INSTAMEET MIT CHRIS BURKARD
Chris Burkard – wer folgt ihm nicht auf einem seiner zahlreichen Social Media-Kanälen. Als einer der bekanntesten Natur- und Sportfotografen aus den USA hat er eine entsprechende grosse Fangemeinde. Auch Claudia und Pascale (Junior Art Director und Auszubildende Interactive Media Design) folgen ihm. So haben die beiden vom InstaMeet mit dem Profifotografen in Lauterbrunnen erfahren. Wie rund 50 weitere Interessierte trotzten sie dem ungemütlichen Wetter und begleiteten Chris Burkard mit Kamera, Blitz und Objektiv bewaffnet ins Lauterbrunnental.
Aber braucht es nebst Facebook, Twitter und Co. Instagram überhaupt? Diese Frage stellen sich aktuell viele Schweizer Unternehmen. Doch immer wie mehr Firmen entdecken für sich das Potenzial dieses Social Media-Kanals. Besonders die Schweizer Tourismusbranche hat die bisher (vielfach) ungenutzte Plattform erfolgreich zu Eigen gemacht – endlich. Da haben wir bspw. @swissheidiland, @engadin.stmoritz, @rhaetischebahn oder auch unabhängige Instagram-Nutzer wie @visitswitzerland und @switzerland.vacations, welche unsere schöne Schweiz der zunehmend wachsenden, internationalen Travel-Community schmackhaft machen.
Aber weshalb ist Instagram als Social Media-Kanal überhaupt interessant? Wer könnte diese Frage besser beantworten, als Instagram selbst: «Instagram is a place where people go to discover and be inspired. To see curations of moments, experiences, and elements throughout the world. Today’s community expects brands on Instagram to showcase their own moments, experiences, and elements that are transformative and aspirational.»
Instagram als Visual Content Plattform
Instagram ist der optimale Kanal für Storytelling: Statt dem Nutzer die neuste Regenjacke als Bild zu zeigen, erzählt man besser, was er damit alles erleben kann. Werbung oder plumpe Verkaufsangebote ziehen auf Instagram nicht. Sie werden nicht beachtet und/oder worst case droht dem Kanal das entfollowen zahlreicher Fans. Die Bilder müssen hipp und schön sein. Man folgt Brands die Geschichten erzählen und artsy Content teilen. Die Nutzer sind auf der Suche nach Inspiration und überraschenden Inhalten. Inhalte, welche man auch in einem Magazin gerne anschauen würde und die zum Träumen verführen – also curated content.
Immer wieder spannend an Instagram die hohe Qualität der Posts – bei unseren Feeds fällt auf, dass dies jeweils wie #aliceinwonderland aussieht. Doch wie kommen Unternehmen zum Content? Schliesslich hat nicht jeder einen #geeky Hobbyfotografen/Hippster zur Seite, der auf Abruf Zeit hat, um die schönsten Momente einzufangen. Naheliegender ist es, sogenannte Influencer anzuheuern. Das sind einzelne oder auch mehrere Personen, welche einem den InstaFeed mit den gewünschten Inhalten befüllen. Zum Beispiel Blogger, Freelance-Fotografen, Designer eben Leute, die sich sowieso bereits selbstständig mit dem gewünschten Thema auseinandersetzen und sich gerne gegen Goodies oder Cash als Ambassadoren mit Handy bewaffnet auf den Weg machen. So entsteht ein visuell ansprechender Fundus an Bildern, die den Brand stützen und Geschichten authentisch und ungezwungen erzählen.
