"Katina" von Roald Dahl
"Katina" von Roald Dahl ist eine Kurzgeschichte, die den ganzen Wahnsinn des Kriegs ausdrückt. Nicht so sehr durch eine besondere Grausamkeit, sondern durch eine Grausamkeit, die Alltag ist. Wir folgen einem amerikanischen Soldaten im Fliegereinsatz gegen Nazideutschland in Griechenland. Bei Angriffen und Gegenangriffen sterben Menschen: Soldatenfreunde; Männer, die man kaum kennt; unschuldige Mädchen. Es ist Krieg. Nichts davon ist ein Skandal.
Griechenland als Ort des Geschehens hat mystische Tiefe. Die Soldaten haben eine Beziehung zu den Bergen, die sie umgeben. Sie spüren, dass die Berge über diesen Krieg lachen. Er ist nur einer von vielen Kriegen, den sie gesehen haben. Die Soldaten wissen, dass Götter in diesen Bergen wohnen. Der Erzähler ist überzeugt, dass die Berge jede Nacht ein bisschen näher rücken.
Unter allem liegt Menschlichkeit. Das gegenseitige Töten erfolgt auf Befehl, doch die Soldaten sind Menschen. Als ein deutscher Flieger abgeschossen wird, kommt unter dem Helm ein junger Typ mit Flaumbart zum Vorschein, der völlig verängstigt ist. Als der Erzähler unvermittelt Kontakt mit der deutschen Seite erhält, schreit er ins Telefon und wirft es danach aus dem Fenster. Nach einem Angriff schaut er lange in die Flammen seines brennenden Wracks. Das Feuer wird zur weißen Flamme, in denen ein griechisches Mädchen tanzt. Katina.











