BMW M3 GT 3,3 (E46) at Bilster Berg race track.

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BMW M3 GT 3,3 (E46) at Bilster Berg race track.
Vom Dickschiff zum Dampfhammer
Vom Dickschiff zum Dampfhammer
Mit dem X7 hat BMW zwar ins Schwarze getroffen und vor allem viele gutsituierte Familien erreicht. Doch weil die Bayern bei allem Luxus mehr Wert auf Utility als auf Sport gelegt haben, gibt’s bei diesem SUV noch reichlich Luft nach oben. Aber nicht mehr lange. Denn bald bringt Alpina den XB7 und macht dem Dickschiff entsprechend Dampf.
Fahrbericht: Alpina XB7 Dickschiff wird Dampfhammer
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Das Kind von Kermit und Batman im Rennstrecken-Test
Gute Geschichten fangen ja oft mit einem: “Es war einmal … ” an. So könnte ich auch mein Rendezvous mit dem Mercedes-AMG GT R anfangen. Es war einmal, in Laguna Seca, da hatte Habby, den damals noch nicht alle “Habby” nannten eine Eingebung. Es war wie eine Art Erleuchtung. Es war dieses “once in a lifetime feeling” das ich erfahren durfte. Und es war damals noch kein AMG GT R, sondern der kaum…
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Einmal das Auto der Träume fahren? So richtig Gas geben, auf einer der spannendsten und anspruchsvollsten Strecken Deuschlands? Mit der Auto Bild Sportscars muss das kein Traum bleiben, sondern kann in Erfüllung gehen. Auf dem Rundkurs findet zum zweiten Male ein Rennstreckentraining statt, das den Teilnehmern erlaubt, ihr Traumauto zu fahren. Sechzehn Boliden stehen bereit, um sich zu fühlen, wie Röhrl, Rossberg und Co.
Der Bilster Berg: Offiziell keine Renn-, sondern eine Teststrecke. Gelegen im Herzen Deutschlands, im schönen Weserbergland bei Bad Driburg, ahnt man kaum, was sich hier in den idyllischen Waldabschnitten verbirgt. Mitten auf der Landstraße führt ein kleiner unscheinbarer Pfad zum Rundkurs und man fühlt sich jedes Mal, als würde man gerade die Area 51 betreten. Und tatsächlich: Das ehemalige britische Militärgelände wurde umfunktioniert und erinnert hier und dort noch an ein Armee-Gebiet. Die Fahrzeughallen, genutzt als Boxen, sind zwar in kühlem Weiß gestrichen. Wenn man aber genau hinsieht, sticht der Militärcharme heraus. Doch die Strecke ist nagelneu und wurde mit einem guten und vor allem attraktiv gebauten Restaurant gesegnet, sodass nicht nur für das leibliche Wohl gesorgt ist, sondern auch ein modernes Fahrerlager bereitsteht.
Mit dem Golf GTI Clubsport über den Bilster Berg. Ein Traum, der sich verwirklichen lässt
Schon 2015 rief die Auto Bild Sportscars zum Training auf dem Testgelände und wurde so deutlich gehört, dass der Erfolg in diesem Jahr in seine zweite Runde geht. Mit von der Partie ist Drift-König und Rennprofi Werner Gusenbauer – seines Zeichens vierfacher Klassensieger beim 24h Rennen vom Nürburgring. Das passt, schließlich wurde der Track der Grünen Hölle nachempfunden und begeistert mit seinen waghalsigen und nicht gerade einfachen Passagen. Die Mausefalle etwa, ist eine Linkskurve, die sich zum Ausgang zuzieht. Damit nicht genug hat sie ein überaus starkes Gefälle und fällt außerdem noch nach außen hin ab. So können die Teilnehmer nicht nur die Fahrwerksschwächen der Boliden auf die Probe stellen, sondern auch ihr eigenes Können. Und so viel vorab: Der Streckenabschnitt hat es genauso in sich, wie der restliche Track.
