.ausgestrahlt News: 90 km Anti-Atom-Kette: Jeder Meter zählt
.ausgestrahlt-Newsletter
11. April 2017
es schreibt Jochen Stay
Lesen, handeln und weiterschicken!
in zweieinhalb Monaten reichen wir uns die Hände. Am 25. Juni starten Zehntausende Atomkraftgegner*innen aus mehreren europäischen Ländern die „Kettenreaktion Tihange“. Auf 90 Kilometern von Tihange (B) über Lüttich (B) und Maastricht (NL) bis nach Aachen (D) entsteht so eine riesige Anti-Atom-Menschenkette.
Direkt vor Ort geht es in erster Linie gegen die belgischen Riss-Reaktoren Tihange und Doel. Aber für .ausgestrahlt und viele andere Anti-Atom-Gruppen ist diese Kette auch eine Demonstration für einen europäischen Atomausstieg. Denn Aachen, Lüttich und Maastricht werden genauso von französischen, niederländischen und deutschen AKW bedroht. So geht am 25. Juni unsere Botschaft auch an Umweltministerin Hendricks: Wer gegenüber den Nachbarländern auf das Abschalten von Schrottmeilern drängt, sollte mit gutem Beispiel vorangehen.
Noch sind die Initiativen aus der Region, die die Kette vorbereiten, dabei, den genauen Verlauf zu planen und damit auch festzulegen, wer an welchem Abschnitt gebraucht wird. Die Aufteilung entlang der Strecke wird vom Wohnort bestimmt. Du wirst also, sobald der Plan steht, erfahren, welchen Ketten-Abschnitt Deine Region füllen sollte. Schon verabreden sich erste Gruppen zur gemeinsamen Anreise. Immer öfter höre ich: „Diesmal mieten wir wieder einen Bus“.
Wenn Du schon einmal in Deinem Umfeld für die Kette werben möchtest, geht das am besten mit diesem Film.
Plakate zur Kette kannst Du im .ausgestrahlt-Shop bestellen.
Weitere aktuelle Informationen in diesem Newsletter:
1. Spendenaufruf: Schon 45 Prozent erreicht
2. Auf dem Rad gegen den Neckar-Castor
3. Sommerakademie für kritische junge Wissenschaftler*innen
4. .ausgestrahlt-Podcast: Standortauswahlgesetz
5. Im Mai kommt das neue .ausgestrahlt-Magazin
6. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand
Herzliche Grüße und schöne Feiertage!
Jochen Stay
und das ganze .ausgestrahlt-Team
1. Spendenaufruf: Schon 45 Prozent erreicht
Vorletzte Woche habe ich um Spenden für unsere Arbeit gebeten, genauer gesagt um Spenden für den zusätzlichen Aufwand, der uns durch aktuelle atompolitische Entwicklungen und sich daraus ergebende Chancen entsteht. Immerhin sind gerade die Hälfte der acht in Deutschland noch in Betrieb befindlichen AKW nicht am Netz.
Bereits über 11.400 Euro haben uns erreicht und wir konnten schon erste Aktionen in die Wege leiten (demnächst dazu mehr). Damit sind wir schon bei 45 Prozent der benötigten Summe. Ein tolles Zwischenergebnis. Herzlichen Dank für jede Spende und für das damit verbundene Vertrauen in unsere Arbeit.
Falls Du noch nicht gespendet hast und auch etwas beitragen kannst und möchtest, dann hast Du hier die Gelegenheit dazu.
2. Auf dem Rad gegen den Neckar-Castor
Das Schiff liegt in Neckarwestheim bereit, kann jederzeit nach Obrigheim fahren und die ersten Castoren laden. Doch noch fehlt die Transportgenehmigung. Wird diese von den Behörden erteilt, kann alles schnell gehen. Deswegen bleiben die Aktiven vom Bündnis „Neckar castorfrei“ wachsam – und freuen sich über jede auch überregionale Unterstützung.
Die nächste größere Aktion vor Ort ist eine Fahrrad-Demo entlang des Neckars, 30 Kilometer von Heilbronn bis Kirchheim, mit Blick auf das AKW Neckarwestheim. So kannst Du die Transportstrecke und mögliche Aktionsorte erkunden. Treffpunkt: Sonntag, 30. April, 13 Uhr, Bahnhof Heilbronn. Nähere Infos demnächst hier.
Aktuelle Infos:
Twitter-Kanal des Bündnisses
Webseite des Bündnisses
Dort kannst Du Dich auch in den Neckar-Castor-Newsletter und den SMS-Alarm eintragen und bekommst so immer aktuelle Neuigkeiten.
3. Sommerakademie für kritische junge Wissenschaftler*innen
Der atomkritische Sachverstand in Deutschland kommt in die Jahre. Viele der Expert*innen, die der Anti-Atom-Bewegung nahestehen, sind schon Jahrzehnte dabei. Bisher sind zu wenige Nachfolger*innen in Sicht. Deshalb organisiert der Trägerkreis „Atommüllreport“, zu dem auch .ausgestrahlt gehört, eine Sommerakademie „Atomares Erbe – Herausforderungen für die nächste Generation“ vom 2. bis 6. August in Wolfenbüttel.
Wenn Du jüngere kritische Studierende oder Wissenschaftler*innen kennst, von denen Du annimmst, sie könnten sich für das Thema interessieren, dann weise sie doch bitte auf diese wichtige Veranstaltung hin.
4. .ausgestrahlt-Podcast: Standortauswahlgesetz
Der Podcast ist eine für .ausgestrahlt relativ neue Form, atomkritische Inhalte öffentlich zu verbreiten. Letztendlich handelt es sich um im Internet bereitgestellte Audio-Dateien, die Du jederzeit abrufen, aber auch abonnieren kannst. Der neueste Podcast setzt sich mit dem jetzt beschlossenen Standortauswahlgesetz für hochradioaktiven Atommüll auseinander.
5. Im Mai kommt das neue .ausgestrahlt-Magazin
Anfang Mai erscheint das neue gedruckte .ausgestrahlt-Magazin. Diesmal geht es im Titelthema um die Mär von den sicheren AKW und welche Rolle dabei die Atomaufsicht von Bund und Ländern spielt. Wenn Du bisher kein Magazin bekommst, kannst Du es jetzt kostenlos bestellen. Wenn Deine Bestellung bis zum 17. April (Ostermontag) bei .ausgestrahlt eingeht, dann bekommst Du das neue Heft zugeschickt.
6. Blick über den .ausgestrahlt-Tellerrand
Karfreitag, 14.4., Ostermarsch in Gronau gegen die Urananreicherungsanlage.
Redebeiträge von der Kundgebung zu 50 Jahre Atommüll-Einlagerung in die Asse am letzten Dienstag.
Bemerkenswerte Pressemitteilung der AG Atomerbe Neckarwestheim zum Beginn des Abrisses von Neckarwestheim 1
Acht Aktive gegen Uranbergbau aus Tansania in Mali in Haft
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.ausgestrahlt ist eine bundesweite Anti-Atom-Organisation. Wir unterstützen Atomkraftgegner*innen, aus ihrer Haltung öffentlichen Protest zu machen. Mit diesem Newsletter informieren wir über Kampagnen, Aktionen und politische Entwicklungen.
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