Prolog
Wir waren verschieden wie Tag und Nacht. Seit ich sie kennenlernte war sie so. Durch und durch mein Gegenteil. Sie war immer so laut, so laut und glücklich. So laut und glücklich, dass ich in ihrer Gegenwart gar nicht anders konnte als es ebenfalls zu sein. Sie war mir ein Rätsel. Ja, ich war mir selbst sogar noch mehr ein Rätsel, wenn ich bei ihr war. Ich glaube ich werde nie verstehen was sie tat, oder wer sie war. Aber wie könnte man auch jemanden wie sie jemandem wie mir erklären? Ich glaube es ist unmöglich. Ich glaube, dass es weder mir noch sonst irgendjemandem, der sich auch nur anmaßen würde sie beschreiben, erklären zu wollen, es überhaupt je gelingen würde. Und doch hatte ich jedes Mal, wenn ich in diese Augen blickte das Gefühl es sei möglich. Diese Augen - so undurchdringbar und doch so klar, als wollten sie mir alles, meine ganze Welt erklären. Als wollten sie mir sie erklären. Ihre Augen waren wohl die Einzigen vor denen ich es nicht verbergen konnte. Sie waren die Einzigen die wussten, dass sie, nur sie allein, meine Welt war. Denn der Tag gehört zur Nacht, wie die Nacht zum Tag. Keiner kann ohne den anderen, beide sind irgendwie zusammen, irgendwie eins. Und doch so verschieden, doch getrennt. So wie wir.










