… eine Nacht wie sie selten gescheh’n …
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… eine Nacht wie sie selten gescheh’n …
Monolog
Du sagst: "Es tut mir leid, Äffchen." und machst eine lange Pause. Du sagst: "Ich bin verwirrt, Äffchen." und nimmst einen langen Schluck aus deinem Glas, sodass dir beim Trinken gleich die Luft ausgehen müsste. Du sagst: "Ich bin launisch und ich erwarte zu viel. Ich bin naiv und unberechenbar." Wenn du in deinen Haaren spielst und Strehnen drehst um deinen Finger, ist es egal, was du sagst. In diesem Moment hört jeder nur noch, was er hören will, weil er verführt wird von den Bewegungen deiner Finger. Du merkst das nicht. "Oft weiß ich nicht, was ich wirklich will. Mein Körper sendet Signale, die ich nicht sehe, nicht kontrolliere." Nein, du merkst es nicht. Du bist in Schwierigkeiten und zu stolz, um Hilfe zu bitten. Deine Stimme bricht, du bist nur noch ein Hauch, als du sagst: "Ich will dich nicht festhalten, aber auch nicht loslassen. Ich will dich nur halten und nicht dein Leben verwalten." Dein Blick könnte nicht unspezifischer sein als deine Worte. Ist das Reue? Unsicherheit? Zweifel? Verzweiflung? Mitleid? Selbstmitleid? Als du die letzten Worte leise flüsterst, ist dir immer noch nicht klar, dass dich keiner hört, dass du allein in deiner Küche sitzt und trinkst und Kette rauchst und nur übst für einen Moment, der nie eintreten wird, weil du ihn nie herbeiführen wirst. "Tut mir so leid, Äffchen. Ich hoffe, du weißt das."
Ich bin ein großer Fan davon, die Freude, die Leichtigkeit zu beschwören. Denn das Gegenteil davon stellt sich automatisch ein.
Pipilotti Rist
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