denksport deutsch
wer hat bloß die gabel zur frau und den löffel zum mann gemacht?
von daniel scholten
sachbuch
erschienen im dtv verlag
2016
isbn: 978-3-423-26134-0
(von tobias bruns)
es scheint, jemand hat das bedürfnis bastian sick auf die füße zu treten... wohl nicht ohne grund, nimmt der mann nun schon einige zeit in anspruch, der wächter über die deutsche sprache zu sein - mit falschen schlüssen, wie daniel scholten aufzeigt...
sicher ist scholten nicht ganz so humorvoll, sicher ist scholten mehr wissenschaftler (zumindest, was dieses buch angeht), sicher ist, dass hier (siehe mehr wissenschaftler) belege für behauptungen gebracht werden, die stichhaltig sind. sicher ist aber auch, dass sich scholten nicht durchgängig an seine im buch erwähnten prinzipien zum sprachgebrauch hält.
scholten macht eine reise durch die zeit, eine reise durch die entwicklung der deutschen sprache - teilweise hat man das gefühl hier wird ein kleinkrieg der sprachwissenschaftler geführt - um bastian sick zu widerlegen. ein wenig wie das freiwerdende zimmer in der universität in “the big bang theory”. waren diese anführungszeichen nun richtig? ein kapitel widmet sich diesem thema. auch wenn ich mir jetzt nicht sicher bin: das kapitel war aufschlussreich.
daniel scholten reicht nicht an die ironie des bastian sick heran, doch bringt dieses buch einen zum schmunzeln. aber warum? wohl weil es dazu bringt sich dem gebrauch der sprache bewusster zu werden! es bringt aber ebenso zum nachdenken, was bei kontrahent sick nicht sonderlich passiert... es ist die geschichte der sprache, die fakten und die belege... es überzeugt, dieses buch.
nun - wie unterhaltsam doch eine auseinandersetzung der sprachwissenschaftler sein kann... und der untertitel? wer hat bloß die gabel zur frau und den löffel zum mann gemacht?... ist dies sexistisch? worte die opfer des feminismus werden? wie das? teil dieses buches.
schnell, knackig und mal etwas anderes als der sick knigge...














