The Quick and the Dead by tessab101 Apricia jovialis consuming what I think was a Two-Tailed Spider. https://flic.kr/p/2iShEZd

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The Quick and the Dead by tessab101 Apricia jovialis consuming what I think was a Two-Tailed Spider. https://flic.kr/p/2iShEZd
Luchia rannte. Sie rannte so schnell ihre Beine konnten, doch sie wusste, dass sie zu spät kommen würde. Als sie die Türen zur Kirche aufstieß traf sie die Erkenntnis wie eine Faust in den Magen. Auf wackligen Beinen ging sie auf den Altar zu. Aus ihrem Hals traten die ersten Schluchzer, Auf dem Altar lag eine Frau, ein Schwert ragte aus ihrer Brust und ihre gesamten Kleider waren blutverschmiert. Als Luchia näher trat und das Mädchen erkannte, stieß sie einen markerschütternden Schrei aus. Sie rannte auf den Altar zu, fasste nach der Hand des Mädchens und fühlte nach ihrem Puls. Nichts. Luchia konnte keinen Puls finden. Als sie das Mädchen genauer ansah, blickte sie in kalte blaue Augen. Blaue Augen, die sonst vor Leben und Energie strahlten waren nur leer und ausdruckslos. Sie war tot. Apricia war tot. Bei diesem Gedanken fing Luchia an zu schreien, Tränen liefen ihr über die Wange und sie beugte sich über den Altar um den leblosen Körper in die Arme zu nehmen. Sie klammerte sich an den Körper, als hinge ihr eigenes Leben davon ab. Ihre Tränen und Schreie wollten kein Ende finden. Luchias Brust zog sich vor Schmerzen zusammen und ihr Herz verkrampfte sich. Ihre beste Freundin war tot, ermordet worden, und es war allein ihre Schuld. Sie hatte eine Entscheidung getroffen, die ihrer Freundin und Prinzessin das Leben gekostet hatte.
“Du willst mit ihr zusammen sein? Dann hör auf hier rum zu heulen und hol sie dir.”
“Nathaniel, ich werde niemals sagen, dass ich bereue dich getroffen zu haben, denn du warst immer das, was ich am meisten wollte. Und ich hätte alles für dich getan.”
“Heute war ein wichtiger Tag für das gesamte Land. Sirions Bewohner haben eine neue Königin. Wie ich es erwartet habe, hat Miro Nanami erwählt. Sie geben ein schönes Paar ab. Jeder ist zufrieden, jeder ist glücklich. Auch ich wäre glücklich, wenn bei dem Anblick des Paares nicht mein Herz zersprungen wäre. Ich hatte angenommen, dass mein törichtes Herz nach diesem Tag einsehen würde, dass ich das Richtige getan habe. Doch nun bin ich mir nicht sicher, ob ich richtig gehandelt oder soeben den größten Fehler meines jungen Lebens begangen habe. Ich konnte nicht mit ansehen, wie Miro eine andere Frau küsst. Es ging einfach nicht. Auch wenn ich Nanami nur das Beste wünsche. Und Miro ist das Beste. Und ich habe ihn gehen lassen. Ich habe mich für meine Freiheit entschieden, für meine Unabhängigkeit. Für mich. Dennoch hören die Tränen nicht auf, meine Wangen hinunter zu laufen. Mir ist so, als habe ich ein Loch in meiner Brust. Als ich Miro verloren habe, ist etwas in mir zerbrochen. Es war mein Herz, mein dummes, törichtes Herz. Ich werde morgen nach Samara aufbrechen. Es wird das Beste für alle sein. Mein Herz braucht Zeit zu heilen. Auch wenn ich weiß, dass es niemals wieder heil werden wird. Jeder Mensch hat nur ein Herz. Und ich habe meines in dem Moment verloren, als ich in die Augen eines jungen Fischers geblickt habe, der der nächste König werden würde. Und ich weiß, dass ich es niemals zurück bekommen werde. In diesem Moment frage ich mich, ob man ohne Herz weiterleben kann.
Ich bin nun frei. Frei von jeglichen Zwängen. Frei von der Liebe und frei von ihm. Und doch lässt mich der Gedanke nicht los, dass der Preis für diese Freiheit vielleicht zu hoch war.”
“Liebe hat viele verschiedene Gesichter. Viele verschiedene Anfänge. Doch endet sie immer auf dieselbe Weise. Mit Trauer und Schmerz. Entweder wird die Liebe nicht erwidert oder die Liebenden werden entzweit. Ich habe die Liebe gesehen. Ich habe sie sogar oft gesehen. Auch wenn ich mir meiner Gefühle für Miro bewusst bin, möchte ich doch nicht lieben. Er hofft auf eine glückliche gemeinsame Zukunft. Er weiß nicht, dass es eine solche Zukunft nicht für uns geben wird. Nicht geben kann. Doch ich weiß es. Niemals möchte ich den Schmerz verspüren, wenn der Geliebte dir genommen wird. Ich entsage eher der Liebe als eines Tages wegen ihr zu zerbrechen. Ich könnte es nicht ertragen, wenn wir zueinander finden, nur um ihn dann zu verlieren. Mir ist bewusst, dass Miro mir dies niemals vergeben wird, aber er wird es verstehen. Und das genügt mir.”
“Du willst einen Rat? Vertraue ihm. Und wenn das nicht funktioniert, besteht immer noch die Möglichkeit ihr die Augen auszukratzen.”
Malia rauschte wütend aus dem Zimmer und stieß dabei fast mit Nate zusammen, der ihr irritiert hinterher sah. “Geht es ihr gut?” Celeste fuhr sich müde über die Augen. “Wenn du mit ‘gut’ außergewöhnlich schlecht gelaunt und gereizt meinst, dann geht es ihr hervorragend.”