An Archive of Our Own, a project of the Organization for Transformative Works
Chapters: 4/6
Fandom: Tatort (TV 1970)
Rating: General Audiences
Warnings: No Archive Warnings Apply
Relationships: Leo Hölzer/Adam Schürk
Characters: Leo Hölzer, Adam Schürk
Additional Tags: Tatort Saarbrücken, First Kiss, Pining, Getting Together, so much pining, Leo muss auf Fortbildung, long-distance pining, oblivious leo hölzer, Aber das ist okay, sie kriegen das trotzdem irgendwie hin
Summary:
Leo muss auf Fortbildung und sitzt für längere Zeit in Münster fest.
Die einzige Verbindung zu seinem normalen Alltag sind die Telefonate, die er in der Zeit mit Adam führt. Da ist es doch völlig normal, dass sich jedes Mal so ein warmes Gefühl in seinem Bauch festsetzt, wenn das Telefon klingelt. Das muss keine Bedeutung haben.
Schließlich ist es ganz normal, seine Freunde zu vermissen.
Und sechs Wochen gehen ja sicher auch wie im Flug vorbei.
Chapters: 3/6
Fandom: Tatort (TV 1970)
Rating: General Audiences
Warnings: No Archive Warnings Apply
Relationships: Leo Hölzer/Adam Schürk
Characters: Leo Hölzer, Adam Schürk
Additional Tags: Tatort Saarbrücken, First Kiss, Pining, Getting Together, so much pining, Leo muss auf Fortbildung, long-distance pining, oblivious leo hölzer, Aber das ist okay, sie kriegen das trotzdem irgendwie hin
Summary:
Leo muss auf Fortbildung und sitzt für längere Zeit in Münster fest.
Die einzige Verbindung zu seinem normalen Alltag sind die Telefonate, die er in der Zeit mit Adam führt. Da ist es doch völlig normal, dass sich jedes Mal so ein warmes Gefühl in seinem Bauch festsetzt, wenn das Telefon klingelt. Das muss keine Bedeutung haben.
Schließlich ist es ganz normal, seine Freunde zu vermissen.
Und sechs Wochen gehen ja sicher auch wie im Flug vorbei.
Chapters: 2/6
Fandom: Tatort (TV 1970)
Rating: General Audiences
Warnings: No Archive Warnings Apply
Relationships: Leo Hölzer/Adam Schürk
Characters: Leo Hölzer, Adam Schürk
Additional Tags: Tatort Saarbrücken, First Kiss, Pining, Getting Together, so much pining, Leo muss auf Fortbildung, long-distance pining, oblivious leo hölzer, Aber das ist okay, sie kriegen das trotzdem irgendwie hin
Summary:
Leo muss auf Fortbildung und sitzt für längere Zeit in Münster fest.
Die einzige Verbindung zu seinem normalen Alltag sind die Telefonate, die er in der Zeit mit Adam führt. Da ist es doch völlig normal, dass sich jedes Mal so ein warmes Gefühl in seinem Bauch festsetzt, wenn das Telefon klingelt. Das muss keine Bedeutung haben.
Schließlich ist es ganz normal, seine Freunde zu vermissen.
Und sechs Wochen gehen ja sicher auch wie im Flug vorbei.
Chapters: 1/6
Fandom: Tatort (TV 1970)
Rating: General Audiences
Warnings: No Archive Warnings Apply
Relationships: Leo Hölzer/Adam Schürk
Characters: Leo Hölzer, Adam Schürk
Additional Tags: Tatort Saarbrücken, First Kiss, Pining, Getting Together, so much pining, Leo muss auf Fortbildung, long-distance pining, oblivious leo hölzer, Aber das ist okay, sie kriegen das trotzdem irgendwie hin
Summary:
Leo muss auf Fortbildung und sitzt für längere Zeit in Münster fest.
Die einzige Verbindung zu seinem normalen Alltag sind die Telefonate, die er in der Zeit mit Adam führt. Da ist es doch völlig normal, dass sich jedes Mal so ein warmes Gefühl in seinem Bauch festsetzt, wenn das Telefon klingelt. Das muss keine Bedeutung haben.
Schließlich ist es ganz normal, seine Freunde zu vermissen.
