Wie bereits im Beitrag Charakter Erstellen angekündigt, liefern wir euch hiermit ein paar Fragen, mit denen ihr euren Charakteren Tiefe verleihen könnt. Aus Erfahrung und Beobachtungen lässt sich immer sagen, dass sich sowas mit der Zeit entwickelt. Im Regelfall werden unsere Charaktere in Situationen geworfen und es ergibt sich ein neuer Abschnitt der Persönlichkeit.
🕊 ⸻ CHARAKTER FRAGEN I.
Freunde und Familie:
Wie stehst du zu deinen Eltern?
Wie stehst du zu deinen Geschwistern?
Wie stehst du zu deiner Familie?
Wie stehst du zu Fremden?
Wie verhältst du dich bei der jeweiligen Personengruppe?
Wie macht sich die Veränderung in deinem Verhalten bemerkbar?
Wie viele Freunde hast du?
Machst du dir leicht Freunde?
Wie zuverlässig pflegst du den Kontakt zu Freunden/Familie?
Was macht einen Freund für dich aus?
Was magst du (gar nicht) an deiner Familie?
Jugend und Entwicklung:
Wie war deine Kindheit?
Hast du noch Freunde / Bekanntschaften aus deiner Kindheit?
Was wolltest du als Kind immer werden?
Bist du zur Schule gegangen?
Welche Eigenschaften hast du von deinen Eltern geerbt?
Hast du chronische Krankheiten?
Leidest du unter einer Allergie?
Wovor fürchtest du dich?
Arbeit:
Welchen Beruf übst du aus?
Warum hast du dich für diesen Job entschieden?
Wie bist du zu diesem Beruf gekommen?
Strebst du eine höhere Position an?
Wie viel verdienst du in deinem Job?
Welche Vorteile hat dein Beruf im Privatleben?
Persönlichkeit:
Wie schnell verlierst du die Fassung?
Bist du gemein zu anderen?
Trittst du oft ins Fettnäpfchen?
Was ist dein größtes Geheimnis?
Was magst du an dir selbst (nicht)?
Was bereust du am meisten in deinem Leben?
Für was hast du kein Verständnis?
Glaubst du an das Übernatürliche?
Was glaubst du, wird nach dem Tod geschehen?
Was willst du mehr als alles andere?
Hast / Willst du Kinder?
(Warum willst du keine Kinder?)
Wie endete deine letzte Beziehung?
Was hast du aus dieser Beziehung gelernt?
Was empfindest du als toxisch in einem anderen Menschen?
Besitzt du selbst toxische Eigenschaften?
Bist du lieber alleine oder unter anderen?
Wie stehst du zu Autoritätspersonen?
Wie wichtig ist dir dein Äußeres?
Wie wichtig ist dir das Äußere von anderen?
Worauf achtest du bei anderen als erstes?
Bist du sensibel oder tough?
Welchen Fehler würdest du immer wieder tun?
Was tust du, um dich abzureagieren?
Random Fragen:
Was würdest du tun, wenn du 1000 EUR/Dollar etc. finden würdest?
Nutzt du ein Smartphone?
Welche Jahreszeit gefällt dir am Besten?
Hast du handwerkliches Geschick?
Wie viel Geld hast du jeden Monat zur freien Verfügung und wofür nutzt du es?
Wann immer wir uns in einer Idee verlieren, sprudelt die Motivation für einen neuen Charakter. Angetrieben von Büchern, Filmen, Serien, Videospielen oder Comics. Bereits existierende Persönlichkeiten haben bereits alles, was sie ggf. menschlich gestaltet. Familien, Freunde, Wohnorte und Fähigkeiten. Aber auch Charakterzüge, Wünsche und Ziele. Selbstverständlich lassen sich diese noch mit einer persönlichen Note versüßen oder gar ändern, aber gerade wenn wir uns einen Charakter aus dem Nichts aufbauen, müssen wir viel Kreativität walten lassen! Hiermit möchten wir euch ein paar Denkanstöße mitgeben, um einen nachvollziehbaren und vielschichtigen Charakter erstellen zu können.
dieser Namensgenerator ist praktisch, da man die jeweilige Nationalität mit angeben kann
ein Post mit Steckbrief-Aspekten, die euch helfen können, einem Charakter bereits Tiefe zu verschaffen.
unschlüssig, welche Optik dein Charakter haben soll? sucht nach faceclaim auf tumblr, oder benutzt unsere Liste
In den meisten Fällen wissen wir als erstes eine Optik und einen Namen, das Kniffligste ist die Geschichte. Den Wunsch der Individualität können wir getrost über Bord werfen. Man ist selten der/die Erste mit einer Idee. Es gibt Serienmörder (bitte nur fiktiv!), Mafiosi, Veteranen und Soldaten, Vampire, Werwölfe, Meerjungfrauen und so viele mehr. Manchmal finden wir auch mehrere Kategorien in einem. Es ist empfehlenswert, dass ein gewählter Beruf kein bloßes Beiwerk ist. Die Wahl sollte euren Charakter beeinflussen und eventuell sogar beschäftigen. Niemand verlangt perfekten Realismus, dennoch ist es empfehlenswert, sich in die Materie einzulesen.
