5. Juli 2019
Die Automatisierung macht auch vor dem Mutterrad nicht halt
Sechs Jahre nach meiner ersten Fahrt mit dem Elektrofahrrad der Mutter ist ein neues angeschafft worden, das ich heute ausprobieren darf. Es sieht eleganter aus als das vorige und wird über eine Art Fahrradcomputer bedient, der keinen Touchscreen, sondern nur Multifunktionsknöpfe hat und damit die Mutter verwirrt. Das Handbuch dazu ist viel größer als das Gerät (wenn auch kleiner als das Fahrrad).
Von diesem Makel abgesehen ist alles noch großartiger als beim Vorgängerrad. Vor allem hat das neue Rad eine Automatikschaltung! Ich wusste bis heute nicht, dass es das bei Fahrrädern überhaupt gibt. Bei jedem Schaltvorgang piepst es laut, um darauf aufmerksam zu machen, dass geschaltet wurde, und zwar automatisch. Eine Schiebehilfe gibt es auch, aber die braucht man nur auf den Schiebespuren von Bahnhofstreppen und ich kann mich deshalb heute nicht an diesem Teil des Fortschritts erfreuen.
(Kathrin Passig)












