Arbeiterinnen - Horst Baluschek, 1900
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Arbeiterinnen - Horst Baluschek, 1900
Die Teezeremonie V.
Zu gern gibt sich die moderne Bürgerlichkeit der Tugend der Wertschätzung hin(Achtung:Werte werden geschätzt ). Sie mahnt die Wertschätzung von Qualität an, die durch romantisch-ökologische Nachhaltigkeit, eine sakrosankte Tugend der Konservativen, begründet wird. Aus dieser Ecke wehte nun wellenweise der Föhn der Teepackungsansprache den Anwesenden ins Antlitz, derer zufolge jener ein ganz besonderer Tee sei, den sie aus ihrem Urlaub in Sri Lanka vor ein paar Wochen (um Missverständnisse zu vermeiden, wiederhole ich für die Normalsterblichen: „SRI LANKA“) mitgebracht hätten und natürlich nicht einfach dort gekauft, sondern unter den besonders authentischen Umständen einer Teeverkostung auf der ihrem Hotel gegenüberliegenden Teeplantage erstanden und, ich glaube mich zu erinnern, mit Kenntnis der Namen und Personen sämtlicher an der Herstellung des Inhaltes dieser Tüte Tee beteiligten TeepflückerInnen, denen sie schon morgens, wie sie barfüßig zur Arbeit gingen, achtungsvoll grüßend begegnet seien! Vor meinem geistigen Auge läuft der durchidealisierte Werbespot. Ich könnte meinen, gehört zu haben, dass die ArbeiterInnen sogar auf dem Pflückzertifikat namentlich erwähnt seien. Es fehlte nur noch der Hinweis, dass die ArbeiterInnen dafür bezahlen, dort arbeiten zu dürfen.
So wechselte dann diese „Tüte“, nein, dieses Couvert erlesenen Tees seinen Besitzer und wenn ich der neue Besitzer gewesen wäre(Neid?), hätte ich vor lauter Demut diesen Tee, einem Kunstwerke gleich, niemals anrühren, geschweige denn anbrechen können und es entzündete sich ein Familienkrach, wenn der erste Konsument auch nur den Hauch einer Nichtwertschätzung ahnen liesse, so wie es Jugendliche manchmal gedankenlos tun: Das sei doch schließlich der Tee aus Sri Lanka von Onkel T., höre ich ich mich schon mahnen, den könne man doch nicht einfach offen stehen lassen! Wobei mir dazu, um von mir abzulenken, wert-und nichtwertschätzungsmässig, die Geschichte einfällt, mit der dann dieser denkwürdige Vor-Weihnachtsnachmittag beschlossen wurde und deren märchenhafter Inhalt sich anlässlich der aufgeflammten Flüchtlingskrise zutrug und sich nun über uns ergießen sollte.
Fortsetzung folgt....
