben. Jede/r einzelne Besucher*in hat etwas anderes in unseren Bildern entdeckt, alle haben eigene kleine Themen mit hineingebracht â HĂ€nde zeichnen, SchreibblockadenĂŒberwindung, das LieblingsstĂŒck der letzten Spielzeit, die Tradition von Totenbildern, Â geplante Kinderzimmer.
Ich kann gar nicht aufhören, mich bei der tollen Gruppe Elf, vor allem Daniela und Helga, zu bedanken, und bei meiner Requisite-Familie, fĂŒrs Kommen, Koffer und Kuchen und alles.
Eine tolle Astrid mit KuchenâŠ
Und darĂŒber hinaus habt ihr alle uns im Laufe der Ausstellung 200 Euro dagelassen, die wir nun an RESQSHIP e. V. weiterleiten werden.
Ich verabschiede mich glĂŒckselig-melancholisch in die Sommerpause.
Vielen Dank an alle GĂ€ste, Helfer und moralischen Online-UnterstĂŒtzer, und bis bald!
Alex Bednarz, mein kĂŒnstlerischer Mitstreiter
Wir hatten was mit Björn, unsere Vernissage-Musikantinnen
Gruppe Elf Bochum, unsere Gastgeberinnen
Schauspielhaus Bochum, wo alles begann
RESQSHIP e. V. (gemeinnĂŒtziger Verein fĂŒr zivile Seenotrettung): Dort gehen die Einnahmen unserer Merchandise hin. Bitte spendet, wenn ihr könnt, und wenn nicht, sagt es weiter!
Bye Bye BĂŒhnen.Bilder! Die Ausstellung und somit auch meine Zeit im Schauspielhaus Bochum ist vorrĂŒber. Ein groĂes Danke in einem groĂen Post mit Bildern: Die WĂ€nde sind wieder kahl und die Bilderrahmen im Koffer verpackt. Und somit ist auch wirklich die allerallerletzte Schauspielhaus-Derniere dieser Spielzeit vorbei.