Christian Meyer | Müller Milch | Kommentar W&V
Über Nonsens und junge Menschen, die kein TV mehr sehen
Die Digitalbranche verdaut gerade noch die Abrechnung von Müller-Milch-Manager Christian Meyer. Dieses Mal nimmt er sich Google, Facebook und die Frage vor: Stimmt es wirklich, dass die Jungen nicht mehr über TV zu erreichen sind?
Müller-Milch-Manager Christian Meyer hat im September in einem offenen Brief mit der Digitalbranche und der Dmexco abgerechnet. Damals hatte er angekündigt, lieber in die Südsee zu fahren - als nach Köln zur Messe. Jetzt ist der Media-Manager und Head of Digital wieder zurück bei seiner Arbeit für die Theo Müller Gruppe - und antwortet darauf, dass seine Brandrede bei einem Dmexco-Panel thematisiert wurde. Und dieses Mal nimmt er sich Google und Facebook vor.
“Zurück aus der "Südsee" bin ich mit etwas Verspätung über das Youtube-Video zur Perspective Debate auf der diesjährigen Dmexco gestolpert. "Digital is everything! Or are we stuck in Buzzword-Bingo?", lautete das Thema. Und ich musste schmunzeln, als gleich zu Beginn des Panels die Herren Baron (Pilot), Justus (Google) und Ott (Facebook) erst mal ein schönes Glas Müllermilch eingeschenkt bekamen. Die Vorlage des Moderators für die Diskussion war somit vielversprechend.
Dass ich fälschlicherweise direkt zum CMO "befördert" wurde, darüber sehe ich angesichts der gelungenen Anmoderation gerne hinweg. Doch aus meiner Sicht allzu schnell wurde meine provokative Einlage zum digitalen Zirkus in der W&V mit einem Satz als "Nonsens" vom Tisch gewischt. Philipp Justus: "I don't believe any of what he [Christian Meyer] said actually makes sense. I think it's complete nonsense in 2016 to dispute the value of digital."
Ob Herr Justus oder einer der anderen Herren meinen Brief tatsächlich gelesen haben? Sicher bin ich mir da nicht.”