Viel hilft viel
Das Training steht unter dem Motto Gusenbergs „Viel hilft viel“. Was das heißt? Ganz klar: Viele Teilnehmer, treffen auf viele Autos, die mit viel Leistung darauf warten, dass ihnen die Sporen gegeben werden. Mit dabei sind sechzehn potente Modelle. Brandneu und mit 507 PS geradezu kraftstrotzend: die traumhaft schöne Alfa Romeo Giulia QV. Mit ihrem Heckantrieb ist sie aber mit Vorsicht zu genießen – trotz ihrer atemberaubenden Linienführung. Eine echte italienische Signora eben. Frisch aus den USA eingetroffen, wartet zudem das nagelneue Chevrolet Camaro Coupé darauf, seine acht Brennräume mit Benzin zu füllen. Aus derselben Region, aber noch potenter: Der Dodge Challenger SRT Hellcat. Mit seinen 717 PS ist er das leistungsstärkste Fahrzeug im Bunde und wird sich auf dem verwinkelten Kurs im Weserbergland besonders beweisen müssen. Da könnte es dann und wann helfen, wenn man den roten Schlüssel zum Entsichern der maximalen Leistung in der Hosentasche lässt.
Auch ein Jaguar F-Type S wird mit von der Partie sein. Dass er auf dem Bilster Berg zuhause ist, hat er nicht nur einmal bewiesen.
Mit seinen 310 Turbo-PS zwar ungleich schwächer, nicht zuletzt dank seines ausladenden Flügelwerks aber nicht minder beeindruckend: Der Honda Civic Type R. Das Handlingwunder wird sich auf der Teststrecke sichtlich wohl fühlen. Ebenfalls aus der Kompaktklasse mit von der Partie: Der 186 PS starke Hyundai i30 Turbo und der Infiniti Q30 2.0t. Mit seinen 211 PS steht der japanische Mercedes-Benz A250 Klon ebenfalls nicht schlecht im Futter. Dennoch wirkt er etwas wie ein SUV, während der Kia pro_cee´d GT mit seinem 1.6 Liter Turbo und 204 PS wesentlich sportlicher daherkommt. Die Sparte der Kleinwagen übernehmen der Opel Corsa OPC mit 207 PS und der Mini John Cooper S Works, der mit seinen 231 Ps noch eine kleine Schippe drauf legt. Klingt nach wenig? Das waren mal Werte eine BMW E46 330i. Und diese Leistungen stecken heute in Kleinwagen.
Andererseits steckt in reinrassigen Sportwagen weniger Leistung. Der Toyota GT86, der ebenfalls mit von der Partie ist, leistet nur 200 PS. Dank seines ausgewogenen Gewichtsverhältnisses und seiner Agilität reicht das aber völlig aus. Das können anderen Exemplare übertrumpfen: Der verfügbare Jaguar F-Type S leistet 380 PS, der Nissan 370Z Nismo schickt 344 Gäule an die Hinterachse und der Lexus GS F verbucht 477 frei saugende Achtzylinder-Pferde auf seinem Konto.
Doch damit sind noch nicht alle Exemplare genannt. Ebenfalls am Bilster Berg anzutreffen sind der Volkswagen Golf GTI Clubsport, der per Boost 290 Pferdestärken an die Vorderräder leitet, sowie der BMW M4 von MK Motorsport. Der Veredler nimmt sich bereits seit dem ersten BMW M3 der Optimierung der „Tourenwagen für die Straße“ an und hat der neuesten Auflage ebenfalls wieder professionell unter die Arme gegriffen. Passend dazu ist ein BMW M3 der Baureihe E36 mit von der Partie. Aber nicht irgendein M3, sondern ein VLN Rennwagen. Damit sollte Fahrspaß garantiert sein – zumindest als Beifahrer.
Wann und Wo?
Wo, dürfte klar sein: Am Bilster Berg Driving Resort. Am 12. September wird das Event von 9 – 17 Uhr stattfinden, bei dem 120 bis 140 Teilnehmer ihren Traumwagen einen großen Schritt näher kommen. Der Tag beginnt mit einem Briefing zu den Fahrzeugen und vor allem zur Strecke. Anschließend geht es mit Werner Gusenberg oder anderen Instruktoren für drei Runden auf die Strecke – zunächst auf dem Beifahrersitz. Nach dem professionellen Coaching geht es dann höchstpersönlich auf die Strecke. Fünf Runden lang heißt es Gas geben, geschickt durch die Kurven zu schnellen, Bremspunkte zu lernen und vor allem Adrenalin zu tanken. Wer dann noch nicht genug hat, kann zwei Runden im Renntaxi Platz nehmen und sehen, wie echte Rennfahrer den Kurs meistern.
