There are a lot of studies on linguistics phenomena like bilingual children and language acquisition, but I think that to date, the most beautiful and intriguing thing I’ve ever seen has been a group of decrepit old men shuffling around one of those big chess boards and putting their canes down to move the huge wooden pieces around, all the way cackling and trash talking one another in a German so poor I’d frankly hesitate to call it a language at all. The players were all friendly and they all looked the same - white guys with sagging cheeks and curved backs and a full variety of old age’s misfortunes on display - but from what I could hear, half the group spoke some kind of Slavic language and the other half a form of Arabic, maybe?, and those words were often captured and thrown back by members of the other group, as if this chess game had been going on years and years, and all the players knew enough about the others’ language to guess when they were being mocked for a stupid move and wanted to make clear that No sir, I know what you’re up to and you can shut the fuck up because I will win this thing and just watch me. And, of course, the oldest guy there took the time to misunderstand my interest on purpose and wink at me over the handles of his walker as he made his way to the other side of the board to knock his opponent’s bishop over - a move that provoked the same awkward hilarity you see in groups of teens - men rolling their eyes, men pretending not to see, men grinning proudly at the nerve and daring of their friend, and, I don’t know - that entire landscape - those chess pieces, those old men, both a bit rough around the edges and damaged by life and weather - I could have watched that game for hours. I think I even fell into a kind of trance at some point, lulled by the unfamiliar languages and brain-hurt by the effort of figuring out if the rapid moves were actually making sense, and it’s a good thing a sudden, joyful shout (zurück, Saddam, zurück!) suddenly signaled that a queen had been lost, and hence the game, and it was time to go back home and think about normal things - cooking and dinner and days yet to come.
Proletennachrichten in Proletensprache vom: 03.10.2024 – 2 – Regional
Westdeutscher Besatzerfeiertag, Stau in alle Richtungen in Italien. Die haben ein langes Wochenende. Die feiern die Plünderung der DDR nicht etwa im Westen. Nein. Die nehmen das Diebesgut und schleppen das ins Ausland. Und dazu: „Touristen geht nach Hause“. „Tourist go home“ in feinstem Deutsch. Und plötzlich….brauchen wir sie…
Akten des Auswärtigen Amts zeigen, dass die Regierung keine Gastarbeiter holen wollte, es nur auf Druck der Entsendeländer und der USA tat.
Die gängige Erzählung über die frühe Zuwanderung in die Bundesrepublik geht so: Die deutsche Wirtschaft brauchte Mitte der 1950er-Jahre Arbeitskräfte und rief Menschen aus Italien, Spanien, Jugoslawien, Griechenland und schließlich fast eine Million aus der Türkei – und zwar über sogenannte Anwerbeabkommen. Sodann hätten diese Arbeitskräfte „das Wirtschaftswunder“ in der Bundesrepublik maßgeblich mitbewirkt.
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Wahr ist, dass die Bundesrepublik nach dem Krieg einen kräftigen Aufschwung der Warenproduktion erlebte (man denke nur an den VW Käfer!). Das trieb den Export. Es herrschte weitgehend Vollbeschäftigung, die Leute verdienten gut – was, nebenbei gesagt, das Verdrängen von Schuld an millionenfachen Morden und die Verantwortung für grausamste Kriegsverbrechen erleichterte.
Schaut man allerdings in die Archive, in denen zeitgenössische Quellen über die Anfänge der Migration in der Bundesrepublik liegen, zeigt sich: Von deutschen Anwerbeinitiativen kann keine Rede sein. Vielmehr suchten die späteren Entsendeländer nach Wegen, Arbeitskräfte zu exportieren. [...]
Die deutschen Interessen lagen am Anfang der Migrationsgeschichte anders: Nicht die Wirtschaft, sondern die Außenpolitik trieb den Einsatz ausländischer Arbeitnehmer voran. Die Bundesrepublik erfüllte die Wünsche der Entsendeländer, ihrer Partner im Kampf der Systeme. [...]
Der Zustrom von – vor allem ungelernten – Arbeitskräften bremste den technologischen Fortschritt, sodass die Arbeitsproduktivität in der Bundesrepublik im Vergleich zu den USA zurückfiel. Strukturschwache Bereiche der Wirtschaft wurden langsamer modernisiert, geschrumpft oder geschlossen, solange genügend preiswerte Arbeiter zur Verfügung standen. Die Wirtschaftshistorikerin Heike Knortz hat die Tatsachen bereits 2008 in ihrer Studie „Diplomatische Tauschgeschäfte. ‚Gastarbeiter‘ in der westdeutschen Diplomatie und Beschäftigungspolitik 1953–1973“ dargelegt. [...]
