Wer nicht sparen will, muss fühlen

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Wer nicht sparen will, muss fühlen
In diesem Post gehen wir darauf ein, wieso es in kapitalistischen Ländern beständig Arbeitslosigkeit gibt und wie der Kapitalismus davon profitiert.
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Ich muss darauf hinweisen ohne schadenfroh zu sein Du singst dich in die Arbeitslosigkeit!
Der Landkreis Osterholz unterhält ein kommunales Jobcenter und hält die Entscheidung für richtig. Die Mitarbeiter seien näher an den Kunden.
Jobcenter haben einen schlechten Ruf, sowohl bei ihren „Kunden“ als auch bei den Mitarbeitern. Anders als die Kunden können die Mitarbeiter hingegen wechseln und tun das auch oft. Nicht so allerdings im Landkreis Osterholz: Das dortige Jobcenter mit dem Namen „Pro Arbeit“ bindet verschiedene Behörden ein, um Anreize und Impulse für Veränderung zu setzen, Teilhabe zu ermöglichen und den ganzheitlichen Blick auf die Lebenssituation der Menschen zu behalten.
Gerechtfertig? Ich sage Nein.
Wir sehen uns in diesem ersten Post zum Thema Arbeitslosigkeit an, welche Voraussetzungen dafür gegeben sein müssen, damit Menschen trotz formaler Freiheit gezwungen sind, für andere zu arbeiten. Wenn euch gefällt was wir tun, könnt ihr uns unterstützen indem ihr uns folgt, teilt oder über kofi mit einer kleinen Spende: http://ko-fi.com/linketheorie
Der Arbeitslosigkeits-Simulator Es mutet ein bisschen absurd an, dass die Nachrichten zu den letzten größeren Entlassungswellen noch gar nicht so lange her sind, wir hier aber direkt von einer Simulation dafür sprechen. Als ob die, die sich noch glücklich schätzen können, einen Job zu haben, das unbedingt auch mal erleben wollen ... Auf der anderen Seiten ist man – ist der Job erstmal weg – ja nicht einfach nur zu Hause und macht sich einen faulen Lenz (wobei es da natürlich auch absolute Negativbeispiele gibt), das macht ja auch etwas mit jemandem. Denn plötzlich wird dir gesagt, dass deine Leistung nicht mehr gebraucht wird und damit ja auch du. Da ist der Gedanke natürlich nicht weit, dass man selbst nicht ausreichend Wert hat und dann beginnt auch ganz schnell die emotionale und gedankliche Spirale, in die keiner hineinraten möchte. Selbstverständlich war ich auch schon mal arbeitslos in meinem Leben und ich sag mal so: Die erste Woche ist noch ganz nett, weil wie Urlaub, aber sobald der erste Gedanke kommt, dass man ja auch finanzielle Verpflichtungen hat ... und dann wird aus der kleinen Erholung schnell eine Druck-Phase. Und damit sind wir auch bei dem Punkt, warum der Unemployment Simulator 2018 vielleicht doch nicht nur Satire und auf den Rücken derjenigen ausgebreitet wird, die aktuell keinen Job haben. Weil er eben auch thematisiert, was man in solch einer Phase als Mensch durchmacht: Weiterlesen ->
FUEL - Friends Union For Energising Lives
… hatte gestern seine Bell Ringing Ceremony an der NSE Social Stock Exchange (SSE) in Mumbai. Die NSE (National Stock Exchange) SSE startete 2024. Sie ermöglicht Social Enterprises, sich an der Börse Kapital zu beschaffen. Und sie bietet Investoren die Möglichkeit, in transparente, regulatorische Standards erfüllende Social Enterprises zu investieren. FUEL ist das 15. Unternehmen, das dort gelistet ist.
Es war meine erste Bell Ringing Ceremony. Ich hätte kaum eine interessantere erwischen können. FUEL ebnet jungen Menschen den Weg in die Arbeitswelt – insbesondere Frauen und jungen Menschen aus Familien, in denen noch niemand zuvor eine höhere Ausbildung absolviert hat. FUEL stellt beim Schulabschluss nach der 12. Klasse relevante Informationen zum weiteren möglichen Bildungsweg und zu Aufnahmeprüfungen bereit und vermittelt jungen Menschen nach ihrem Bachelor / Master sog. skills, Fertigkeiten, die in der Arbeitswelt gefragt sind, bei der Ausbildung aber nicht vermittelt werden (warum eigentlich nicht, fragt man sich…). 80 % der von FUEL betreuten jungen Menschen sind Frauen.
Der Ansatz von FUEL ist nicht nur für die einzelnen Menschen, sondern auch ökonomisch in Indien von entscheidender Bedeutung. 40% der unter 25-Jährigen mit einem Bachelor sind arbeitslos, 20% der 25- bis 29-Jährigen. Zwischen 2004 und 2023 haben jährlich rund 5 Mio in Indien ihr Studium erfolgreich abgeschlossen, aber nur 2,8 Mio haben Arbeit gefunden (lt. Business Standard). Darüber hinaus betonen Ökonomen immer wieder, dass die indische Wirtschaft erheblich von einer stärkeren Beteiligung von Frauen am Arbeitsmarkt profitieren würde. 31% der Frauen im Erwerbsalter sind in Indien erwerbstätig, in anderen großen Volkswirtschaften sind es 54%.