Ideale Bedingungen am Bilster Berg. Eine moderne Rennstrecke, die es in sich hat
Im Preis von 349 Euro ist alles inklusive, was den Tag zum echten Highlight macht. Die Runden mit den Coaches gehören ebenso dazu, wie das Selbstfahren mit den Traumfahrzeugen (sofern verfügbar). Außerdem sind Benzin, Softdrinks und Snacks, sowie eine Vollgasversicherung mit 2.500 Euro Selbstbeteiligung dabei. Und damit man auch nach dem Event noch auf dem neuesten Stand über die aktuelle Sportwagenwelt bleibt, ist ein Auto Bild Sportscars Jahresabo ebenfalls in der Teilnahmegebühr inkludiert. Anmeldeschluss ist der 02.September.
Und jetzt das Highlight!
WIR VERLOSEN EINE WILDCARD FÜR DIESES EVENT! JETZT MITSPIELEN UND AM EVENT TEILNEHMEN! EIN TRAUMAUTO ZUM SELBSTFAHREN INKLUSIVE!
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Traumwagen am BILSTER BERG fahren? Einmal das Auto der Träume fahren? So richtig Gas geben, auf einer der spannendsten und anspruchsvollsten Strecken Deuschlands?
Das war wieder einer dieser Tage die in der Erinnerung bleiben! Bloggerkollege Jens Stratmann hatte in Zusammenarbeit mit der VW Driving Experience und dem Team vom Bilster Berg, den Bilster Berg Blogger Day 2016 ausgerufen.
Ausgehend vom Erfolg des letztjährigen #BBBD sollte es eine Fortsetzung geben. Und so kamen mehr als 27 Auto Blogger und Automobilfreaks zusammen um
Den Bilster Berg kennenzulernen
Den 40ten Geburtstag des Golf GTI gebührend zu feiern
Zu Netzwerken, fachsimpeln und um Reifen zu vernichten
Schon der erste Punkt ist eine einzelne Story wert. War der Bilster Berg früher Heimat eines Munitionsdepot der Britischen Rheinarmee, bekam das Gelände im Anschluß einen völlig neuen Verwendungszweck.
Als Idee des Grafen von Oeynhausen wurde durch den bekannten Rennstreckenarchitekt Herman Tilke eine spektakuläre Rennstrecke entwickelt. Entgegen vieler üblichen Rennstrecken ist der Bilster Berg dabei keine grüne Billardplatte mit einem Topfebenen Streckenverlauf geworden.
Nein, das 4,2 km lange Asphaltband schmiegt sich quasi an die Topografie und bildet so eine der spektakulärsten Rennstrecken Europas. Buckel, Wellen, nach außen hängende Kurven und die berühmte Mausefalle bilden so das Menü für anspruchsvolle Runden. 19 Kurven sind es die sauber durchfahren werden wollen. Viele davon nicht wirklich einzusehen und schon trennen sich hier die Jungs von den Männern. Big Balls sind gefragt!
Aber neben dem Fahrerlebnis gibt es noch mehr vom Bilster Berg zu berichten. Aus der Grundidee eines automobiles Countryclubs für Highspeedfanatiker wurde eine professionelle Begegenungsstätte für Industriefahrten sowie Fahr- und Presseevents.
Passend dazu auch der Imagewechsel. Weg vom Bilster Berg Drive Ressort zu Bilster Berg Driving Business. Die warmen, erdigen, Farbtöne wichen daher den klassischen Farben der Zielflagge einer Rennstrecke – schwarz und weiß.
Hot Hatch Showdown – Powered by VW
Passend zu den bei den genannten Farben, lieferte VW noch einige Farbkleckse hinzu. Vorzugsweise im klassischen Rot. Moment, da war doch was? Klar, Weiss, Rot und Schwarz sind die Standardfarben der Golf GTI Baureihen.