Das erste Abkommen kam 1955 mit Italien zustande – auf hartnäckiges Drängen Roms und trotz hinhaltenden Lavierens der deutschen Seite, vertreten vor allem durch Arbeitsminister Anton Storch (CDU). Denn die Bundesrepublik litt nicht an Arbeitskräftemangel; sie kämpfte vielmehr mit der Integration der vielen DDR-Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt (100.000 bis 150.000 Jahr im Jahr). Jedoch hatte sich, wie Knortz schreibt, das Handelsbilanzdefizit Anfang 1954 dramatisch zuungunsten Italiens entwickelt. Das Land suchte „mit allen Mitteln“ nach einem Ausgleich für die deutschen Importe. Der Export von italienischem Obst und Wein reichte nicht, auch nicht der beginnende Tourismus.
In dieser Lage schlug Italien die Entsendung von Arbeitskräften vor – vielfachen Nutzen im Sinn: die dramatische Arbeitslosigkeit verringern, mit den Überweisungen der Arbeiter aus Deutschland das Handelsdefizit abbauen, um dann weitere Waren aus Deutschland zu importieren. Und man hoffte, den Zustrom wütender Arbeitsloser zur erstarkenden Kommunistischen Partei Italiens zu reduzieren.
Mit der Gründung der Bundeswehr im Mai 1955 und der Wiederbewaffnung mussten Arbeitskräfte aus der sonstigen Wirtschaft abgezogen werden, sodass nun auch die Bundesrepublik der „Hereinnahme ausländischer Arbeitskräfte“ nähertrat. Knortz schreibt: „Die deutsch-italienische Vereinbarung ist eine unmittelbare, bisher von Historikern sträflich vernachlässigte Folge der wirtschaftlichen Westintegration.“
Im Detail abweichend vollzog sich Ähnliches mit Griechenland, Portugal und Spanien. Die Länder waren agrarisch geprägt, ihre Bevölkerungen wuchsen schnell, die Arbeitslosenzahlen ebenso. Insbesondere Griechenland drängte darauf, das Handelsbilanzdefizit mithilfe des Exports von Arbeitskräften abzubauen und erwartete „angesichts kommunistischer Aggression gegen Griechenland“ (mit dem Verweis auf deutsche Verbrechen im Zweiten Weltkrieg) Bonner Wohlwollen.
Das Auswärtige Amt lenkte ein, 1960 stand das Abkommen. Im selben Jahr wurde eines mit Spanien unterzeichnet, das akut unter Betriebsschließungen litt und hoffte, die Arbeitskräfte würden bald wieder heimkehren. Und was konnte die Bundesrepublik gewinnen? „Die Unterbringung von Nachschub- und Übungseinrichtungen der Bundeswehr“ in Spanien, so Knortz.
Die stärkste Wirkung zeigt sich jedoch im Fall der Türkei. Ein außereuropäisches Land, wie Skeptiker in der Bundesrepublik raunten, aber die Beziehungen waren seit dem Kaiserreich, auch in der NS-Zeit, freundlich gewesen. Um 1960 herrschte in Westdeutschland Vollbeschäftigung, türkische Arbeiter beantragten – ganz ohne staatliche Abkommen – die Einreise. Sie bekamen „ohne weiteres“ Visa, sofern sie einen Arbeitsplatz nachweisen konnten.
Private Vermittler, sogenannte Übersetzerbüros, verlangten enorme Gebühren von den Arbeitsmigranten. In diesem Durcheinander drängte die türkische Regierung auf eine „geordnete Grundlage“. Das Auswärtige Amt reagierte zurückhaltend auf das Anliegen des Nato-Partners, der auch die Aufnahme in die EWG (Europäische Wirtschaftsgemeinschaft, Vorläuferin der EU) beantragt hatte. Man befürchtete in Bonn einen Präzedenzfall. Wer würde da noch alles an die Tür klopfen!? – Zypern, Tunesien, Marokko, Pakistan, der Iran, Syrien, Afghanistan, Ägypten, Togo etc. pp. Sogar Japan und China. Doch die USA wollten den Bündnispartner Türkei an der Ostflanke wirtschaftlich stabil sehen. Die Bundesrepublik lenkte ein.
Um den Deal zu verschleiern, gab es keine förmliche Regierungsvereinbarung mit Unterschriften, sondern im Oktober 1961 einen Wechsel von Verbalnoten, genannt „Regeln zur Vermittlung türkischer Arbeitnehmer nach der Bundesrepublik Deutschland“. Man beachte: Vermittlung, nicht Anwerbung. Die Veröffentlichung erfolgte entlegen im Bundesarbeitsblatt. Bloß keine Presse! Trotzdem melden sich vier Wochen später als Erste die Marokkaner.
