In der 6. Klasse hatte sich über die Sommerferien in meinem Biologie-Raum ein Hornissennest angesiedelt, weshalb wir daraufhin eine ganze Weile Raumvertretung hatten. Und mein ängstliches, fantasievolles jüngeres Ich hatte davon natürlich mitgenommen, dass Hornissen absolut gefährliche, gar tödliche Wesen sind, die darauf aus sind, Kinder zu stechen und zu quälen. Ich entwickelte also eine große Angst vor Hornissen (bin mir bis heute nicht sicher, ob ich jemals eine gesehen habe tbh, aber der Gedanke reichte) und weigerte mich partout, nachts das Fenster offen zu haben, da ja eine Hornisse rein fliegen konnte. Davon ließ ich mich auch nicht beirren, als mir von Erwachsenen tausendmal beteuert wurde, Hornissen wären nicht nachtaktiv. Einfach eine logikentfernte Angst vor einem Insekt, das ich noch nie gesehen hatte. Und ich denke, das fasst meine Kindheit ganz gut zusammen.