Und schon sind wir beim zweiten Punkt der kleinen Aufzählung. Dem 40ten Geburtstag des Golf GTI. Dieser schickt sich in zwischen in der siebten Generation an, den Spagat zwischen Alltagstauglichkeit und High-Performance zu meistern.
Zur Veranschaulichung hatte Volkswagen deswegen zu einen eine Crew der VW Driving Experience sowie eine bunte Mischung potenter Hot Hatches mitgebracht. Angefangen beim 192 PS starken VW Polo GTI über den 4Motion bewährten und 300 PS starken Golf R bis hin zur Frontangetrieben Pistensau, dem VW Golf GTI Clubsport. Letzterer schöpft dabei zwar nur aus 265 PS, legt aber dank seiner vehement Tracktauglichen Ausstattung mehr Performance an den Tag als das Papier hergibt.
Damit die herrlichen Fahrzeuge knitterfrei den Tag erleben konnten, traten die Instruktoren der VW Driving Experience nach vorne. Angeführt vom TCR Shootingstar Benjamin Leuchter wurde dabei kurz und knapp etwas Theorie zu Kurvenfahrten und Blickverhalten vermittelt. Benny ist übrigens der Pilot, der mit einem serienmäßigen (okay, die Rückbank wurde entfernt) GTI Clubsport S (Limitierte Serie) den Rekord der schnellsten Nordschleifen Runde, für Frontangetriebene Fahrzeuge, inne hält.
Klassischerweise wurde dabei auf der Göttinger Höhe (Devils Diner) gestartet, wo nach nach 7:49 Minuten der weisse Golf wieder abgewunken wurde. Wow!
Neben seiner Tätigkeit als Instruktor bei VW ist Benjamin als professioneller Rennfahrer im Team Racing One unterwegs. In der neuen TCR Rennserie ist er dabei sowohl der schnellste deutsche Pilot als auch der beste VW Fahrer. Aktuell ist sein roter TCR Golf beim 24h Rennen am Nürburgring zu sehen.
Ruhe und Racing fangen mit R an
Nach der kurzen Einweisung in die Fahrzeuge sollte es dann endlich mit dem fahren losgehen. Der erste Wagen den mein Bloggerkollege Daniel und ich uns teilten war ein Polo GTI mit Sechsgang Getriebe. DSG hätten wir gerne gehabt, war aber vergriffen.
Schnell stellte sich heraus wie schnell und wieselflink der kleinste GTI sein kann. Egal ob es durch die nach außen hängende Kurve Richtung Nieheimer Senke oder den Warm-up Slalom ging. Der kompakte Sprinter meisterte alle Anforderungen mit Bravour und ließ keinen Grund für Kritik aufkommen.
Nach diesem Warm-up wurden die Fahrzeuge gewechselt und der Golf R war an der Reihe. Wow, 108+ PS sind schon eine feine Steigerung gegenüber dem Polo GTI. Nicht lumpen liess sich der Golf R auch in Sachen Ambiente. Sei es die üppige Ausstattung oder das muntere Grollen der offen Auspuffklappen. Bei der harten Gangart, von Start Ziel über die Esses bis hoch zur Westschleife zeigte gerade der 4Motion Antrieb seine Vorzüge und bot mit Serienreifen unerhört viel Grip.
Die Krönung des Tages waren allerdings die Momente im Golf GTI Clubsport. Als Gewichtsoptimiertes Tracktool zauberte er blitzschnell ein wohliges Grinsen in unsere Gesichter. Die leicht verminderte Leistung machte dieser Wagen mit einer unerhörten Agilität und Leichtigkeit wieder wett. Egal ob beim schnellen Lastwechsel oder beim Anbremsen und Durchtauchen der Mausefalle, der Clubsport verweist die beiden anderen Kandidaten deutlich in die Schranken. Der Fairness halber muss hier auf die montierten Semi-Slicks hingewiesen werden :D
Keine wirkliche Zeit zum Netzwerken
Die fehlte leider massiv, genau wie die Zeit um mit der Kamera und dem 300er um den Track zu marschieren und eigenes Fotomaterial zu schiessen. So bleiben allerdings die Momente und Fahrerlebnisse auf dem Bilster Berg länger in Erinnerung.
