Haarausfall stoppen â was wirklich hilft
Es gibt zwei Wirkstoffe, die nachweislich gegen hormonell bedingten Haarausfall helfen: Finasterid und Minoxidil. Das österreichische Netzwerk "medizin-transparent.at" an der Donau-UniversitĂ€t Krems fasst auf seiner Internetseite die Studienlage zusammen. Demnach kann die regelmĂ€Ăige Anwendung einer Minoxidil-Lösung mit zwei bis drei Prozent des Wirkstoffs auf der Kopfhaut bei rund drei von zehn betroffenen MĂ€nnern zu kosmetisch signifikanten Besserungen fĂŒhren. Auch bei Frauen mit hormonell verursachtem Haarausfall zeigt demnach die Behandlung mit Minoxidil Wirkung.
Als Nebenwirkungen kann es zu Hautreizungen, Jucken und HautentzĂŒndungen kommen. Zudem könne es Finasterid zu unerwĂŒnschtem Haarwuchs an anderen Stellen auĂer der Kopfhaut kommen. Minoxidil war ursprĂŒnglich ein Mittel gegen hohen Blutdruck. Es stellte sich jedoch heraus, dass es eine Nebenwirkung hat â es befeuert das Haarwachstum.
Ebenfalls wissenschaftlich gut belegt ist laut "medizin-transparent.at" die Wirkung von Finasterid. Nach sechs bis zwölf Monaten zeige sich bei rund vier von zehn MÀnnern eine Besserung des Haarwuchses. Das Medikament wird oral eingenommen und kann deshalb jedoch in den Hormonhaushalt eingreifen. HÀufige Nebenwirkungen sind demzufolge BeeintrÀchtigungen des Sexuallebens und Erektionsstörungen und zwar bei jeweils einem von 100 MÀnnern.
In seltenen FĂ€llen kann es demzufolge auch zu Brustwachstum, Schmerzen in den Hoden und Depressionen kommen. Gegen Haarausfall bei Frauen dĂŒrfte das Mittel hingegen nicht helfen, schreiben die Wissenschaftler. Und fĂŒr beide Wirkstoffe, Minoxidil und Finasterid, gilt: Wird die Behandlung abgesetzt, fĂ€llt auch das Haar wieder aus. "Die Wirksamkeit anderer Mittel ist kaum oder nicht abgesichert", lautet das Fazit der Experten.
Worauf mĂŒssen Menschen mit Haarausfall achten?
"Sie können mit Ihren Haaren eigentlich veranstalten, was Sie wollen, das hat keinen Einfluss auf den Haarausfall", stellt Schwichtenberg klar. Denn dieser sei eine Problematik der Kopfhaut. Werbeaussagen wie "Doping fĂŒr die Haare" etwa fĂŒr koffeinhaltige Shampoos, seien leere Versprechen. Der Haarausfall könne mit solchen Mitteln zur Ă€uĂeren Anwendung nicht beeinflusst werden. TĂ€gliches Haarewaschen, egal mit welchem Shampoo oder Tinkturen sowie FĂ€rben, Tönen und Föhnen sowie KĂ€mmen â all das habe keine Auswirkung auf den Haarverlust.