Neben einem Beruf können Charaktere natürlich auch weitere Zugehörigkeiten haben, die über das, was ihnen das Brot verdient, stehen. Wie zum Beispiel: OkkultistIn, SatanistIn, Hexe / Wicca, Zauberer.
Auch die Übernatürlichkeit darf nicht fehlen: Elf, Fee, Ghoul, Trickster, Engel, Dämon, Vampir, Zwerg, Formwandler, Banshee, Werwolf, Sirene, Nixe, Meerjungfrau, Selkie, Undine, Baba Yaga, Mahrt, Gorgone, Najade, Nereide, Nornen, Wechselbalg, Rusalka, Samowila, Laima & Lauma, Wendigo, Asanbosam, Diwata, Yuki Onna, Dryade, Idise, Nephilim, Walküre, Marid. (einige Bezeichnungen sind Namen von Sagen/Märchen/Legenden-Gestalten und nicht der Oberbegriff)
Um Charaktertiefe zu schaffen, brauchen wir Eigenschaften (sowohl positiv wie negativ), die einen Menschen oder ein übernatürliches Wesen nachvollziehbar gestalten, vielleicht sogar überzeichnen (über den Link findet ihr mehr Begrifflichkeiten, hier ist eine grobe Auswahl mit Beispielen):
Dies ist alles weitestgehend der äußere Kern mit ein paar wenigen Grundzügen. Nun müssen wir unseren eigenen Charakter verstehen. Dafür lohnt es sich eine Reihe von Fragen zu beantworten:
Was möchte eure Muse im Leben erreichen? Hat er/sie ein Ziel, eine Aufgabe, eine Bestimmung?
Was bedeutet es für eure Muse, dieses Ziel etc. zu erreichen?
Was würde eure Muse dafür tun, um dieses Ziel zu erreichen? Wo liegen die Grenzen?
Wie geht eure Muse mit Übernatürlichkeit um? Ist es normal, abscheulich oder liegt er/sie im Unwissen?
Wie ist das Verhältnis zur Familie? Wie reagiert eure Muse, wenn Vater/Mutter/Geschwister erwähnt wird?
Wie offen oder verschlossen spricht Muse über die Vergangenheit?
Mit wem würde eure Muse darüber sprechen?
Wie leicht vertraut eure Muse einer anderen Person? Was muss die Person für dieses Vertrauen tun?
Welche Wirkung hat eure Muse auf andere?
Was kann eure Muse provozieren? Wie leicht ist eure Muse gereizt?
Respektiert eure Muse Autoritätspersonen?
Nimmt eure Muse die Arbeit mit nach Hause?
Ist eure Muse durch den Job eingeschränkt? Selten Zeit für Freunde, wenig soziale Kontakte, schnell und viel müde, keine Lust, keine Zeit etc.
Es empfiehlt sich immer, gerade wenn man spannende Situationen in Geschichten entwickelt, sich die eingehende Frage zu stellen: Wie würde meine Muse reagieren?
Aber auch sollte nicht außer Acht gelassen werden, gerade wenn man mit einem Partner schreibt: Wie würde meine Muse realistisch reagieren und dabei meinem Schreibpartner Fläche zur Reaktion liefern?
Vergesst nicht die Essenz eines Charakters. Denkt daran, was euer Leben bestimmt. Soziale Kontakte, eure Familien, eure Freunde, eure Arbeitskollegen, Mitstudenten, Mitschüler, Nachbarn, Kunden und Gäste. Auch eure Muse hat Meinungen zu diesen Gesellschaftsgruppen und sie beeinflussen ihr/sein Leben. Entdeckt Wünsche und Träume, entwickelt Abneigungen die tiefer gehen als ekeliges Essen.
Ein Charakter wächst mit seinen Kontakten und seinen Erlebnissen. Ein Grundgerüst kann ausgebaut werden und verbessert. Manchmal entwickelt sich erst von Text zu Text und Absatz zu Absatz eine Seele für eure Muse. Lasst sie für euch sprechen und seid gewillt, dass eure Muse nicht perfekt ist.
schon seit längerem wollte ich mich intensiver mit dem Thema Charaktere auseinandersetzen. Wahrscheinlich gibt es dazu schon etliche Blogeinträge, Podcasts oder Videos in den Weiten des Internets, aber ich möchte euch trotzdem meine persönliche Herangehensweise vorstellen. Schließlich sollte sich jeder, egal, ob Autor, Spielleiter oder Künstler mit der Erstellung lebendiger Charaktere beschäftigen, um eine richtig gute Geschichte erzählen zu können – sei es in Form eines Textes, einer RPG-Kampagne oder eines Bildes.
