Der Kinofilm „Die Räuberin“ ist das sperrige, aber eindrucksvolle Regiedebüt von Markus Busch, der als Drehbuchautor unter anderem für Dominik Graf bekannt wurde.
Im Mittelpunkt von „Die Räuberin“ steht eine Münchner Künstlerin Mitte vierzig, die den trostlosen deutschen Winter in einem noch trostloseren Dorf an der Nordseeküste verbringen will.
Dort trifft sie auf einen Seelenverwandten, einen künstlerisch begabten 15jährigen, den viele im Dorf für verrückt halten. „Die Räuberin“ könnte seine Mutter sein, sie verhält sich auch so, obwohl sie mit ihm schläft; doch mehr als eine Form der Kommunikation denn aus Leidenschaft.
Sie will sein Talent fördern und unterstützen, nicht nur für ihn, auch für sich selbst, für das neue Kapitel ihres Lebens. Doch dazu muss „Die Räuberin“ den Jungen seinen Eltern rauben, wie das Leben ihr ein Kind nahm, als es von Fremden adoptiert wurde.
Die erste Regiearbeit des Autors Markus Busch besticht weniger durch ein außergewöhnliches Drehbuch als durch starke Bilder und Stimmungen. Obwohl die vielschichtigen Figuren – gut gespielt von Daniel Michel (Thore) und ganz besonders von Birge Schade (Tania) – natürlich auch das Ergebnis der gelungenen Figurenentwicklung durch den Drehbuchautor Markus Busch sind.
WDR 10.08.2013: „Die Räuberin“; Drama; Buch: Markus Busch 2,0; Regie: Markus Busch 1,5. Beste Darsteller: Birge Schade 1,5; Daniel Michel 2,0; Gesamtbewertung „Die Räuberin“ 1,5.
Weitere Informationen über das Drama „Die Räuberin“ gibt es auf der Facebook-Seite https://www.facebook.com/rough.movie