Tag 43 - 22.8.22
Last Day Down Under
Vormittag entspannt, dann Regen samt Hagel. Ich musste ein wenig meine nächsten Stationen planen und habe die Flüge AKL-NAN für 284€ und NAN-VLI für 142€ gebucht. Für Menschen, die nicht alle Kennungen der internationalen Flughäfen im Kopf haben: AKL ist Auckland, NAN ist Nadi auf Fidschi, VLI ist Port Vila auf Vanuatu. Klingt nicht soooo übel, wa? Dann nach dem Regen samt Hagel in die City zur Flinders Street. Dort in den Souvenir Shop Postkarten kaufen, die später dankenswerterweise von Richard aufgegeben wurden. Im Chloe’s (Young and Jacksons) haben wir Sandy getroffen, die zufällig am gleichen Tisch wie wir zwei Tage vorher saß. Zwei Bier und Chips später sind wir im Regen weiter nach Chinatown gelaufen, um im „Supper Inn“ chinesisch zu essen. Richard meinte, er kenne diesen Laden, der übrigens den Charme einer Prignitzer Bahnhofshalle versprüht, seit 50 Jahren. Das Essen war allerdings sehr gut. Und dann sind wir noch in eine Bar namens „Berlin-Bar“ gegangen, welche sich des OstWestBerlin-Themas annahm. Allerdings aus meiner Sicht nicht konsequent. Die Bar ist in einen spartanischen Ostteil und einen opulente Westteil getrennt. Ich hätte für den Ostteil einen Zwangsumtausch in Alu-Münzen mit dafür geringeren Cocktail-Preisen und 60/40 DDR-Musik eingeführt. So kosteten die Cocktails in Ost und West je 22 NZL-$, was ja eindeutig an der damaligen Realität vorbei saust. Das habe ich dem sympathischen italienischer Kellner ziemlich genau erklärt. Ich habe mich mit großem Bedauern von Sandy verabschiedet, natürlich mit dem Versprechen, dass mich die beiden in Berlin besuchen kommen. Dann sind wir mit dem Zug heim. Noch bis 1:45 Abschieds-Bier, dann zwei Stunden geschlafen. Denn mein Flug ging früh.
Noch ein kleiner Nachtrag:
Melbourne ist eine sehr teure Stadt, aber ich habe genau NICHTS umgetauscht, nichts musste bar bezahlt werden, ALLES wurde per Karte bezahlt. Ich weiß gar nicht, wie heutiges australisches Geld aussieht. (Gilt bisher ebenfalls für Neuseeland - doof für die Bettler. Klingt vielleicht komisch, ist aber ein reales Problem, da kaum noch jemand sowas wie Kleingeld mit sich rumträgt. Ich musste öfters erklären, dass ich nicht einen einzigen Coin oder Paper-Money habe.)
Vokabel des Tages: Zwangsumtausch - forced exchange