Bleibt zu hoffen, dass es im Jahr 2017 einen weiteren #BBBD geben wird und Jens Stratmann sein feines Gespür für die Teilnehmer Klientel behalten wird und es dann nicht zu einem Schaulaufen von Mode- und Muschiebloggern ausartet.
Andere Blogger und der BBBD 2016
Vau-Max
Automativ
Ubi-testet
Powered by VW Golf GTI – Bilster Berg Blogger Day 2016 Das war wieder einer dieser Tage die in der Erinnerung bleiben! Bloggerkollege Jens Stratmann hatte in Zusammenarbeit mit der…
Blogger-Vollgasparty am Bilster Berg
Blogger-Vollgasparty am Bilster Berg
#BBBD2016 und 40 Jahre GTI
Die erste Liebe? Vergisst man nicht. Das erste Mal? Vergisst man auch nicht.
Meine erste Liebe auf vier Rädern war ein Volkswagen Golf GTI, Bauhjahr 1979, 1.6 Liter Hubraum und 110 PS stark. Mein erstes Mal auf der Rennstrecke am Bilster Berg? Ebenso emotional. Denn die anspruchsvolle Rennstrecke im Teuteburger Waldbietet ein einzigartiges Umfeld. Allerdings ist beides…
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Bilster Berg. Wer auch nur ein wenig aufs Auto abfährt, dem glänzen in freudiger Erwartung die Augen. Organisator Jens Stratmann hatte gerufen. Der Berg, der Bilster Berg, rief auch. Am 1. April 2015 sollten 20 Blogger und Petrolheads zusammenkommen und die Strecke des Bilster Berg Drive Resorts entern. Und das war kein April-Scherz.
Eine Schande, dass es so lang dauern musste, bis mein Geschwurbel über den #BDBB online geht. Der Blogger Day Bilster Berg mag schon einige Monate her sein, aber Faszination und Fahrspaß kennen kein Verfallsdatum.
Per aspera ad astra – Die Anreise
Von Berlin aus machte ich mich mit dem Suzuki Swift Sport auf den Weg nach Bad Driburg – von Ost nach West, mitten durch den damals wütenden Orkan Niklas. Da ich meine Winterreifen auf der Strecke nicht runterraspeln wollte und die Temperaturen ohnehin konstant über 0° lagen, entschloss ich mich, die Räder zu wechseln. Klar, wenn schon auf den Track, dann gefälligst mit Sommerreifen. Doch schon am Nachmittag, als ich mich am 31. März aufmachen wollte, zeigten Niklas’ Vorboten, was uns wettertechnisch erwarten sollte: Regen, Hagel, Schnee.
Noch vor dem autoaid-HQ legte sich eine sanfte Schnee-Schicht über den blauen Lack. Das hatte ich mir anders vorgestellt. Nach Feierabend ging es ohne Umwege auf die hiesige Autobahn. Das Ziel war klar: Irgendwann zwischen 21:00 und 22:00 Uhr am Zielort einzutreffen. Auf meinem Weg nach Nieheim musste das Navi die Route beständig neu berechnen. Niklas leistete ganze Arbeit. Unfälle, Vollsperrungen, Gegenstände und Fußgänger auf Autobahnen und Bundesstraßen.
Ich fuhr ein gutes Stück Landstraße bis zu meinem Ziel. Kleine, schmale geschlungene Asphaltbänder, die drohten, von den Sturm gebeutelten Baumwipfeln erschlagen zu werden. Hier und da war aufgrund einiger Äste eine Slalom-Einlage nötig und ein beherzter Tritt auf’s Bremspedal rettete den Osterhasen am Straßenrand. Tatsächlich schaffte ich es trotz der Umwege Punkt 22:00 Uhr zum Hotel.
Am nächsten Morgen ging es auf zur Strecke, zum Bilster Berg Drive Resort. Obwohl Christina mit ihrem Cayman GTS und ich mit meinem Swift Sport den kürzesten Weg hatten, stießen wir als letzte zur Blogger-Truppe hinzu. Stilvoller Auftritt und so.
