Duo colors Risograph for the project "Clubhouse Nr.5" by Colorama @coloramaprint. This Illustration is on the base of the illustration of Omnfagos @omnifagos about the rent problem in krezberg#colorama#risograph#illustration#drawing#duocolor#omnifagos#ruohanwang#berlin#artist#clubhouse#project#zeichnung#deutschland#kreuzberg#mountain#stones#businessman#sell#world#philosophy#capitalismus (hier: Colorama)
New draft for the Risograph project " Clubhause Nr.5" by @coloramaprint #illustration#draft#kreuzberg#highrent#why#mountain#stones#business#山#sell#capitalismus#world#philosophy 石#商人# (hier: Colorama)
Cafeteria Yakarta, siguen esperando su oportunidad laboral muchas personas todos los días. Un mercado de trabajo alternativo al oficial con mano de obra muy barata y totalmente ilegal. Necesitamos un país mejor y más justo. El capitalismo salvaje ultraliberal no puede seguir campando a sus anchas sin ningún límite @nacionesunidas @igualdadgob @osceorg @trabajogob @desdelamoncloa @amnistiaespana @comisioneuropea @europeancommission @europeanparliament @consejo_union_europea @jobfie_empleo #trabajo #economiasumergida #Jobs #capitalismus @ahorapodemos @psoe @verdesequo @equo_madrid @diaz_yolanda_ (at Plaza Elíptica) https://www.instagram.com/p/CeY_-aID_r9/?igshid=NGJjMDIxMWI=
Mit der Liberalisierung des Flugverkehrs und dem Aufkommen von Billigfluggesellschaften hat sich in der Luft ein kleiner Klassenkampf vollzogen. Fliegen, früher ein Privileg reicher Exzentriker, war auf einmal für fast jedermann möglich. Hartz IV-Empfängern und Freunden der spätrömischen Dekadenz ist dieses Vergnügen angesichts der vorgesehenen 15,70 Euro im Monat für Verkehr natürlich weiterhin fremd. Junge Hedonisten aber wurden zum Easyjetset. Der Besuch eines Clubs in der eigenen Großstadt gilt für sie als anachronistisch. Zum Taxitarif fliegt man über das Wochenende zu Europas angesagten Partys und pünktlich zur Uni, Schule oder Arbeit wieder zurück. Pizza-Essen in Rom, Sightseeing in Prag oder ein Champions League Spiel in Barcelona mit dem erschwinglichen Flieger - kein Problem. Fliegen hat also genug positive Aspekte, was sicher auch der Grund ist, warum über 40.000 Lübecker kürzlich für den Erhalt des kostspieligen Flughafens Blankensee stimmten.
Jetzt könnte man das Ganze so weit spinnen, dass man behauptet, die Unterstützer des Projektes um CDU und FDP seien plötzlich Freunde des Klassenkampfs und der Jugendkultur geworden, und die Zeiten, in denen man den Rotstift zuerst bei Jugendzentren anlegen wollte, seien vergessen.
Doch zu ernst ist das Thema Flughafen angesichts des Klimawandels und seiner gravierenden Folgen wie Überschwemmungen, Dürren, Ressourcenkonflikte, Artensterben, Hunger- oder Wasserkrisen. Denn bei jedem Flug mit Ryanair, Easyjet und Co entstehen klimaschädliche Abgase wie Kohlendioxid und Stickoxide sowie Kondensstreifen, die das Klima weiter aufheizen.
Verständlich ist aber auch, dass solange die deutlich klimafreundlichere Bahnfahrt von zum Beispiel Lübeck nach Berlin immer noch teurer ist als ein Flug quer durch Europa, Menschen das Flugzeug als Reisemittel bevorzugen. Absurderweise genießt der Flugverkehr Befreiung von der Mehrwert- und Mineralölsteuer, die Bahn aber nicht.
Wie lässt sich der Wunsch des Menschen nach bezahlbarer Mobilität mit den Ansprüchen der Umwelt in Einklang bringen?
Bei der Planung des Verkehrs müssen beide Faktoren berücksichtigt werden, nicht vorrangig die Profitinteressen von Kapitalinvestoren. Das bedeutet ein Stopp der Privatisierung des Schienenverkehrs. Es muss für eine flächendeckende, umweltfreundliche sowie erschwingliche Mobilität gesorgt werden.
Angehörige des Easyjetset wären jedoch mit diesen Vorschlä- gen noch nicht zufrieden, denn sie wissen, für das Bahnfahren benötigt man Zeit, die sie nun einmal nicht haben. Auch der Komfort der Züge, den ein Flug mit den recht begrenzten Sitzflächen eines Billigfliegers vermissen lässt, die Ryanair-Chef Michael O‘Leary schon dazu veranlassten über eine Extragebühr für Übergewichtige nachzudenken, kann sie nicht überzeugen.
Zeit ist schließlich Geld – eine fragwürdige Einstellung, die in unserer Leistungsgesellschaft vorherrscht, die Arbeitslose oder Burnout-Opfer vermutlich aber durch andere Erkenntnisse infrage stellen könnten. Jedoch Entschleunigung des Alltags – wie soll das funktionieren?
Ziel sollte es sein, für eine Gesellschaft frei von Existenzängsten, Arbeitsstress und Leistungsdruck zu kämpfen, in der Zeit eine ganz andere Bedeutung hat als heute. Wo weniger Arbeit nicht zwangsläufig Verarmung und Verelendung, sondern Glück bedeutet. Viel Arbeitszeit ließe sich bereits im überflüssigen Flughafen Blankensee einsparen. Geschwindigkeit wäre für unser Easyjetset nicht mehr so entscheidend und die Attraktivität von ökologischen Verkehrsmitteln würde steigen.
Billigfliegen ist nur ein Versuch den eigentlichen Widerspruch von Spaß und Kapitalismus aufzuheben. Wenn wir Euch dazu auffordern im April mit einem Nein gegen den Flughafen Blankensee zu stimmen, tun wir das nicht, um Euch die Party zu vermiesen, sondern weil wir für das Streben nach wahrer Sinneslust und Genuss sind – natürlich ökologisch korrekt.
Bei vielen Veranstaltungen oder KüFa´s (Küche für alle) gibt es mittlerweile Bezahlung nach Selbsteinschätzung. Das heißt, dass es mir überlassen ist, wie viel ich zahlen möchte/kann/will. In der Regel wird eine bestimmte Spanne zur Orientierung vorgegeben. Das ist im Grunde eine gute Idee. Nur – woran misst es sich, wer wie viel bezahlen kann – oder will?