Und sechs Wochen gehen ja sicher auch wie im Flug vorbei.
[26.04.20] @ pittsburgh penguins (playoffs, round 1 game 2)
tippy passes to himself after getting checked, dekes around #58 so hard that two penguins crash into each other, goes down on one knee from their effort but uses his momentum and strength to skate on, and sells shot but makes a beautiful pass to garny instead who slams it into the empty net 😳 all while shorthanded
My instinct is to agree with this, but like, when I really think about it…
No money, no credit cards, identification is all vocal/fingerprints/retinal, so no wallet.
Again, doors are voice activated, or just unlocked by entering a code. No keys.
Communication devices are tiny and stick onto clothing starting in Next Gen. TOS had bulkier communication that they carried around or kept in, like, packs and stuff, so the arguments for pockets is a little more valid, and if I remember correctly, those costumes did have pockets, tho I could be wrong about that. But anything post TNG, the point is moot anyway.
Tricorders and phasers are really the only thing anyone’s carrying around, and that’s usually on away missions where they’d be bring their packs/holsters or just have them out. I mean, who wants to stick a phaser in their pocket?
So, yeah. There’s not much little stuff people need to carry around everywhere. And if they are preparing for a longer journey or want to bring bulkier things, well…just bring a bag. It fits more anyway.
Every time a member of the USS Enterprise has found a cool rock and taken it home, it has resulted in eleven deaths, six temporal displacements, the holodecks breaking again, and somebody getting turned into a lizard. Pockets are a privilege, not a right.
Bei aller Liebe für den Diskurs, der in den letzten Tagen hier über Spatort stattfindet und bei aller Freude darüber, dass hier diskutiert wird (und das auch kontrovers! Unterschiedliche Meinungen sind super!), muss ich eine Sache einfach mal in den Raum stellen:
Gewalt fängt nicht erst mit Zuschlagen an.
Was Esther Katja da im letzten Flashback antut, ist Gewalt.
Katja sagt ganz klar, dass sie gehen möchte, aber Esther hindert sie daran. Sie packt sie an den Schultern, schüttelt sie und stößt sie dann zu Boden
Dazu schreit sie sie an ("Guck mich an, wenn du mit mir redest! Du guckst mich jetzt an!").
Sie setzt sich rittlings auf Katja und hält sie fest. Sie nimmt ihr jede Möglichkeit, zu gehen, hält ihr erst eine, dann beide Hände fest und sitzt mit erhobenem Stein über ihr.
Vom zu Boden schubsen bis zu dem Moment, in dem Esther von Katja ablässt, vergehen zwanzig Sekunden. Zwanzig.
Das ist kein Streit, das ist eine gewalttätige Situation, die fast eskaliert wäre.
Esther entscheidet sich nicht gegen Gewalt. Sie entscheidet sich, nicht zuzuschlagen. Das ist ein wichtiger Unterschied. Sie tut Katja trotzdem Gewalt an und ich fände es wirklich wunderbar, wenn wir als Fandom das nicht verharmlosen würden, bloß weil wir die Figur mögen und verteidigen wollen.
Und ich sag das nicht, weil ich Esther nicht mag.
Adam ist in DfL ebenfalls gewalttätig. Die Szene mit Aytac in EdN, in der er ihm nach der Verfolgung Handschellen anlegt, passiert offscreen, aber so wie Adam sich vorher benommen hat, ist sie auch bedenklich.
Leo geht Adam in HdW körperlich an, und gerade bei Adams vergangenen Erfahrungen mit körperlicher Gewalt überschreitet auch das die Grenze.
Man kann das anerkennen und eine Figur trotzdem mögen. Man kann darüber diskutieren, was das für die Figur bedeutet, wo das herkommt und wo es hinführen könnte.
Aber es ist und bleibt Gewalt, weil Gewalt fängt nicht erst in dem Moment an, in dem jemand zuschlägt.
Das hat mich auch nochmal zum Nachdenken gebracht und ja, du hast definitiv Recht.
Ich hatte in meinem längeren post glaube ich geschrieben, dass ich Esther nicht als gewalttätig sehe, merke aber jetzt, dass das nicht stimmt, wie du hier gut erklärt hast. Das sollte man auf keinen Fall verharmlosen.