Los geht’s – Endlich auf die Strecke
Wir lernten während der ersten Besprechung das Bilster-Berg-Team kennen, erhielten Einweisungen bezüglich der Sicherheit und machten uns schließlich auf, die Strecke in einigen Einführungsrunden zu erkunden. Die Bedingungen mögen wettertechnisch nicht optimal gewesen sein, aber der immer nasse Asphalt ließ dennoch viel Raum für Freude am Fahren.
Bereits während der ersten langsamen Runden ließ sich erkennen, dass es der Kurs in sich hat. Die 4,2 Kilometer lange Strecke ist anspruchsvoll, fordert den Fahrer mit Kuppen, Wannen und uneinsehbaren Kurven, Gefällen und Steigungen. Das macht einen Heidenspaß, braucht aber auch seine Zeit und viele Runden, um die Rundstrecke gut kennen zu lernen. Gerade für mich, der nur wenig Rundkurs-Erfahrungen mitbringt, war das anfangs nicht ganz leicht.
Die Bilster-Berg-Strecke orientiert sich an der Nordschleife. Auch hier wurde das bis zu 13 Meter breite Asphaltband in die Topographie der Umgebung integriert. Die Strecke passt sich der gegebenen Natur an, nicht umgekehrt. Und eben dieser Umstand macht diese Test- und Präsentationsstrecke so aufregend, verlockend und unterhaltsam.
Bilster Berg – Fordernd und uneinsichtig
Nach einer Einführungsphase ging es frei auf die Strecke. Schnell lernte ich einerseits, dass die Einführungsrunden nur bedingt halfen, die mir unbekannte Strecke ausreichend kennen zu lernen. Andererseits erfuhr ich schon in der ersten Runde, wieso die Mausefalle so heißt, wie sie heißt. Schlechtes Lastwechsel-Timing, während das Heck kurz nach der Senke schön leicht wird, und zack! geht das Ding quer – zu quer.
Nun, Physik war noch nie meine Stärke. Das musste sich natürlich rächen. Aber Fehler sind zum Lernen da und so tastete ich mich im Laufe der weiteren Runden Stück für Stück an den Grenzbereich heran. Recht schnell absolvierte ich den Kurs Runde um Runde immer flüssiger und schneller.
Der Suzuki Swift Sport war gut gefordert. Kräftig ausdrehen, heftig zusammenstauchen, wenn am Kurveneingang der Anker geworfen wurde. Besondere Herausforderung ist dabei die etwa 1,8 Kilometer kurze Westschleife. Hier kommt alles zusammen, was Freude, aber auch Gefahrenpotential mit sich bringt.
Die meisten Kurven nicht uneinsehbar, Kuppen und Senken erschweren besonders anfangs die Orientierung. Gerade dieses kürzere Stück der Strecke ist eine Herausforderung. Deutlich schneller und übersichtlicher geht’s auf der längeren Ostschleife zu.
Sonne, Regen, Schnee & Hagel – April-Wetter am Bilster Berg
Nur das liebe Wetter blieb garstig. Zum immer währenden Wechselspiel Regen-Sonne-Regen gesellten sich erst Schnee, später Hagel hinzu. Die nasse Strecke erlaubte natürlich viele schöne Fotos, war jedoch nicht ganz im Sinne der Fahrdynamik.
Noch ungemütlicher wurde es dank mehrerer kräftiger Hagelschauer. Ich war gerade allein auf der Strecke unterwegs, als das stete Hämmern auf das Swift-Dach den Motor unter Volllast übertönte. Innerhalb weniger Sekunden war der schwarze Asphalt weiß, die Strecke auf Schlag arschglatt.
Aber geil ist das schon. Wann hast Du schon eine spiegelglatte Hagel-Rennpiste für Dich allein? Eben. Gut, Du musst damit leben, dass mit Lenken und Bremsen Essig ist. Mit einiger Gewalt ging das Beschleunigen noch, aber die Bremswege waren jenseits von Gut und Böse, in den Kurven kommt der Frontkratzer immer wieder quer.
