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@rudolfmuehland
In Berlin wird der jüdischen Anarchosyndikalistin Milly Witkop mit einer Ausstellung und ein paar Veranstaltungen gedacht.
Milly war auch als Delegierte der Syndikalistischen Frauenbünde Berlins bei ersten Reichskonferenz des Syndikalistischen Frauenbundes am 15. Oktober 1921 im Lokal Reuter, Adlerstraße 44, Düsseldorf dabei.
mili | Milly | מילי
Mit der von Arndt Beck initiierten kollektiven künstlerischen Forschung ehrt YIDDISH BERLIN eine außergewöhnliche Persönlichkeit: Die Feministin und anarchistische Aktivistin Milly Witkop (1877—1955).
Mit einem kleinen Lesekreis machte sich Beck im Frühjahr auf die Suche nach Millys Spuren in jiddischen Archiven, nun folgt eine kollektive Ausstellung, die in Audio, Zeichnung, Text, Mail Art, Collage, usw. Millys Leben befragt, ehrt und sichtbar macht, außerdem begleitet von einer Veranstaltungsreihe (siehe weiter unten).
Milly wurde als älteste von vier Töchtern in eine arme, frume Schneiderfamilie im ukrainischen Zlatopil geboren. 17-jährig siedelte sie alleine nach London über und wurde bald Teil der Gruppe um die jiddisch-anarchistische Zeitung arbeterfraynd und eine der führenden Aktivist:innen der jüdischen Arbeiter:innenbewegung im London der Nuller- und 10er Jahre.
Milly erlebte in England bewegte, kämpferische Zeiten, Gefängnis und erneute Migration; sie verbrachte die Weimarer Jahre in Berlin und prägte den Syndikalistischen Frauenbund, flüchtete unmittelbar nach dem Reichstagsbrand über die Schweiz in die USA, wo sie bis zum Ende ihres Lebens in der Nähe von New York lebte.
Pünktlich zum 70. Todestag verneigen wir uns vor einem Leben im politischen Kampf für eine gerechte, humane Welt.
24.11. — 2.12.2025
täglich ab 11 Uhr
Eröffnung: 23.11.2025, 16 Uhr
Mit einer Audio-Präsentation von studio lärm und Anna Rozenfeld,
einer szenischen Lesung von Yossi Lampel, Guli Dolev-Hashiloni, Arndt Beck und Musik von Zhenja Oks.
Sowie kollektiven und individuellen künstlerischen Arbeiten von Yael Merlini, Zuzanna Hertzberg, Ori Tor und anderen.
Weitere Veranstaltungen während der Ausstellung
DI 25.11., 19:30 Uhr
Zwischen Syndikalistischem Frauenbund und humanitärer Hilfe: Milly Witkop-Rocker in Berlin 1919—1933
Ein Vortrag mit Lesung des Arbeitskreises Geschichte und Zukunft der FAU.
DO 27.11., 19:30 Uhr
Yiddish Women: Ein Abend mit Malka Lee
Präsentiert von Katerina Kuznetsova und Yael Merlini.
SO 30.11., 17 Uhr
Buchvorstellung: Rudolf Rocker, Im Sturm der Zeiten — die Londoner Jahre
Mit Klaus Decker und Tilman Leder.
DI 2.12., 19:30 Uhr
Finissage
Galerie Zeitzone
Adalbertstr. 79, 10997 Berlin
Mit Unterstützung des Projektsfonds Friedrichshain-Kreuzberg
Links
1) https://yiddish.berlin/wp/de/
2) https://yiddish.berlin/wp/de/2025/11/25-november-zwischen-syndikalistischem-frauenbund-und-humanitarer-hilfe-milly-witkop-rocker-in-berlin-1919-1933/
3) https://yiddish.berlin/wp/de/2025/11/27-november-yiddish-women-ein-abend-mit-malka-lee/
4) https://yiddish.berlin/wp/de/2025/11/30-november-buchvorstellung-rudolf-rocker-im-sturm-der-zeiten-die-londoner-jahre/
5) https://www.galeriezeitzone.de/
6) https://kultur-friedrichshain-kreuzberg.de/projekt/kollektive-kuenstlerische-forschung-milly-witkop/
Am 13.09.25 um 26 Uhr im Projektladen, Rathauspassage 9, Koblenz
This scientist crafts stunning visual art through chemistry.
Yessss, this scratches the itchies.
Heraus zum 1 Mai!
4 Stunden Arbeit am Tag
4 Tage die Woche
4.000 € im Monat
4fache Vergütung bei Überstunden, Mehr- und Schichtarbeit
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