Früh am Morgen, also dann, wenn ich den Morgen als früh empfinde, ich will nicht behaupten, dass mein Empfinden da als absolute Richtschnur objektiver Wahrheit zu gelten hat, es gibt immer Menschen, die ganz andere Zeiten als früh definieren, als ich das gemeinhin tue, weil, früh, das ist immer sehr subjektiv und ich habe das jetzt auch im vollen Bewusstsein der vollen Subjektivität der inhaltlichen Aussage genauso schriftlich abzubilden befohlen, wie es gerade geschah, denn es ging mir zuallererst nicht um die Darstellung eines objektiven Zusammenhangs, sondern vielmehr darum, eine emotional übereinstimmende Ebene aufzuzeichnen, die in einem gemeinschaftlichen Empfinden des selben Gefühls eine Annäherung an den Gegenstand des Textes ermöglichen soll, denn selbst wenn Menschen die objektiven Umstände der Frühe völlig unterschiedlich beurteilen, so löst ihre Erwähnung allgemein eine sicher nicht deckungsgleiche, aber doch ähnliche Assoziationskette aus, die es ermöglicht, diesen Text, der sich eine zufällige Begebenheit zu beschreiben anschickt, ohne dabei allzuviel dem Zufall überlassen zu wollen, in einem konsensähnlichem Empfinden zu rezipieren, früh am Morgen also, dass es an einem Sonntag geschah, mag dem ganzen noch einen ganz anderen Unterstrich verleihen, wird doch die Sonntagsfrühe generell anders empfunden, als etwa die Frühe an Werktagen, ich jedenfalls setzte mich bei unerwartet kühlen Minustemperaturen auf mein Fahrrad, um mittels eigener Muskelkraft und deren günstigst möglicher Übersetzung durch den Wald dahin zu gelangen, wo man mir vertragsgemäß für das zur Verfügung Stellen meiner Arbeits- und Muskelkraft sowie der Fähigkeit, Kraftfahrzeuge sicher über besonderes Gelände zu bewegen, Lohn zu zahlen bereit ist, und fuhr gerade am Beginn der Steigung entlang, da huschte etwas durch die Luft, etwas, das ich zunächst, da es sich aufgrund seiner Geschwindigkeit als diffus darstellte, nicht zu identifizieren vermochte, worauf ich neugierig erst nach oben und um mich herum sah, aber nirgends ein Grund für die eben empfundene optische Wahrnehmung entdeckte, bis ich dann herab, genauer auf mein rechtes Knie sah, einen kleinen weißen Vogelschiss entdeckte, das Fahrrad an der Steigung anhielt, ein Taschentuch aus der Hosentasche zog, mit eigener Spucke befeuchtete, den Schiss entfernte, wieder anfuhr, das Taschentuch in den nächstbesten Mülleimer entsorgte und beschloss, die Sache nicht persönlich zu nehmen, sondern als Zufall zu definieren, was jetzt hier genauso zu lesen steht.