Und dann rutschst Du auf die Mausfalle zu. Während es ohne Traktion ein 26-prozentiges Gefälle abwärts geht, kommt Dir plötzlich in den Sinn, dass nach dem Gefälle eine 21-prozentige Steigung kommt – sofern Du die Mausefalle selbst überlebst. Kurzzeitig hatte ich mich schon mit dem Gedanken angefreundet, in der Falle hängen zu bleiben. Aber die ContiSportContact3 zogen den leichten Swift über Hagel schnell wieder raus.
Der Hagel hält an, nur noch schnell die Ostschleife abspulen und dann ab in die Boxengasse. Aus Angst, mir würde gleich die Frontscheibe in Splittern um die Ohren fliegen, beließ ich es bei 160. Auf Hagel. Kranker Scheiß.
Unversehrt erreichte ich die Pitlane, alles gut. Am Ende des Tages, es war bereits stockdunkel, war der tapfere Swift Sport wie zu Beginn unbeschädigt. Nur der Grünstreifen in der Mausefalle sah etwas mitgenommen aus. Mein Ego sowieso.
Mein besonderer (und leider verspäteter [Asche auf mein Haupt]) Dank gilt Jens Stratmann und den Jungs und Mädels vom Bilster-Berg-Team, die diesen grandiosen, erlebnisreichen, in meine Hirnrinde eingebrannten Tag ermöglicht haben.
Weitere Blogger-Stimmen und -Bilder zum #BDBB
Jens Stratmann
Moritz Nolte
Matthias Luft
Anja Hager
Thomas Gigold
Text: MvB Fotos: Alexander Schillack, Tobias Heil, Jens Stratmann, Matthias Lehming, MvB
#BDBB: Blogger Day Bilster Berg – Eine Horde Blogger auf der Piste Bilster Berg. Wer auch nur ein wenig aufs Auto abfährt, dem glänzen in freudiger Erwartung die Augen.
Eine Handvoll Blogger, Fotografen, mehrere großartige Autos und die Renn-/ Test-/ und Präsentationsstrecke Bilster Berg: Das war der erste Blogger Day Bilster Berg #BDBB am 1. April 2015. Mit perfektem Wetter wäre es ja schon fast zu langweilig geworden, weshalb einen Tag lang zwischen Regen, Schnee, Hagel und Sonne gewechselt und das Event damit umso interessanter wurde.
Das Bilster Berg Drive Resort, das uns einen Tag lang exklusiv zur freien Fahrt zur Verfügung stand, ist mit seiner Eröffnung vor ziemlich genau zwei Jahren eine sehr junge Strecke mit ein paar Besonderheiten: Der 4,2 Kilometer lange Kurs wurde vom Architekten Hermann Tilke entworfen, aus dessen Feder auch sieben aktuelle Formel-1 Strecken stammen. Mangels Tribünen und Parkplätzen sind am Bilster Berg keine klassischen Rennen, sondern vor allem Testfahrten, Fahrveranstaltungen und Produktpräsentationen vorgesehen. Das Highlight der Streckenführung ist ihre extreme Topografie und die Uneinsehbarkeit: Das größte Gefälle beträgt sagenhafte 26%. Etwa 40 Senken und Kuppen beinhaltet das Drive Resort, ca. 200 Höhenmeter werden überwunden. Zudem gibt es einen Offroad-Parcours und eine Dynamikfläche. Fürs Catering und Veranstaltungsgäste gibt es mehrere Locations innerhalb des Rundkurses mit bestem Blick auf die Strecke.
Erste Runden mit Instruktor am Bilster Berg: VW Polo R, Suzuki Swift Sport und Lotus Elise
Nach ein paar geführten Runden gehts direkt mit voller Kraft auf die durch und durch nasse Strecke: Den Anfang macht der Jaguar F-Type R, der die 550 PS seines V8 auf die Heckachse loslässt. Mit natürlich aktivierten elektronischen Helfern gilt es also, sich erst einmal an den noch unbekannten Streckenverlauf heranzutasten, während sich das Heck des Sportcoupés bei jeder noch so kleinen Gas-Überdosis Respekt verschafft. In der sog. Mausefalle, dem Streckenabschnitt mit dem stärksten Gefälle in einer langgezogenen Linkskurve können Wasser und niedrige, einstellige Temperaturen den Sommerreifen nichts anhaben, der Jaguar klebt auch bei höheren Geschwindigkeiten beeindruckend am Asphalt.
