Der 6.10.2014
Die Mahnwache war dieses Mal nur etwa 16 Teilnehmer*innen groß. Es gab weder ein Soundsystem, noch irgendwelche Redebeiträge. Nur ein paar Flyer wurden verteilt. Ann Jay war nicht anwesend. Dafür aber Werner Altnickel.

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Der 6.10.2014
Die Mahnwache war dieses Mal nur etwa 16 Teilnehmer*innen groß. Es gab weder ein Soundsystem, noch irgendwelche Redebeiträge. Nur ein paar Flyer wurden verteilt. Ann Jay war nicht anwesend. Dafür aber Werner Altnickel.
Der 29.9.2014
Heute referierte Ann Jay (Facebook-Name) ähnlich wie in diesem Artikel über die NWO, die Illuminaten, die Freimaurer, die 13 einflussreichen Familien und die Rothschilds. Der offenkundige Antisemitismus in dem Vortrag könnte der Grund gewesen sein, weswegen die anwesenden Polizist*innen eingriffen. Ann Jay flüchtete daraufhin vor der Polizei, während Personen wie Gilbert Oltmanns sich den Polizist*innen in den Weg gestellt haben.
Ann Jay hat ihr Facebook-Profil am 30.9.2014 gelöscht (hier das Original). Das Profil ist offenbar wieder abrufbar. Allerdings ohne aktuelles Profilbild.
(Bitte um Korrektur, falls etwas falsch dargestellt worden sein sollte)
Bevor ich auf den Text eingehe, kurz etwas zu David Icke: David Icke ist ein Verschwörungstheoretiker, der glaubt, dass ein Großteil der Menschheit von einer geheimen und pyramidenartigen Organisationsstruktur kontrolliert wird. Neben der Führungsgruppe gibt es seiner Ansicht nach noch die sogenannten Sheeple (Schlafschafe), welche den Großteil der Zivilisation ausmachen und eine kleine Gruppe "aufgewachter" Widerständler*innen. Das Selbstverständnis der Teilnehmer*innen der Montagsmahnwache entspricht dem der letzten, aufgewachten Gruppe.
Icke ist außerdem der Erfinder der Reptiloiden-Verschwörungstheorie, beschuldigt die Illuminaten und zitiert zustimmend die antisemitischen (und gefälschten) Protokolle der Weisen von Zion.
Nun zum eigentlichen Text, den Ann Jay in die Facebook-Gruppe der Friedensmahnwache Oldenburg geschrieben hat. Sich die drei Ds des 3-D-Testes auf Antisemitismus in Erinnerung zu rufen, wirkt an dieser Stelle irgendwie überflüssig. In dem Text wird gelogen, dämonisiert und getäuscht. Dabei bleibt der Text nicht einmal konsistent. Israel wird unterstellt gezielt Kinder anzugreifen und einen Genozid zu verüben. Und gleichzeitig versteht man nicht, warum ständig die Antisemitismus-Keule ausgepackt wird. Für weitere Details spricht der Text von Ann Jay für sich.
Das Video selbst ist ohne einen Account bei Google gar nicht ansehbar, da es offenbar unschöne Szenen zeigt.
Das ist aber auch gar nicht nötig. Mir geht es um das, was man schon sehen kann, ohne das Video anzusehen oder die vollständige Beschreibung zu lesen.
Das umfasst im wesentlichen folgende Stichpunkte:
fremd- und finanzgesteuert
Klagemauer.tv
Ivo Sasek
Das ganze gepaart mit ein wenig apokalyptischer Untergangsstimmung.
Diese Themen, die von Ivo Sasek, Klagemauer.tv oder vielen Teilnehmer*innen der Montagsmahnwachen wie Werner Altnickel, Ann Jay, Mrc Lapidar, etc. verbreitet werden, gehören ins typische Truther-Umfeld.
Ivo Sasek betreibt neben dem Truther-Projekt Klagemauer.TV noch mehr Unwesen. Er hat zum Beispiel eine streng evangelikale Sekte gegründet und ist mitverantwortlich für die Anti-Zensur-Koalition (AZK), dessen Website anti-zensur.info auch auf der letzten Montagsmahnwache genannt wurde. Das Lesen des Psiram-Artikels über die AZK lohnt sich.
Antisemitismus in der Facebook-Gruppe
Am 11.6.2014 wurde von Ann Jay, die auf den vorherigen Mahnwachen die Aufgabe einer Moderatorin übernommen hatte, in der Facebook-Gruppe der Mahnwache ein Bild gepostet, dessen sinngemäßer Textinhalt etwas war wie "Verschwörungstheorie ist ein Begriff der Medien und Politiker, der benutzt wird, um die Wahrheit lächerlich zu machen".
Darunter die Abbildung einer Erdkugel umschlungen von einer blauen Krake, die einen Davidstern auf dem Kopf hatte.
Leider wurde die eindeutig antisemitische Abbildung gelöscht, ehe ich ein Screenshot davon machen konnte. Wer geistesanwesend genug war dies zu tun, darf mir den Screenshot gerne zukommen lassen.
Der 2.6.2014
Mahnwache Nummer drei hatte kein offenes Mikro mehr. Die Teilnehmer*innen der Mahnwache saßen im Kreis und haben Außenstehende nicht an ihren Gesprächen teilhaben lassen. Zum Schluss wurden dann doch noch Karten von der Moderatorin vorgelesen, auf denen die Teilnehmer*innen aufgeschrieben haben, weswegen sie auf die Mahnwache gehen. Keine Ahnung, ob da zensiert wurde, aber die Option haben sie sich nach der Aktion in der Woche davor offensichtlich vorbehalten.