Und selbst wenn dich anflehen würde, weiß ich, würdest du gehen.
Zate - Abschiedsbrief

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Und selbst wenn dich anflehen würde, weiß ich, würdest du gehen.
Zate - Abschiedsbrief
Der Abschiedsbrief
Lieber P,
Heute ist Mittwoch der 30. März. Wir haben uns vorhin gesehen. Wir haben viel geredet, weil ich sehr verletzt war durch die letzten Wochen.
Du weißt nicht was du willst oder wovor du Angst hast. Du willst dich innerhalb dieser Woche entscheiden, was du tust. Ob es besser ist das zwischen uns zu beenden oder eben auch nicht.
Aber ich bin ein Pessimist und gehe davon aus, dass du es beendest, deshalb wird dies hier ein Abschiedsbrief sein…
Ich hatte gehofft, dass du es vielleicht doch nicht tust, aber wie es aussieht war meine Hoffnung vergebens. Dennoch möchte ich, dass du dir im Klaren darüber bist, was du genau da aufgibst.
Ja, du bist nicht einfach und ja, ich bin es auch nicht, aber mit mir würde es dir nie an etwas fehlen. Ich verstehe dich wohlmöglich besser als du dich selbst, weil all das was du gerade durchmachst, habe ich selber vor nicht allzu langer Zeit hinter mich gebracht. Ich würde dich nie dafür hassen, dass du mich verletzt. Ich weiß woher das kommt und das es nicht mit Absicht ist - mehr brauche ich nicht. Klar wird es mir wehtuen und klar werde ich auch mal sauer werden, aber ich schätze auch das ist verständlich
Ich akzeptiere jede deiner Entscheidungen, auch wenn sie mir das Herz brechen - so wie jetzt.
Weißt du warum ich heute Abend vorgeschlagen hatte es zu beenden? Weil ich denke oder dachte, dass das das Beste für dich ist. Und ich will das Beste für dich, selbst wenn es heißt, dass ich dich die nächsten Wochen schmerzhaft vermissen werde und mir selber das Herz breche, weil das ist das, was ich auf keinen Fall will. Aber mir ist es wichtiger, dass es dir gut geht. Ich komm schon klar irgendwie, auch wenn ich wahrscheinlich durch die Hölle gehen werde.
Und weißt du wie man sowas nennt? Wenn ein Mensch nur das Beste für jemand anderen will, ganz gleich ob es seinen Tod bedeuten würde?
Jetzt ist es eh egal, jetzt kann ich es ja sagen.
Man nennt es Liebe.
Und das ist alles was für dich empfinde. Nicht mehr und nicht weniger. Du kannst dich ändern wollen so viel du willst und du kannst so schwierig sein wie du willst - heute habe ich gemerkt, dass selbst die letzten drei Wochen nichts an meinen Gefühlen ändern werden und wen ich einmal liebe, den liebe ich für immer.
Ich hasse es, dass als ich dir zugehört habe, mich in so vielen Feinheiten wiedererkannt habe. Und selbst die Art, wie du auf emotionalen Stress reagiert hast - frag meine besten Freundinnen - das Zittern, obwohl dir nicht kalt ist, ich reagiere genau so. Und ich hasse es deshalb, weil ich weiß, dass ich dir nicht helfen kann. Mir sind die Hände gebunden. Es liegt außerhalb meiner Reichweite. Ich habe keine Kontrolle über deine Entscheidung. Jetzt bin ich die, die Angst hat.
Ich bete zu den Dingen, an die ich glaube, dass du vielleicht doch die richtige Entscheidung triffst. Aber dein "richtig" ist vielleicht nicht mein "richtig".
Ich will dich nicht dazu bringen deine Meinung zu ändern. Ich will einfach nur mir alle Dinge von der Seele reden, in der letzen Woche in der ich es noch kann.
