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Freue mich schon jetzt auf "Fackel"!
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Arbeiten von unterwegs, schwierige Work-Life-Balance, Termindruck: Das kannten schon Bachmann, Goethe und Mann – und schufen Weltliteratur.
Verbindlicher Briefwechsel: Goethe und Schiller
So unterschiedlich, vielfältig und individuell die Menschen sind, so verschieden ist ihre Art, sich zu motivieren und zu arbeiten. Friedrich Schiller (1759 -1805) behauptete, ohne den Geruch verfaulender Äpfel in der Schublade nicht schreiben zu können. Zum Glück setzte das Produktivitätsduo Schiller und Goethe schon damals auf verteiltes Arbeiten und musste sich kein Schreibzimmer teilen. Die beiden wären sonst wohl eher mit Streiten denn mit Schreiben beschäftigt gewesen.
Neben den völlig unterschiedlichen Arbeitszeiten – Johann Wolfgang von Goethe (1749 -1832) war ein Morgenmensch, Schiller Nachtschwärmer – liebte Schiller das Rauchen, Goethe hingegen soll nach der Schilderung des Lyrikers Karl Ludwig von Knebel bemerkt haben, Rauchen mache dumm: »Es macht unfähig zum Denken und Dichten.« Ergo war die einzige Möglichkeit, zusammenzuarbeiten, räumliche und zeitliche Trennung für individuelle Höchstleistung.
Wahrscheinlich würde Goethe den Schiller heute einfach auf ein digitales Typoskript zu einem Schulterblick einladen, der dann sein Feedback per Kommentarfunktion abgeben könnte. Auf der Suche nach Verbindlichkeit in der Distanzarbeit wählten sie damals das Medium Brief und setzten einander postalisch ihre Deadlines. So gelang ihnen in asynchroner Zusammenarbeit das große Drama – ganz ohne Drama.
Die beliebtesten Drei ??? Hörspiele
Platz 9: Die gefährliche Erbschaft
“Den Rest meiner Habe vererbe ich ohne Einschränkung demjenigen, der meinen Schatz zu finden vermag.”
10 jahre. ja, schon wieder.
10 jahre ist es nun her, dass ich angefangen habe, meine erste große fußball-ff zu posten. die ersten gehversuche, die ersten one shots, gab es schon zuvor - überraschend früh, das hatte ich gar nicht mehr auf dem schirm. :D den allerersten anfang gab es bereits im april.
... wir reden NICHT über die formatierung meiner vorworte von damals. ich stolperte gerade, bei der datumssuche, über sie und... autsch. ... war halt modern, ne?
und dann, vor genau 10 jahren, beschloss ich, einen dieser one shots auszukoppeln. eine one shot reihe, die sich von selbst ergeben hat, um genau zu sein.
bastiando.
oh junge.
los ging es damit, dass ich recht frisch im fußball-ff-fandom unterwegs war - und recht frisch ZURÜCK beim fußball. also schlug ich mich damals erst durch die standard-pairings... und dann beschloss ich, zwei meiner vorherigen fußball-crushes in einen topf zu werfen. weil hey, zusammen konnten sie nur noch besser werden!
mh.
anfangs war es SEHR enttäuschend. wenn man zurückblättert (... oder besser nicht, wie gesagt - vorworte), sieht man, dass es zum allerersten bastiando-one-shot keinen einzigen kommentar gibt. und da auch der vorherige one shot leer ausgegangen war und meine geschichten-kommentar-ratio damit ziemlich mies aussah, war ich ein bisschen frustriert.
(bastiando war meine sechste schnaf-geschichte. ich war kein ganz junger hase mehr - ich hatte vor schnaf ein halbes jahr lang einen anderen account, auf dem ich ein paar sachen gepostet habe. aber mh, vielleicht war das mit dem fußball doch nichts. vielleicht sollte ich auch den zweiten account, den übergangs-account, den ausweich-account beerdigen.)
aber dann zog es an. und ich konnte die jungs nicht loslassen. und es kam die wm und ich hangelte mich an aktuellen ereignissen entlang und schrieb SO VIEL und irgendwann wurde es zu viel und ich kam in ein schreibloch und hatte die bis heute größte schreibpause mitten in einer ff, aber ich kam wieder zurück und machte weiter und
um ehrlich zu sein, denke ich heute, dass die geschichte ein ziemliches kuddelmuddel ist. natürlich würde ich sie heute komplett anders schreiben und die sache mit dem kuddelmuddel wäre bei weitem nicht der einzige grund, aber.... ich wollte mit gewalt 100000 storylines unterbringen. hatte 100000 ideen. hatte 100000 aktuelle anlässe, die mit rein mussten. nach der schreibpause sortierte ich zwar erst mal, aber... das chaos war schon da.
und trotzdem frage ich mich manchmal, ob ich mit bastiando meine spitzenform erreicht habe.
es gibt ffs, auf die ich stolzer bin, die ich “besser” finde. klar, bastiando war eine riesige leistung, schon alleine die tatsache, dass ich die ganzen 3 jahre über den faden nicht verloren habe, dass ich es nach über 3 jahren, trotz aller unterbrechungen geschafft habe, die geschichte zu beenden. oder - oh junge - dass ich in dieser zeit nicht nur mein abi gemach, sondern auch noch ein paar prüfungen an der uni in den sand gesetzt habe. (schreiben >>>>>>> prüfungen. nicht nachmachen, kinners!) auch die tatsache, dass es einige jahre gedauert hat, bis ich es geschafft habe, eine ff zu schreiben, die länger wurde als bastiando...
aber ich habe mich seitdem weiterentwickelt, hoffe ich. habe gelernt, habe erfahrungen gesammelt, habe seeehr viel übung gesammelt. (ich konnte damals nicht mal lemons schreiben. ((don’t judge, damals hieß das noch so.)) ich hab meine erste lemon mit bastiando geschrieben.) seit bastiando bin ich nie wieder so blind auf eine geschichte zugestürmt - seit bastiando habe ich mich nie mehr so sehr treiben lassen. einerseits positiv, weil genau dieses “treiben lassen” und “auf aktuelle anlässe eingehen” zu den langen schreib- und damit auch posting-pausen bei bastiando geführt hat, aber vielleicht auch negativ, weil mir vielleicht jetzt genau dieses aktuelle, dieses spontane fehlt.
und trotzdem kommt alles immer wieder zurück zu bastiando. und trotzdem freue ich mich wahnsinnig, dass es immer wieder leute gibt, die mich durch bastiando gefunden haben. weil diese geschichte für immer meins sein wird. auch wenn sie noch von baby-schnaf ist.
und deshalb -
ein ganz dickes knutschi an alle, die mich seitdem begleitet haben. die mich damals entdeckt haben und heute immer noch hin und wieder an bastiando denken.
ihr wahnsinnigen ♥