Mein Punkt mit dem Stein steht immer noch, weil ich es trotzdem extrem bedeutungsvoll finde, dass sie vor dieser Handlung dann doch innegehalten hat und zurückgetreten ist. Auch wenn sie Katja vorher schon Gewalt angetan hat, reißt sie sich doch noch zusammen, um es wenigstens nicht noch schlimmer zu machen.
Gerade wegen dieser Ambivalenzen ist Esther für mich eine so spannende Figur, und ich stimme dir auf jeden Fall zu, dass man das anerkennen und darüber diskutieren und sie trotzdem mögen kann.
On a sidenote: danke, dass du auch Adam und Leo zum Vergleich erwähnt hast. Wenn man da mal näher drüber nachdenkt (und ich muss gestehen, dass ich mich bisher nicht so intensiv damit beschäftigt habe wie jetzt bei der Diskussion über Esther), gibt es da sicher auch vieles, worüber man reden kann.
Ganz ehrlich war dein Post einer der Auslöser für meinen Post - aber definitiv nicht der einzige, und ich wollte meine Post auch bewusst für sich stehend und ohne konkreten Bezug zu irgendeinem Blog machen. Es ging mir ja auch um die grundlegende Sache und nicht darum, was Person A oder Person B gesagt hat.
Es ist ein gesellschaftliches Problem, dass die Idee Gewalt = körperliche Gewalt so weit verbreitet ist, und das führt leider immer wieder dazu, dass Gewalt nicht ernst genommen wird, wenn sie sich nicht in Schlägen äußert. Das wird leider auch zu oft in der Fiktion noch so dargestellt und das ist der Punkt, den ich extrem bedenklich finde.
Es verdammt eine Figur ja auch nicht, deshalb war mir auch wichtig, dass ich das nicht nur auf Esther beziehe. Ich bin ja kein Esther-Fan, das ist glaube ich kein Geheimnis. Mein Fazit von BiD war, dass ich jetzt zwar mehr über sie weiß, sie aber nicht wirklich besser leiden kann. 😅 Aber immerhin wissen wir jetzt mehr über sie und haben tatsächlich eine Basis, über ihre Figur zu reden. Bei Leo z.B. kann man ja weiterhin nur raten...
Dass es für ihren Charakter wichtig ist, dass sie die bewusste Entscheidung trifft, nicht zuzuschlagen, ist etwas, bei dem ich absolut mit dir mitgehe. Mich hat nur gestört, da die Grenze zur Gewalt zu ziehen. Dass sie nicht zuschlägt, ist trotzdem ein wichtiger Moment und ja auch eine spannende Frage - warum reagiert sie in der Situation so, warum ist Gewalt bei ihr scheinbar eine intuitive Reaktion (auf Sven reagiert sie ja im Verhör auch so, noch Jahrzehnte später)? Und warum zieht sie bei Katja zurück, aber bei Sven nicht?
Generell bin ich ja froh, wenn Figuren Nuancen haben, nicht perfekt sind und auch mal Dinge tun oder Eigenschaften haben, über die man leidenschaftlich diskutieren oder auch mal uneins sein kann.
Bei aller Liebe für den Diskurs, der in den letzten Tagen hier über Spatort stattfindet und bei aller Freude darüber, dass hier diskutiert wird (und das auch kontrovers! Unterschiedliche Meinungen sind super!), muss ich eine Sache einfach mal in den Raum stellen:
Gewalt fängt nicht erst mit Zuschlagen an.
Was Esther Katja da im letzten Flashback antut, ist Gewalt.
Katja sagt ganz klar, dass sie gehen möchte, aber Esther hindert sie daran. Sie packt sie an den Schultern, schüttelt sie und stößt sie dann zu Boden
Dazu schreit sie sie an ("Guck mich an, wenn du mit mir redest! Du guckst mich jetzt an!").
Sie setzt sich rittlings auf Katja und hält sie fest. Sie nimmt ihr jede Möglichkeit, zu gehen, hält ihr erst eine, dann beide Hände fest und sitzt mit erhobenem Stein über ihr.
Vom zu Boden schubsen bis zu dem Moment, in dem Esther von Katja ablässt, vergehen zwanzig Sekunden. Zwanzig.
Das ist kein Streit, das ist eine gewalttätige Situation, die fast eskaliert wäre.