Gedenktext zum 12. Februar
Der 12. Februar 1934 war kein tragisches Missverständnis und kein bedauerlicher Ausrutscher der Geschichte. Er war Klassenkampf von oben. Er war die bewaffnete Verteidigung einer Ordnung, die auf Ausbeutung, Unterordnung und Ausschluss beruhte. Und er war der Versuch, eine organisierte Arbeiterbewegung zu zerschlagen, weil sie zu stark, zu bewusst und zu solidarisch geworden war. Continue…
Reposted from @fau_berlin Die FAU Berlin erinnert an den Arbeitskampf der Erntearbeiter:innen in Bornheim (bei Bonn, NRW) der maßgeblich von der FAU Bonn und der Region West der FAU unterstützt wurde (und wird, den die Nachwirkungen dauern bis heute an!) Letzes Jahr wurden zur Spargelernte noch Erntehelfer*innen zur Ausbeutung eingeflogen. Dieses Jahr kommen die Menschen in Kleinbussen an.⠀ #SpargelRitter hat letztes Jahr Schlagzeilen gemacht, auch weil die Arbeiter*innen unter grausigen Bedingungen schuften und leben mussten. Das kann kein Gemüse wert sein. Weder 2020, noch irgendwann!⠀ ⠀ Übrigens hat der Insolvente Spargelbauer eine ganze Garage voll mit Oldtimern, die mehrere Millionen wert sind - trotzdem wollte er damals die Arbeiter*innen nicht bezahlen. So läuft das eben, wenn ein "Geschäftsmann" die Tricks kennt.⠀ ⠀ Wir versuchen gemeinsam solche Chefs klar ihre Schranken zu weisen. Das geht nur gemeinsam!⠀ ⠀ #union #gewerkschaft #arbeiter #arbeiterinnen #fau #bornheim #spargelritter #bornheimstreik @fau_bonn ⠀ ⠀ Bericht zu Ritters Spielzeugauto-Sammlung:⠀ https://buff.ly/3dvNh3J (hier: FAUD-Lokal "V6") https://www.instagram.com/p/CNMwKYqlwop/?igshid=17d31gaja8h7p
„In den 1960er Jahren beginnt eine weitere Phase der #Arbeitsmigration nach #Wien. Es waren vorwiegend junge Menschen aus Jugoslawien und der Türkei, die als Bau- oder Industriearbeiter, Krankenpflegerinnen, Textilarbeiterinnen oder Reinigungskräfte das kriegszerstörte Wien zu einem funktionierenden, modernen Gemeinwesen unwandelten. Sie sind die Erben der #Ziegelböhm. Als #Gastarbeiter an den Rand der Gesellschaft verwiesen, waren auch sie dem alten Proletarierschicksal von sozialer Verwundbarkeit und weitgehender Rechtsunsicherheit unterworfen.“ #arbeit #migration #arbeiterInnen (hier: ÖGB)
Die Kolleginnen der Firma Klüh feiern ihren Erfolg!
Nach wochenlangem, harten Kampf und zuletzt Streik wurde am 22.12.17 zwischen der IG BAU und der Klüh-Gruppe unter Vermittlung der Flughafen Düsseldorf GmbH und des DGB Düsseldorf eine Sozialvereinbarung abgeschlossen.
Danach erhalten 20 Reinigungskräfte eine andere Arbeitsstelle bei der Firma Klüh und 50 weitere werden von der Dr. Sasse AG übernommen, die zukünftig den Reinigungsauftrag am…
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1. „... und das Kapital ist vor den letzten großen Entscheidungskämpfen jederzeit bereit, den Boden der Demokratie zu verlassen.“ (richard wagner: 5 jahre gewerkschaftsschule. in: arbeit und wirtschaft. IX. jg., 1. august 1931. heft 15, sp. 601.) … dann kam der faschismus … 2. „Die FunktionärInnenschulung war eine Aufgabe, die Schulung der Mitglieder war die zweite Aufgabe, die durch die gewerkschaftliche Bildungsarbeit geleistet werden musste. Denn fast eine Generation von ArbeitnehmerInnen war von ihren Erfahrungen von Faschismus, Nationalsozialismus, Krieg, Hunger und Not geprägt und viele mussten sich erst wieder mit den Werten der Demokratie auseinanderzusetzen. Die Erziehung zum ‚aktiven Demokratismus‘ einerseits und der ‚positiven Neutralität‘, d.h. die Ablehnung der politischen Einseitigkeit in der Bildungsarbeit des überparteilichen ÖGB auf der anderen Seite, waren daher eine der wesentlichen theoretischen Grundlagen der Bildungsarbeit des ÖGB ab 1945.“ (ögb/vögb: miteinander voneinander lernen. 70 jahre gewerkschaftsschule wien. wien 2017, seite 22.) http://70jahre.wienergewerkschaftsschule.at #bildung #demokratie #gewerkschaft #arbeiterInnen #kapitalismus #klassenkampf (hier: ÖGB)