Ich habe jetzt über ein paar Tage Mal die Fortschritte die ich gemacht habe gesammelt. 4 Wochen nach der OP wurde die Freigabe für die Beugung auf 90 Grad erteilt. Die Orthopädie Technik hat mir das dann umgestellt. Das war ein bisschen suchen in Wesseling, aber hat spontan geklappt. Ich habe dann versucht das Bein zu beugen, auf 90 Grad zu kommen, da tat sich aber nichts. Bei der Physio wurde dann aufgedehnt und ich bekam einige Übungen die ich nun machen kann. Ab nächster Woche ist meine Mitgliedschaft bei McFit wieder aktiv, die hatte ich pausiert über den Zeitraum der OP und jetzt vorzeitig wieder aktiviert. Mir allerdings Lymphdrainage aufzuschreiben bekommt kein Arzt hin. Ich weiß nicht was das Problem ist?
Ich habe aktuell 2x die Woche Physio. Ich war schon auf einer Art Laufband und liegend Ergometer, allerdings habe ich die ganze Bewegung noch nicht geschafft. Dann Mini-squats, Gang Übungen und einige Übungen um die Schonhaltung und Muskelverspannung, die durch einen Schutzmechanismus im Körper vorliegt zu lockern. Das klappt auch. Die Bemühungen zahlen sich aus. Man muss nur dran bleiben.
Was mich ein wenig gechallengend hat war auf die Vollbelastung zu gehen. Das würde dann aber Tag für Tag besser und der körper lernt das er das Bein braucht und wenn man einfach so tut als wäre nichts und nicht drüber nachdenkt dann klappt das oft am besten. Leider ist der Kopf der schwierigste Teil an der ganzen Geschichte. Den der hat Angst was kaputt zu machen, aber dein Körper ist zu mehr in der Lage als du denkst.
Als ich letzte Woche Freitag das erste Mal im Gym war, das an die Physiopraxis angeschlossen war, hat das bei mir einen richtigen boost ausgelöst. Ich hab vor dem Unfall ja schon sehr viel und gerne trainiert, weil es mir mit meinem ADHS hilft Mal "abzuschalten" bzw mich nur Mal auf mich zu konzentrieren und nicht immer nur auf alles andere. Das klingt bisschen komisch aber, der Unfall hat mir jetzt auch gelernt, das ich mich auch um mich und meine Gesundheit kümmern muss. Ich habe immer 200% durchgezogen, auch wenn es nicht mehr ging. Trotz meiner Vorerkrankungen und da wusste ich von meiner kPTBS und aUdhs noch nichts. Ich muss in Zukunft 10 gänge zurück schalten wenn ich wieder arbeiten gehe. Natürlich hat das wie ich es gemacht habe, auch mit Erfahrungen zu tun die ich gemacht habe. Aber trotzdem habe ich immer mehr als alles gegeben und natürlich würde das von gewissen Kollegen auch ausgenutzt, die kein Bock haben und deren Einstellung zu wünschen übrig lässt. Ich habe gerade sehr viel über mich selbst gelernt. Manchmal weiß man erst etwas später wozu das alles grade gut ist. Und Mal ehrlich, ich will ja nicht das ich durch abhetzen mich auf die Schnauze auf der Arbeit lege und wieder krankgeschrieben werden muss, oder sogar mein Ergebnis versaue.
Ich bin sehr gespannt wie es wird wenn ich wieder arbeiten gehe.
Aber ich freue mich aktuell wenn ich meine Übungen um Gym machen kann und auch wieder rücken und Oberkörper wieder bearbeiten kann. Habe zwar bisschen mit Hanteln hier Zuhause was gemacht, das ist aber natürlich nicht das selbe wie im Gym und natürlich war das laufen vor allem in Teilbelastung extrem anstrengend und hat teilweise richtig reingehauen.
Fazit nach knapp 6 Wochen nach der OP:
Es wird besser. Man muss fleißig seine Übungen machen, alles langsam und bedächtig auch Mal versuchen. Auf YouTube gibt es super Tipps wie man sich Krücken angewöhnt und scheut euch nicht sie wie ich doch noch in Bus und Bahn als Hilfsmittel zu nehmen. Nehm euch die Zeit die ihr braucht. Es kommt auf 2/3 Tage nicht an. Traut euch ruhig und seit vorsichtig aber nicht zu ängstlich was kaputt zu machen. Wenn ihr Fragen habt, dann fragt den Physiotherapeuten ruhig. Er ändert auch die Übungen und passt die entsprechend an. Nicht schlucken. Und ja, Grade ich mit meinen ADHS und Autismus sage das, weil es wichtig ist. Belasten und üben ist gut, aber es sollte der richtige level sein.
Traut euch auch Mal Mini Spaziergänge zu machen, langsam das Pensum steigern. Und das aller wichtigste: tut euch auch Mal was gutes für die Seele. Damit meine ich jetzt nicht den dicken Urlaub. Zb das Eishockeyspiel mit Sitzplatz oder Konzert. Das ist zum einen gut für die Seele, etwas zu machen was einem Spaß macht und auf der anderen Seite muss man aus sich herauskommen und auch trauen wieder unter Leute zu gehen und gewisse "Hürden" zu nehmen. Damit meine ich Bus und Bahn fahren (einsteigen und aussteigen kann schwierig sein), Treppen steigen usw.
Ich warte jetzt auf die Post dann geht's zur Apotheke Antibiotika holen, den mich hat der 2te Infekt in 10 Tagen heimgesucht, tja das obwohl man nur Zuhause ist.