Esther entscheidet sich nicht gegen Gewalt. Sie entscheidet sich, nicht zuzuschlagen. Das ist ein wichtiger Unterschied. Sie tut Katja trotzdem Gewalt an und ich fände es wirklich wunderbar, wenn wir als Fandom das nicht verharmlosen würden, bloß weil wir die Figur mögen und verteidigen wollen.
Und ich sag das nicht, weil ich Esther nicht mag.
Adam ist in DfL ebenfalls gewalttätig. Die Szene mit Aytac in EdN, in der er ihm nach der Verfolgung Handschellen anlegt, passiert offscreen, aber so wie Adam sich vorher benommen hat, ist sie auch bedenklich.
Leo geht Adam in HdW körperlich an, und gerade bei Adams vergangenen Erfahrungen mit körperlicher Gewalt überschreitet auch das die Grenze.
Man kann das anerkennen und eine Figur trotzdem mögen. Man kann darüber diskutieren, was das für die Figur bedeutet, wo das herkommt und wo es hinführen könnte.
Aber es ist und bleibt Gewalt, weil Gewalt fängt nicht erst in dem Moment an, in dem jemand zuschlägt.
In der Vorstellung, die ich auf dem MOP besucht habe, gab es im anschließenden Q&A eine Frage bezüglich der Flashbacks. Schon im Kino hat mich diese Situation und die Antwort auf die Frage gestört. Jetzt habe ich endlich mal versucht, diese Gedanken sortiert zu bekommen, weil sie eines meiner Hauptprobleme mit BiD anschneiden: die Flashbacks.
Ich kann die Frage aus dem Q&A nicht mehr wörtlich wiedergeben, aber sinngemäß hat der Fragesteller um Erläuterung zu Claire und Becky im letzten Flashback gebeten, weil er das mit dem Stein nicht so ganz verstanden hat. Die Frage wurde von der Bühne aus in meiner Wahrnehmung eher belächelt und einer Antwort im Sinne von "Hausaufgabe: nochmal genau hinschauen" beantwortet (von wem, weiß ich nicht mehr). Klar, es waren ja gar nicht Becky und Claire in dem Flashback.
Die Sache ist - bis zu dem Moment, in dem Katja in dem letzten Flashback Esthers Namen sagt, war mir auch nicht klar gewesen, dass das nicht Claire, sondern Esther sein soll, insofern konnte ich den Fragesteller schon verstehen. Die Antwort, und vor allem den Ton der Antwort und die implizierte Offensichtlichkeit dessen, was in den Flashbacks passiert, fand ich deshalb im Kino schon nicht wirklich gut.
Für mich persönlich hat BiD ja nur bedingt funktioniert. Da habe ich lange drüber sinniert und mit lieben Leuten drüber gebrainstormt, warum sich das so anfühlt, weil eigentlich hatte ich mich auf den Film gefreut. Und inzwischen glaube ich, die Flashbacks tragen entscheidend dazu bei, warum ich das so empfinde.
Ganz viel hat für mich auch mit Esther zu tun, aber ich bin die erste, die sich eingesteht, dass ich Esther als Figur ohnehin schwierig finde und ihre Darstellung in BiD sie mir nicht unbedingt sympathischer gemacht hat. Aber das wäre ein Post für sich, über den ich nochmal intensiv sinnieren müsste.
Aber zu den Flashbacks:
Ich unterstelle dem Film, dass gerade durch Esthers Geschichte in den Flashbacks Sympathien für sie als Figur erzeugt werden sollen. Das Problem ist, dass die Flashbacks einfach nicht funktionieren und an ihren eigenen Ambitionen scheitern - sie sollen diesen Aha!-Moment erzeugen, wenn der Zuschauer bemerkt, dass wir da Katja und Esther sehen und nicht Becky und Claire. Aber der Moment bleibt aus, eben weil der Film die Auflösung zu lange hinauszögert.
Der Film kokettiert da ja sehr bewusst damit bzw. suggeriert sogar aktiv sehr stark, dass wir hier Flashbacks von Becky und Claire sehen.
Das fängt damit an, wie die Flashbacks gefilmt sind.
