21. Januar 2017
Das Auto legt die Ohren an und brummt dabei
Als ich heute so darüber nachdenke, ob das Auto vor der Tür wohl abgeschlossen ist, oder ich das mal wieder vergessen habe, fällt mir ein, dass ein Blick aus dem Fenster hilft. Ehrlich gesagt, habe ich mich schon öfter dabei erwischt, dass ich danach schaue, ob das Auto “die Ohren angelegt”, also die Außenspiegel angeklappt hat. Das macht es nämlich, sobald man auf den Abschließknopf am Funkschlüssel drückt. Man verhindert dadurch, dass dem Auto, einsam und verlassen am Straßenrand stehend, seine Spiegel durch unvorsichtig vorbeifahrende Verkehrsteilnehmer amputiert werden.
Steht das Auto z. B. in einem Parkhaus und ich bin zum einen schon um die nächste Ecke verschwunden, habe zum zweiten längst vergessen, ob das Auto verschlossen ist oder nicht, und bin zum dritten zu faul, um noch einmal zurückzugehen, lausche ich einfach, ob das Auto beim nochmaligen Druck auf den Abschließknopf mit den Spiegeln “brummt”, man also die Motoren des Anklappmechanismus hört. Um allerdings die Reichweite des Funkschlüssels zu testen, drücke ich vorher auf den Aufschließknopf, erwarte das Brummen und drücke nach erfolgreichem Brummen noch einmal auf den Zuschließknopf, um nach nochmaligem Brummen beruhigt meiner Wege zu gehen. Höre ich kein Brummen, bin ich entweder schon zu weit weg, um es zu hören zu können, oder die Reichweite des Schlüssels ist zu gering.
Da hilft dann noch der “Mundhöhlentrick”. Man hält den Schlüssel vor die geöffnete Mundhöhle, dreht sich in Richtung des Autos und kann damit die Reichweite und Abstrahlrichtung der Funksignale positiv beeinflussen. Andere halten den Schlüssel an oder in die Nähe des Kopfes. Der damit verbundene Effekt zur Verlängerung der Reichweite scheint sich sogar im Experiment nachvollziehen und letztlich erklären zu lassen.
(Markus Winninghoff)












