Plausibel, denke ich
Gerade Leute beim Schluss machen belauscht. Seine Begründung an sie: “Weil du dumm bist, Digger!”

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Plausibel, denke ich
Gerade Leute beim Schluss machen belauscht. Seine Begründung an sie: “Weil du dumm bist, Digger!”
Und ich suche nach Fehlern
an dir. Und dann finde ich Fehler an dir. Kleine, banale Fehler. Und meine Synapsenendknöpfchen zünden eine Fehlschaltung: Ich mag dich immer mehr.
Bier
ist ja irgendwie auch Lippenpflege.
Ich hab mir vorgenommen
in 2015 mehr zu reisen. Jetzt sitz ich in der Bahn Richtung Henstedt-Ulzburg und es riecht nach Pommes. Wenn das kein Start ist!
Einfach mal das Herz auf der Zunge tragen.
Einfach mal für sich selbst sprechen, aber aus dem Innersten. Kein Smalltalk, keine blumigen Adjektive von damals. Mehr Mut haben. Einfach was riskieren. Wer nichts riskiert, der handelt aus falschen Motiven. Nämlich aus Angst. Angst, nicht das zu bekommen, was ihm zusteht. Aus Angst, etwas offen zu legen, was viel verlorener ist, wenn es niemals ausgesprochen wird. Wir sind alles, was wir haben. Und auch wenn wir Angst haben, sollten wir nicht an uns scheitern. Raus damit. Raus mit der Wahrheit, denn sie will geteilt werden. Wozu gibt es sie sonst.
Wenn du deine eigenen Augen hättest sehen können,
als du mich angesehen hast.
Du hättest auch gedacht, du hättest Gefühle für mich. Du hättest gedacht, ich wäre alles, was du überhaupt in dieser Welt wahrnimmst.
Stattdessen hast du mich nicht gesehen, sondern nur dich selbst in meinen Augen.
Real-Life-Dating ... was war das noch?
2014: Es gibt etliche Datingsites und Apps. Jeder Single den ich kenne, ist entweder bei Friendscout, Finya, Tinder, Lovoo oder überall. Es gibt digitale "Special Interest"-Optionen (Metalheads, Mollige, Lokomotivliebhaber) und etliche Funktionen, die ein optimiertes, zeitsparendes Kennenlernen ermöglichen. Schön und gut, doch funktioniert eine tatsächliche Bindung nicht durch den Screen. Die Frage die bleibt ist doch: Wie like ich jemanden im Real Life?
Nichts zu verändern
verändert dich auch, passiv. Und eine passive Veränderung ist selten eine gute.
Immer wenn ich beim HVV nach einer Verbindung zur Großen Bergstraße suche, schlägt Autocorrect mit stattdessen "Große Liebe" vor. Das ist zwar nett gemeint, aber heute will ich einfach nur nach hause.
Sonderlinge
sind wir doch irgendwie alle. Aber für mich bist du ein Besonderling.
Vorhin:
Heftiger Streit in der Umkleidekabine nebenan. Mann ganz aufmerksam zur Frau: "Ich finde es sehr schön, aber weißt du schon wie du es kombinieren willst?" Sie (im Eskalations-Modus): "Na mit einer schwarzen Hose natürlich! Denn ich trage IMMER schwarze Hosen, falls dir das bis jetzt noch nicht aufgefallen ist!!!"
Es gibt nur eine Wahrheit.
Die müsste doch für uns beide reichen.
Je länger ich drüber nachdenke,
desto mehr klingt "Messerblock" für mich nach ner heftigen Wohngegend
S-Bahn-Dialoge
Person 1 (theatralisch): "Eigentlich ist das so, ... dass ich nicht weiß, wie das so ist." Person 2 (seufzend): "Ich weiß."
Ein Mann in Frauenkleidern
und ich bemitleiden uns gegenseitig zu unserem nicht regentauglichen Outfit. Vor allem die Wahl unserer Stiefel war ein absoluter Wetter-Fail.
Ältere Dame
im Deichmann so zu mir: "Junges Fräulein, Sie brauchen keine Stiefel! Der Sommer kommt. Stecken Sie sich Blumen ins Haar und holen Sie sich Sandalen!"
Und dann denke ich ...
dass es gar nicht so besonders ist, dass mir die Worte fehlen. So vielen Leuten haben schon die Worte gefehlt und dann haben sie Lieder und Gedichte darüber verfasst, dass ihnen die Worte fehlen. Und ich denke so: darüber zu schreiben, dass mir jetzt die Worte fehlen ist anscheinend so unglaublich alltäglich und fad. Und doch verwende ich Worte dazu - nur nicht die passenden und sowieso richte ich diese nicht an den eigentlichen Adressaten. Also weiß ich anscheinend nicht nur nicht, was ich sagen soll, sondern verfehle auch noch den Empfänger. So viel zum Thema Kommunikation. Wortlos mit 100 Worten.