Sehr unscharf an den Rändern, das Verschwommene zieht sich weit ins Bild, viele Aufnahmen aus der Totalen, und auch wenn die Gesichter klar im Bild sind, ist immer alles in Bewegung. In der Nachtszene ist weniger Unschärfe da, aber das ganze Bild ist natürlich wesentlich dunkler. Selbst wenn man genau auf die Gesichter achten würde, macht die filmische Umsetzung das einem schwer. Zudem hat der Zuschauer zu diesem Zeitpunkt noch gar keinen Grund, da eine genaue Gesichtsanalyse zu machen.
Die Schauspielerin der jungen Esther sieht Claire ähnlich, das könnte genausogut eine jüngere Claire sein. Und dadurch, wie die Flashbacks platziert sind, wird auch genau das suggeriert:
Der erste Flashback folgt auf die Szene, in der Esther sich mit Claire in der Werkstatt unterhält. Claire gesteht hier, dass sie und Becky sich geliebt haben und direkt darauf folgt der Flashback zu dem verliebten Pärchen im Wald.
In der Szene vor dem zweiten Flashback sitzt Claire mit Beckys Zahn an der Stelle, an der sie tot im Wasser lag. Und wieder folgt der Flashback zu dem verliebten Pärchen an Bach im Wald, der dem Zuschauer suggeriert, er folge hier gerade Beckys Gedanken zurück in die Vergangenheit, als sie und Becky glücklich waren.
Der normale Zuschauer, der keinerlei Spoiler kennt, hat zu diesem Zeitpunkt auch überhaupt keinen Grund, anzunehmen, dass wir da einen Flashback mit Esther in der Hauptrolle sehen könnten. Außer der Tatsache, dass Esther ursprünglich aus Hohenweiler kommt, gibt der Film zu diesem Zeitpunkt keinen Anlass zu der Vermutung, dass sie das verliebte Mädchen in diesem Flashback ist.
Der erste Moment, wo das überhaupt angedeutet wird, ist die Verfolgungsszene im Wald. Esther sieht das eingeritzte Herz im Baum, das dem geschnitzten Herz aus dem ersten Flashback gleicht und hat diesen Moment, in dem sie am Baum ins Stocken gerät. Da gibt es einen kurzen Moment mit dem gleichen weichgezeichneten filmischen Mitteln wie in den anderen Flashbacks.
Da muss man aber schon genau hinschauen, um das beim ersten Mal bewusst wahrzunehmen, und die Szene ist auch geschickt inmitten einer der actionreicheren Szenen platziert, so dass man die Bedeutung beim ersten Mal Schauen leicht übersehen kann.
Der nächste Flashback folgt auf die Szene, in der Claire in ihrem Zimmer verzweifelt, ihre Sachen packt und dann wegläuft. In der Szene wird nochmal ganz klar, dass Claire irgendein furchtbares Geheimnis hat und sie wird gefolgt von dem Flashback, in dem die Scheune angezündet wird.
Die Platzierung der Flashbacks passt sehr gut, um dem Zuschauer zu suggerieren, dass er da Claire und Becky sieht und niemanden sonst. Jeder Flashback könnte inhaltlich auf die zuvor gezeigte Szene mit Claire passen. Und das ergibt ja auch Sinn, denn das macht den emotionalen Impact an der Stelle, an der man erfährt, dass es eigentlich Esther ist und die ganze Zeit auch war, noch stärker. Oder, das sollte es. Denn für mich geht diese Enthüllung total unter.
Zum einen deshalb, weil die einzige Stelle, an der das klar werden könnte, der einzige echte Flashback mit Claire und Becky, nicht wirklich heraussticht.
Wenn man es sich nochmal anschaut, ist es völlig klar, dass das auf dem Hochzeitsvideo zwei völlig unterschiedliche Mädchen sind. Aber die sind halt ähnlich genug, dass es nicht unbedingt auffällt. Eine ist dunkelhaarig, eine hat hellere Haare. Das ganze Video ist zudem in einer komplett anderen Farbschattierung gedreht, was dazu verleitet, die Unterschiede darauf zu schieben.
Wo die Flashbacks im Wald warme Töne und einen Gelb- oder Grünfilter hatten, ist das Video aus der Kirche heller und mit einem kalten Unterton. Da ist es leicht, die Unterschiede darauf zu schieben und gar nicht weiter darüber nachzudenken.