Neben Konflikten, Weltenbau und anderen wichtigen Aspekten, die ich zu einem späteren Zeitpunkt genauer erläutern werden, sind auch Charaktere unentbehrlich, um die Geschichte voranzutreiben oder überhaupt eine Handlung zu erstellen. Das klingt jetzt womöglich etwas trocken, aber keine Angst, werte Leser, das ist es ganz und gar nicht. Sobald ihr den Dreh heraushabt, seid ihr imstande, Charaktere aus dem Stegreif zu erstellen, ohne dass sie sich zu sehr ähneln oder gar gleich sind. Es ist auch keine Schande, sich von Zeit zu Zeit an dem einen oder anderen Klischee zu bedienen. Solange es originell umgesetzt wird, kann es das Wesen eines Charakters weiter ergänzen.
Kurze Rede, kurzer Sinn!
Ich werde in den nächsten Tagen mit dieser neuen Blogserie starten und euch einen Einblick darauf geben, wie ich meine Charaktere erstelle und ausarbeite. Dazu werde ich verschiedene Ansätze nutzen, die ich euch möglichst genau und mit einigen Beispielen aufzeigen werde. Wie viele Teile diese Serie beinhalten soll, ist noch unklar. Sagen wir, es wird so viele geben, wie es eben braucht, um eine schöne Sammlung an Tipps zur Charaktererstellung beisammen zu haben.
Des Weiteren noch ein kurzes Update zu meinem momentanen Schreibprojekt. Wie ihr vielleicht schon wisst, werte Leser, nutze ich die Quarantäne, um jeden Tag fleißig daran zu arbeiten. Ich habe schon jetzt große Fortschritte in meiner Arbeitsweise gesehen und dementsprechende Ergebnisse. Zugegebenermaßen bin ich ein langsamer Schreiber, aber zurzeit bringe auch ich – gezählt seit dem 19. März - einen soliden Tagesdurchschnitt von gut 920 Wörter aufs Papier; mit dem Vermerk, dass ich seit dem 5. April nie weniger als 1000 Wörter geschrieben habe.
Mir ist bewusst, werte Leser, dass es schlussendlich nicht auf die Wörteranzahl ankommt, die ein gutes Buch ausmacht, sondern der Inhalt an sich, aber mir persönlich hilft dieser Maßstab, um am Ball zu bleiben und mich nicht von der Größe meines Projekts unterbringen zu lassen. Ich habe noch viel vor mir, aber ein gutes Stück dieses Weges, habe ich auch schon niedergeschrieben.
Heute wird die 50.000 Wortmarke geknackt und ich freue mich wirklich sehr darauf. Es sollte eigentlich ein Klacks werden, weil ich während der nächsten Szene einen etwas anderen Piratenüberfall beschreiben werde. Mehr Infos dazu werden definitiv folgen! Bleibt dran!
Ich bin tot, also mein Charakter in Elder Scrolls Online. Die Grundidee das man tot anfängt und so dann einfach erklären kann warum man ständig wieder belebt wird macht natürlich Sinn. Zu Beginn muss ich noch mit einem Schwert kämpfen aber bald bekommt ich schon meinen ersten Zauber und entscheide mich für ein Pet. Die Quest hier sind noch recht einfach und so bin ich schon bald wieder zurück in…
Zur Zeit gibt es die Möglichkeit Elder Scrolls Online kostenlos zu spielen. Die Aktion ist zeitlich bis zum 18.4. begrenzt, also schaue ich mir das mal flott an. Zunächst muss ich mal einen neuen Charakter erstellen.
[Ein Jahr, ein Roman] Charakter - Bestimmungsfragen für Deine Figur
[Ein Jahr, ein Roman] Charakter – Bestimmungsfragen für Deine Figur
Kennst Du das? Du erstellst einen Plan und denkst, der ist gut, also ist er gegessen. Und dann schaust Du Dir Deine Unterlagen noch einmal an und denkst, ne, war doch nicht das gelbe vom Ei. Das ist bei mir mit dem heutigen Beitrag passiert. Eigentlich gehört er mehr Richtung Anfang und nicht kurz vor dem Schluss (nächste Woche schreibe ich den letzten Beitrag rund um die Charaktere und dann geht…