Während es in 4,2 Sekunden von 0 auf 100 geht, weiß auch der brachiale Sound zu beeindrucken und auf sich aufmerksam zu machen. Sowohl als Fahrer als auch Zuschauer ist es auf der Foto-Brücke oberhalb der Zielgeraden, die auf beiden Seiten von Betonbanden begrenzt ist, ein absoluter Hörgenuss. Geschaltet wird in dieser sportlichsten Version des Coupés übrigens absolut rennstreckentauglich und ausschließlich mit einer 8-Gang “Quickshift” Automatik. Ist man unerfahren am Bilster Berg unterwegs und lässt dem Fünfliter etwas zu viel Freilauf, kann man sich an so mancher Stelle umso mehr über die Karbon-Keramik Hochleistungsbremsanlage freuen. Sie packt wahnsinnig fest zu und liegt preislich im Paket mit den 20-Zöllern gerade noch im vierstelligen Bereich. Nach einer knappen Stunde macht das Wetter den ersten Strich durch die Rechnung: Innerhalb weniger Minunten ist der Ashphalt mit Hagel überzogen. Schlitternd gehts in Richtung Fahrerlager, auf dem Weg wirft auch ein Zehntel des Gaspedal-Wegs den F-Type im Snow-Mode aus der Spur.
Zeit, auf Allrad umzusteigen. Neben dem eskalierenden F-Type hatte Jaguar außerdem einen Range Rover Sport und Evoque an den Bilster Berg gestellt. Beide waren nicht nur allradgetrieben sondern auch schneetauglich bereift – direkt im Anschluss an den niedrigen Schwerpunkt des Coupés ging es im Range Rover Sport also komfortortientiert in einer ganz anderen Perspektive auf der Strecke weiter. Wann hat man schon mal die Gelegenheit, eine kurzzeitig mit Hagel-Matsch überzogene Teststrecke zu erfahren? Trotz auf Komfort konzipierter Luftfederung geht es mit so einem Range Rover ganz gut voran (oder sogar quer). Insbesondere dann, wenn es sich um die Ausführung HSE Dynamic handelt, die von einem 740 Nm erzeugenden V8 Diesel mit 340 PS angetrieben wird. Dasselbe gilt auch für den humaner motorisierten Evoque, der sich von rutschenden Hecktrieblern nicht beeindrucken lässt sondern griffig auch durch dynamisch gefahrene, glatte Kurven bewegt.
Zum Cooldown ging es in den Nissan Juke Nismo RS, der bislang stärksten Version des optisch ganz besonderen Nissan-Crossovers. Technik-verwöhnt war er für mich an diesem Tag der einzige Handschalter, der zur Verfügung stand, was beim Juke Nismo RS auch bedeutet, dass er lediglich über die Frontachse angetrieben wird: Die Allradversion 4x4i ist nur in der Xtronic (Automatik) Variante verfügbar. Logisch, dass der Juke im heftigen Gebrauch dazu neigt, über die Vorderachse zu schieben. Seinen erhöhten Schwerpunkt kann er aber ganz gut verbergen. Ganze 218 PS leistet der 1.6er Vierzylinder, mit denen der Juke am Bilster Berg ganz gut mithalten kann.
Nissan Juke Nismo RS vom Autohaus Mattern
Für die Organisation geht der beste Dank an Jens Stratmann und das Bilster Berg Team! Mehr Text und Fotos finden sich auch im Automobil-Blog.
Fotos: Matthias Luft, Alexander Schillack (Juke), Tobias Heil (Hagel)
Ein Allwetter-Tag am Bilster Berg Drive Resort! #BDBB #Jaguar @DriverResort Eine Handvoll Blogger, Fotografen, mehrere großartige Autos und die Renn-/ Test-/ und Präsentationsstrecke Bilster Berg: Das war der erste Blogger Day Bilster Berg #BDBB am 1.