Zumal sie oft auch so gefilmt sind, wie im zweiten Screenshot - am Rand des Bildes, mit dem halben Gesicht abgeschnitten oder einfach sehr groß im Bild. Und die Kamera schwenkt hin und her.
Klar, das kann auffallen dass das nicht die gleichen Mädchen sind. Aber es ist nicht offensichtlich, besonders nicht beim ersten Mal anschauen. Und die Platzierung dieses Videos hilft auch, dass der Zuschauer die Verbindung nicht zieht.
Zu dem Zeitpunkt, als Esther das Video sieht, hat der Zuschauer ja schon erfahren, dass da mehr Gefühle Katja gegenüber da waren bzw. sind. Wäre an der Stelle ein Flashback zur jungen Katja und Esther gekommen, wäre das glaube ich ein Moment gewesen, in dem beim Zuschauer zwangsweise der Groschen gefallen wäre. Aber an dieser Stelle kommt dann explizit der Flashback, der nicht Esther und Katja zeigt.
Die definitive Auflösung steckt der Film dann ganz ans Ende, und das ist es, was für mich nicht funktioniert hat.
Der letzte Flashback ist eingebettet zwischen die Verabschiedung von Esther und Katja und der Szene, in der Esther im Auto nach Hause sitzt. Da ist die Assoziation eindeutig, und im Flashback nennt Katja explizit Esthers Namen. (Wobei ich da trotzdem bei dem Herrn aus dem Q&A bin - wenn man Katjas "Esther!" nicht mitbekommt, kann ich voll und ganz verstehen, dass die Enthüllung komplett an einem vorbeigeht.)
Warum das alles für mich nicht funktioniert hat, liegt glaube ich daran, dass der Film die Enthüllung zu lange rausgezögert hat. Mir ist klar, was mit dieser Doppeldeutigkeit erreicht werden sollte, und dass die tragische Liebesgeschichte aus der Vergangenheit und die Enthüllung, dass es Esther in diesen Flashbacks war, a) eine Überraschung sein sollte und b) Sympathien für sie erzeugen sollte.
Jetzt platziert der Film diese Auflösung aber an einen Punkt, an dem der Höhepunkt des FIlms schon vorbei ist. Der Fall ist geklärt, Clemens ist tot, der Konflikt im Dorf ist durch den Schock der Ereignisse erst einmal beätubt.
Die Geschichte ist fertig erzählt und gerade über Esther als Figur haben sich ganz viele Eindrücke schon festgesetzt, und dann setzt der Film quasi als Nachwort noch obendrauf "ach ja, übrigens - das in den Flashbacks war auch Esther."
Und während Adam Leo und Esther durch die ruhige Nacht nach Saarbrücken zurückfährt, wird der Zuschauer nicht nur mit den ganzen neuen Erkenntnissen über Esther aus der Gegenwarts-Timeline zurückgelassen, sondern zusätzlich auch noch mit der Erkenntnis, dass Esther in jungen Jahren vorsätzlich Brandstiftung begangen hat und ihrer Jugendliebe gegenüber gewalttätig geworden ist.
Das alles so ans Ende des Films zu schieben, nimmt dem Film dann auch jede Möglichkeit, es zwischen den Figuren noch einmal zu thematisieren. Katja und Esther können an keiner Stelle über die Sache mit dem Stein sprechen, weil der Zuschauer erst nach ihrer letzten gemeinsamen Szene davon erfährt. Das würde erzählerisch keinen Sinn machen.
Wenn Katja und Esther aber über eine Sache unbedingt sprechen müssten, dann ist es die Sache mit dem Stein. Dass Esther Katja in ihrem (vermeintlich) letzten Treffen körperlich angegangen ist und mit einem Stein bedroht hat, sollte das allerwichtigste Thema für sie sein. Wäre ich Katja, wäre es das für mich, auch nach über dreißig Jahren. Das ist keine ausgeliehene CD, die nie zurückgegeben wurde, das ist körperliche Gewalt. Das ist wichtig. Aber das muss ungeklärt bleiben, weil der Film die Auflösung der Flashbacks bis zum allerletzten Moment hinausgezögert hat.
Und für mich hat das leider einfach überhaupt nicht funktioniert.