Dem Profi über die Schultern schauen
Eine alternative Möglichkeit: Man organisiert ein InstaMeet. Das InstaMeet mit Chris Burkard, @ChrisBurkard, wurde von der Swiss, @flyswiss, und der Jungfrau Region, @JungfrauRegion, initiiert. Mitgezogen sind später auch @Lauterbrunnen und @MySwitzerland. Das Treffen ist eigentlich nichts anderes, als eine Gruppe von Instagramern, welche an einem tollen Ort zusammenkommen, um gemeinsam zu fotografieren und die Ergebnisse unter einem spezifischen Hashtag sammeln (#SWISSIM15). Die Grösse solcher Events variiert. Das InstaMeet mit Chris Burkard war das bisher grösste in der Schweiz. Für die Instagramgemeinschaft selbst ist solch ein Event eine wunderbare Möglichkeit Tipps und Tricks mit Gleichgesinnten auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Dass ein Instagram-Star wie Chris Burkard (1 Million Followers) mit dabei ist, ist vor allem den Organisatoren zu verdanken und sicherlich nicht die Regel.
Doch profitiert von solchen Events natürlich auch der Fotograf selbst. Während den zwei Wochen die Chris in der Schweiz verbracht hat, wurde er von Swiss und MySwitzerland durch unsere schöne Schweiz geführt: Spots wie #matterhorn, #grimselpass, #gornergrat, #aareschlucht, #etc warteten darauf entdeckt zu werden und Aktivitäten wie #paragliding und selbstverständlich viel #chääs & #schoggi sollten den Profi verführen. Dies dokumentierte er natürlich ausgiebig mit den entsprechenden Tags und Erwähnungen unter seinen vielfach «geherzten Bildern» (jeweils um die 50k Herzli pro Bild – #läckdumir). Eine einfachere und effizientere Möglichkeit so viel positive Publicity zu erhalten, gibt es kaum. Toll so werben zu können – weltweit. Alle reisehungrigen Nutzer, die die Bilder sehen, fühlen sich inspiriert statt von Werbung genervt zu sein. Und der Swiss und ihren Partnern stehen viele professionelle Bilder zur Verfügung, die sie mit entsprechender Kennzeichnung in ihrem eigenen Feed regrammen (rezitieren) können. Ein klassisches Win-Win-Win-Modell!
Das InstaMeet hat die Schweizer Insta-Szene auf jeden Fall zusätzlich mobilisiert und innert kurzer Zeit wurden viele qualitativ hochwertige Bilder generiert. Setzte man darüber hinaus #swissim15 so lockten tolle Preise seitens der Organisatoren. Diese regrammten die Post entsprechend, um diese auf dem eigenen Feed wieder einzubinden. So bspw. auch @MySwitzerland.
Zum Event: Wir waren beide vorher noch nie an einem InstaMeet mit dabei und gespannt wie es sein wird. Unsere Erwartungen waren vielseitig: Wir hofften auf einen kurzen Wortwechsel mit Chris Burkard und dass er uns mehr über sich und seine Arbeit erzählen würde. Zudem freuten wir uns darauf viele Gleichgesinnte kennenzulernen. Auch auf das Auftreten der Hosts waren wir gespannt.
Die Wettervorhersage zeigte an, dass es ziemlich kalt und nass werden würde. Deutlich zu warm eingepackt, warteten wir also in Bern auf unseren Zug nach Lauterbrunnen zum Hotel Stechelberg.
Bereits im Zug schlossen wir erste Bekanntschaften mit anderen Teilnehmern. Vor Ort herrschte ein fröhliches Durcheinander: Hände wurden geschüttelt, Kameras verglichen und die zwei möglichen Wanderrouten vorgestellt. Dann traf Chris ein. Für uns war klar – wir wollten dort mitwandern, wo er ist!
Entsprechend voll war dann auch die Gondel nach Mürren. Erste Schneeflocken zeigten sich und der Eisregen liess nicht lange auf sich warten. Kurz über der Felswand zeigte sich eine weisse Schneelandschaft in dichtem Nebel. Schuhwerk hatten wir definitiv das falsche eingepackt und alle Teilnehmer packten sich bis oben hin ein, um dem Schneesturm zu trotzen. Danach ging es los und wir marschierten im Schneegestöber in Richtung Grütschalp oberhalb von Lauterbrunnen.
