Die Geburt als Schikanierungsritual
Es ist wissenschafltich erwiesen, dass Menschen ein stärkeres Zusammengehörigkeitsgefühl entwickeln, wenn sie vor Aufnahme in eine Gruppe ein Schikanierungsritual durchlaufen mussten. Begründet wird diese Tatsache damit, dass man vor sich selbst nicht als völliger Idiot darstehen will, wenn man diese Strapazen auf sich genommen hat und dann feststellen muss, dass es die Sache nicht wert war. Wir durchlaufen also eine Wahrnehmungsverzerrung mit dem Ergebnis, dass es sich doch gelohnt haben MUSS und wir uns doch ach so wohl in der Gruppe fühlen. Vielleicht verhält sich das mit der Geburt/ Schwangerschaft ganz ähnlich: ein Schikanierungsritual der Natur. Ganz nüchtern betrachtet kann dem Großziehen von Kindern kein Vorteil abgerungen werden, eigentlich ist es 99 % Arbeit und Einschränkung der persönlichen Freiheit, die durch 1 % Niedlichkeit der Kinder aufgewogen werden soll. Eltern betonen gern, wie wunderschön es doch ist, Kinder zu haben. Lange dachte ich, dass es gesellschaftlich möglicherweise nicht aktzeptabel ist, die Wahrheit zu diesem Punkt zu sagen. Vielleicht wollen Eltern aber auch einfach nicht als völlige Idioten vor sich selbst darstehen.










