Die Verhandlung gegen Ex- Innenminister Ernst Strasser ist am Freitag turbulent verlaufen. Ein anonymer Briefschreiber hat offenbar versucht, die geplante Einvernahme der britischen Enthüllungsjournalisten zu verhindern. Das gab Richter Georg Olschak bekannt. Strasser versicherte, mit dem ominösen Fax nichts zu tun zu haben. Ob das Urteil wie geplant am Montag fallen kann, ist unklar. Das Fax war mit dem Vermerk "Dringend" an den englischen Anwalt der Journalisten geschickt worden – undatiert und anonym. Darin behauptet der Absender, die Ermittlungen gegen die Journalisten Claire Newell und Jonathan Calvert wegen Missbrauchs von Aufnahme- und Abhörgeräten wären nicht eingestellt. Strasser würde laut dem Schreiben eine zweite Anklage gegen die beiden vorbereiten. Strasser weist Verdacht zurück Derzeit ist unklar, woher die Falschinformationen stammen. Strasser betonte, mit der Angelegenheit nichts zu tun zu haben. "Offen gestanden: Mir ist es egal, ob die Journalisten aussagen", sagte der Angeklagte am Freitag. Strasser hatte zwar beantragt, dass das österreichische Verfahren gegen Newell und Calvert fortgesetzt wird, dieser liegt dem Richter- Senat jedoch noch nicht vor. Strassers Anwalt Thomas Kralik erklärte, seines Wissens gebe es keine zweite Anzeige von Strasser gegen die Journalisten.