Die Aufenthaltsdauer für die türkischen Arbeitskräfte war auf zwei Jahre begrenzt, man betonte den „vorübergehenden Charakter“, die Türkei wollte ihre Staatsbürger „jederzeit formlos“ zurücknehmen, Familiennachzug sollte vermieden werden. Diese Beschränkungen entfielen 1964 – wurden vom wirklichen Leben erledigt. Andererseits verwahrte sich die bundesdeutsche Seite gegen das Ansinnen der türkischen Regierung, den „geordneten Weg“ zu monopolisieren und zu einer „Art arbeitsmarktpolizeilichen Tätigkeit“ zu machen, wie Knortz schreibt. Ankara wollte den Abfluss von Fachkräften verhindern, denn unter den Bewerbern waren eher weniger die „zahlreichen Arbeitslosen“.
Auch im Fall Jugoslawien zeigt sich der Vorrang der Außenpolitik beim Zustandekommen der Migrationsvereinbarungen. Den Wünschen dieses – auch aus Sicht des Warschauer Paktes – unsicheren Kantonisten beugte sich die Bundesrepublik nicht nur, weil Tito-Jugoslawien auf Wiedergutmachung für die deutschen Verbrechen im Zweiten Weltkrieg drängte, oder weil man hoffte, die deutschen Exporte nach Jugoslawien steigern zu können, sondern auch in der Annahme, die „jugoslawischen Arbeitnehmer von der Überlegenheit des westlichen Modells überzeugen“ zu können, wie Heike Knortz aus Aufzeichnungen des Auswärtigen Amtes von 1967 zitiert.
Aus heutiger Sicht fällt auf, wie viele Kriterien so oder ganz ähnlich in den Ende der 1970er-Jahre geschlossenen Abkommen zwischen der DDR und Ländern wie Mosambik, Vietnam, Angola etc. vorkommen: der Wunsch der Entsendeländer, das Außenhandelsdefizit durch den Export von Arbeitskräften zu reduzieren, die Arbeitslosigkeit im eigenen Land mindern und als Heimkehrer besser qualifizierte und für eigene Industrien einsetzbare Arbeitskräfte zu empfangen.
Die Bundesrepublik konnte in den Zeiten enormen Wachstums großzügig über eine Arbeitskräftereserve verfügen. Japan zum Beispiel ging den anderen Weg: Statt Arbeitskräfte ins Land zu holen, exportierte man Kapital dorthin, wo es Arbeiter gab: zum Beispiel nach Südkorea und Taiwan, was dort ein eindrucksvolles Wachstum auslöste und in Japan einen Technologieschub.
In der Bundesrepublik „dämpfte die leichte Verfügbarkeit von Arbeitskräften den Einsatz von Technik und technischem Fortschritt“, so Knortz. Menschen seien überwiegend in schrumpfende Branchen gelenkt worden. Investitionen in innovative, dynamische Zukunftsbranchen blieben zurück. Die Sechziger seien ein technologiefeindliches Jahrzehnt gewesen, notwendiger Strukturwandel habe sich bis in die 1970er hinein verzögert.
Zugleich verteidigten Gewerkschaften den Status quo der Wirtschaftsstrukturen. Starke konservative Kräfte fanden es vorteilhaft, dass der Zugriff auf Ausländer die stärkere Einbeziehung von Frauen in den Arbeitsmarkt erübrigte. Politisch Verantwortliche, so Knortz, fürchteten die Automatisierung, weil das die gewohnten Strukturen gefährde (die Parallele zum aktuellen Ausbremsen der Digitalisierung ist evident). Erst Anfang der 1970er-Jahre setzten sich Stimmen wie die aus dem Wirtschaftsministerium durch, wo es 1974, ein Jahr nach dem „Anwerbestopp“, hieß: „Der ungehinderte Rückgriff auf ausländische Arbeitskräfte erfolgte auf Kosten des technisch-organisatorischen Fortschritts, und damit der Arbeitsproduktivität und des Pro-Kopf-Einkommens.“
Die Wachstumsschwäche löste die „Modernisierungskrise von 1974/75“ aus. Insofern könne der Ölpreisschock von 1973 als politischer Glücksfall angesehen werden, wie Heike Knortz interpretiert. Denn erst unter diesen Umständen konnte man die Versäumnisse der vergangenen Jahre anderen in die Schuhe schieben.[...]
Alla fine degli anni Cinquanta il sedicenne Luca, rimasto orfano, viene mandato in Germania per lavorare in una gelateria di Paderborn. Il ragazzo deve contribuire a mantenere i suoi fratelli così, benché non sappia neppure una parola di tedesco, affronta il pesante lavoro quotidiano dei “lavoratori ospiti”.
Per fortuna Luca apprende con facilità, impara il mestiere e presto riesce a intrecciare…