Und das ich dich liebe will ich dir schon so so lange sagen. Ich habe es eingesehen, als ich gemerkt habe, dass ich neben dir schlafen kann und du bist der Erste bei dem mir das passiert. Selbst der Teil den ich nicht beeinflussen kann, der Teil der erst einmal alles und jeden als ein Störfaktor einstuft und der niemanden in meinem Umfeld länger als 6-7 Stunden duldet, sogar dieser Teil kann dich leiden. Ich weiß, was für eine unglaubliche Rarität das ist und deshalb weiß ich, dass ich vielleicht niemals ganz über dich hinweg kommen werde.
Da wird immer ein Platz für dich bei mir sein, auch wenn du ihn nicht willst. Immer.
Ganz gleich welche Entscheidung du getroffen hast, bleib dabei.
Ich habe noch nie jemanden wie dich getroffen und der Verlust von dir wird mir vermutlich noch Jahre wehtuen, aber denk bitte nur an dich. Ich komme klar. Ich will nur, dass du da hinkommst, wo du hin willst und wenn das heißt, dass ich dafür den Weg räumen muss, dann werde ich das tun.
Ich will, dass du weißt das die Zeit mit dir einer der besten war, die ich je hatte. Ganz egal ob du mich traurig oder glücklich gemacht hast. In dieser Zeit habe ich auch eine Menge über mich selbst gelernt, aus diesem Grund würde ich alles genauso wieder tun. Selbst wenn es bedeutet, dass ich wieder und wieder verletzt werde, aber die Erinnerungen mit dir sind mir das wert.
Du bist mein Schatz, irgendwann habe ich es nicht mehr "nur so" gemeint, sondern mittlerweile bist du genau das. Mein Schatz aus Fleisch und Blut, den ich freiwillig niemals hergeben würde und der mir sehr sehr viel bedeutet.
Die 7 Wochen die wir hatten, selbst die in denen wir nur geschrieben haben, werde ich immer in Ehren halten. Und auch wenn du es nicht glauben willst, hast du jetzt die Standards gesetzt für alle anderen Jungs die noch kommen werden. Es reicht mir auch wenn er nur halb so gut wäre wie du, genauso jemanden zu finden ist schließlich schier unmöglich. Und halb so gut ist immer noch viel besser als die, die ich bis jetzt hatte.
Aber hey, ich bin unglaublich dankbar für alles. Ich bin alleine schon dankbar dafür, dass ich zur gleichen Zeit am Leben bin wie du und dass sich unsere Wege für einen kurzen Moment miteinander verwoben haben, auch wenn sie sich letztendlich getrennt haben.
Du hast mir eine Menge geschenkt, indem du einfach nur du selbst warst.
Und es ist mir wirklich eine Ehre dich kennen- und lieben gelernt haben zu dürfen.
Solltest du jemals Probleme haben und nicht wissen an wen du dich wenden kannst, ich bin immer für dich da. Ganz gleich was dein Problem ist. Ich werde deine Nummer nicht löschen und dich auch ganz sicher nicht vergessen.
Ich hoffe aus ganzem Herzen, dass du glücklich wirst.
- Alex
Wenn du deine eigenen Augen hättest sehen können,
als du mich angesehen hast.
Du hättest auch gedacht, du hättest Gefühle für mich. Du hättest gedacht, ich wäre alles, was du überhaupt in dieser Welt wahrnimmst.
Stattdessen hast du mich nicht gesehen, sondern nur dich selbst in meinen Augen.
Mutter, Ich weiß, das ich eine große Enttäuschung für dich bin, da du es mich jeden Tag spüren lässt. Es tut mir leid, das ich dir so viel angetan habe. Ich habe alles versucht, damit du mir einmal sagst, du bist stolz auf mich. Doch es war vergebens. Ich habe immer versucht stark zu bleiben, doch jetzt kann ich nicht mehr. Ich glaube, es ist besser, wenn ich einfach gehe und du mich nie wieder siehst, so wie du es immer gesagt hast. Also erfülle ich dir nun deinen Wunsch.
Mein Abschiedsbrief
Wenn ich gehe weiß ich dass ich die Sonne seh'. Auch wenn mich keiner hier versteht. Das hier ist mein Weg - den ich jetzt geh'
Lumaara