Dachte, ich wäre drüber hinweg. Hamburg. Schatzstadt. Elbe. Daniela Bar. Poseidon Bad. Nix is. Doch gekauft. Einmal in die neue Tocotronic gehört und schon wieder drin. Im Vergangenheitskarussell. Aber schön ist das auch. Weil intensiv. Wie Tocotronic Alben immer für mich sind. Meine Schwester empfiehl mir, doch gleich die Box (T-Shirt, CD, LP, Single, Single-CD, Poster, Aufkleber - alles phosphorisiert, leuchtet also im Dunkeln) zu kaufen. Sie arbeitet wieder in einem Plattenladen, so wir diesen Ort immer nannten, nennen wir ihn heute noch. Wir haben da in den Sommerferien unsere Schulzeit verbracht. Tausende LPs in den Regalen durchgeblättert und sie inventurisiert. Auch die wenigen CDs aus Japan. Superteuer. Nur was für Techniknerds gewesen, denen es nicht um Musik, sondern um Geräusche ging. Kann man das leichte Schrabbeln des Pullovers hören, wenn sich der Gitarrist nach vorn beugt und der Ärmel an der Cordhose vorbeischubbert? Um solche Fragen drehte es sich in der technoiden Vorwelt. Jetzt ist das alles egal. Wer hört eigentlich noch richtig zu? Bei den Mengen an Neuveröffentlichungen, die retortengleich aus den 1en+0en-Gleichungen der Produktionsmaschinen kippen, ein Problem. Vielleicht.
Kann gut sein, dass Tocotronic deshalb so gut passen. Weil die nichts rauskippen. Egal, ob vor zehn oder zwei Jahren. Feiern die nicht sogar 20jähriges? OH? Ooooooooh!