Unterwegs führten wir interessante Gespräche und fotografierten die Landschaft. Leider sahen wir nur wenige Meter weit und die Aussicht blieb uns verwehrt. Hie und da ergab sich auch die Gelegenheit sich mit Chris auszutauschen. Wir erlebten ihn als zurückhaltenden, aber sehr freundlichen Menschen.
Die Gruppe teilte sich rasch über längere Distanz hinweg aus und auf halber Strecke fotografierten wir etwas länger, wodurch wir den Anschluss an den Grossteil der Gruppe verloren. So verpassten wir auch die erste Gondel nach unten. Die Zeit nutzten wir, um uns auszutauschen oder die Bilder von der Kamera aufs Handy zu laden. Eine Teilnehmerin blieb uns besonders in Erinnerung: Sie fotografierte ausschliesslich analog, was im Gegensatz zum sofortigen Posten der Bilder stand – uns angenehm auffiel. Das Meetup konnte so sicherlich gelassener genossen werden!
Nach der kurzen Gondelfahrt ins Tal konnten wir uns im Hotel Silberhorn aufwärmen und unsere Bilder bearbeiten und hochladen. Unterwegs veröffentlichte kaum jemand Bilder, wahrscheinlich weil das Wetter nicht zum Stehenbleiben einlud. Viele hatten den Laptop dabei, um das Maximum aus seinen Fotos herauszuholen. Das erstaunte uns doch ein wenig, da wir davon ausgingen, dass alles übers Handy laufen sollte.
Wichtig beim Posten war, dass man zu den Bildern jeweils die richtigen Hashtags schrieb und die Hosts markierte. So bekam man die Chance auf einen der vielen Preise am Ende der Veranstaltung. Danach wurden die Bilder auf einer Leinwand im Saal gezeigt und es folgte eine kurze Ansprache der Hosts sowie die Vergabe der Gewinner. Das InstaMeet ist uns auch heute noch in positiver Erinnerung und wir konnten viel für uns mitnehmen.
Unsere InstaMeet Fotos im Überblick:
Fazit: Unsere Erwartungen an das InstaMeet wurden in jeder Hinsicht bestätigt. Die Präsenz der Hosts zeigte sich vor allem in der Führung der Gruppe und der Organisation. Ansonsten traten sie im Geschehen zurück – was allen positiv aufgefallen ist. Gerne hätten wir etwas mehr von Chris erfahren, von seinen bisherigen Erlebnissen gehört und Tipps und Tricks mitgenommen. Durch sein zurückhaltendes Auftreten, stand er jedoch auch etwas abseits. Insgesamt war der Weg nach Lauterbrunnen das Erlebnis auf jeden Fall wert!
Der ganze Event wurde übrigens von @capturesharerepeat gefilmt. Wir sind gespannt, wann und in welcher Form @flyswiss diesen Movie zum Einsatz bringen wird. Und auch wie lange Chris noch weiterhin tolle Bilder aus der Schweiz taggen wird – das Wunderland Schweiz versteckt noch viele geheimnisvolle Orte. Was uns auch brennend interessiert, ist inwieweit sich Instagram bei weiteren Schweizer Unternehmen etablieren wird. Aus unserer Sicht schlummert hier auch abseits der Tourismusbranche noch grosses Potenzial.
Übrigens: Claudia, als relativ neue Instagramerin, kam durch den Event zu einem Follower-Zuwachs von plus 50% - #binjetztbei42. Wir sind definitiv infiziert #damisiech! Stolz sind wir auch auf den Regram von @MySwitzerland mit mittlerweile 871 likes, #yay! Ihr findet uns unter Claudia, @claudieappearance und Pascale, @pascaleamez.
Claudia (Junior Art Director) und Pascale (Auszubildende Interactive Media Designerin EFZ), Maxomedia