Namibia 2018/19 - Teil 28
Da wir heute die einzigen Gäste waren, erlaubten wir uns den Luxus und schliefen mal lange aus. Also, lange ausschlafen heißt dann bis 8 Uhr!
Mit Gaby hatten wir gestern Abend ausgemacht, dass wir heute mal sehr “spät” frühstücken werden - nämlich um sagenhafte 9 Uhr.
Und da wir ganz alleine und unter uns waren, gab es das Frühstück nicht wie üblich im Haus, sonder die liebe Amelie schleppte alles für uns nach draußen.
Wir hätten genau 1 1/2 Stunden, um das alles aufzuessen! Ja, wenn es mehr nicht ist - dann geht´s ja.....
Anschließend widmeten wir uns der nahezu unmöglichen Aufgabe unsere ganzen Klamotten wieder in die Koffer zu bekommen - inklusive natürlich der ganzen zusätzlich erworbenen Dinge.....
Hanna war extrem skeptisch und beobachtete das Ganze jedoch sehr interessiert.
Irgendwann war es doch irgenwie geschafft - gut einiges haben wir wieder aussortiert. In weiser Ahnung hatten wir jedoch bereits einen zusätzlichen Koffer von zu Hause mitgebracht. Den geben wir jetzt mit auf und fertig!
Obwohl der Flug auf 21.35 Uhr verschoben war - aktuell fliegen wohl alle Air Namibia Flüge um diese Zeit - hatte Gaby bereits den Shuttle zum Flughafen für 18 Uhr vorbestellt.
So ganz glücklich waren wir damit nicht, denn gerne hätten wir die noch gewonne Zeit lieber am Pool oder beim Suundowner verbracht....
.... doch kurze Zeitr später, nämlich am Flughafen, stellte sich das als glückliche Fügung heraus. Denn als wir am Schalter ankamen, wunderten wir uns über das plötzliche hektische Telefonat des Mitarbeiters.
Kurze Zeit später erklärte uns der leicht überforderte Mann, dass die Maschine ein bisschen überbucht war. Wie überbucht? Wir fliegen doch Business!
Ja, leider sei auch die Business überbucht.
Micha und ich besprachen uns kurz, ob wir Gaby & Stephan anrufen sollten und unsere kurzfristige Rückkehr (auf Kosten der Airline) ankündigen....
Doch Micha war strikt dagegen und meinte, er wäre froh unseren ganzen Kram endlich im Koffer zu haben und werde diesen jetzt nicht mehr auspacken.
Okay, dann bleibt uns nichts anderes weiter übrig, als die Schwerbehinderten-Karte zu ziehen und auf den dringenden “medical assistence” Fall hinzuweisen. Dazu habe ich mich dann schon einmal in den Rollstuhl gesetzt, den wir bis dahin nur mit hatten, um irgendwelche Klamotten durch die Gegend zu fahren - quasi als Sackkarren-Ersatz.
Das klappte auch und plötzlich fanden sich noch zwei Plätze in der Business-Class. Wie von uns vermutet, musste dafür leider eine Mitarbeiterin von Air Namibia in die Holzklasse weichen. Der Sohn der Kapitäns flog allerdings weiterhin in der Business Class mit.
Jetzt hatten wir nur noch das kleine Problem, dass Micha einen Platz im 1. Sektor in der Reihe 1 hatte und ich im 2. Sektor der Bussiness-Class in der Reihe 4.
Doch der Mitarbeiter an der Bord-Türe war auf zack! Als er die Bordkarten sah sagte er sofort (im Original-Ton): “Why not zusammen?”
Wir konnten die Sachlage kurz erklären und sofort ließ er den Supervisor kommen, der das Problem kurzerhand löste, in dem er eine einzelne Person umsetzte.
Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?
Der zuständige Rollstuhl-Beauftragte, der mich schon persönlich über das Rollfeld zur Maschine geschoben hatte, schaute auch noch mindestens 3x in die Maschine und versicherte uns dabei jedes Mal, er habe persönlich den Rollstuhl verstaut!
Hinterher erfuhren wir, dass wohl über 20 Personen nicht mit der gebuchten Maschine mitfliegen konnten. Das ist natürlich eine riesen Sauerei!
In Frankfurt hatte Air Namibia für mich das volle Programm angefragt und so wurde ich nicht nur mit dem Rollstuhl erwartet, nein, wir wurden mit dem Elektrowägelchen abgeholt und durch den ganzen Flughafen bis zum Gepäckband und dann noch weiter bis zum Aufzug in die Tiefgarage gefahren. Jawoll!
Ich bin jetzt ab sofort auch prominent!
Und hiermit danke ich all meinen Lesern, die uns auf unserem diesjährigen Afrika-Trip begleitet haben! Wir lesen uns bei unserer nächsten Reise!!!
Angie, Micha und der Hasenbär